Foto: Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH

Urbane Produktion: An der Schnittstelle von Stadtentwicklung- und Wirtschaftsförderung

Sieben Teilprojekte in Remscheid, Solingen und Wuppertal, koordiniert durch die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft, haben jetzt am Ende der Förderzeit Bilanz gezogen. Dazu ist eine umfangreiche Dokumentation erschienen.

Die Stadt der Zukunft wird wieder stärker produzierende Stadt sein, so die Experten. Diesen Ansatz greift das Förderprojekt „Urbane Produktion im Bergischen Städtedreieck – Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Quartiersentwicklung“ auf.

Vielerorts entstehen neue Produktionsstätten für kreatives Handwerk, ressourcenschonende Lebensmittelproduktion, Manufakturen, die hochwertige Nischenprodukte herstellen – mitten in der Stadt. Dabei geht es darum, lokale Ressourcen und lokal eingebettete Wertschöpfungsketten zu nutzen und aufzubauen. Bei der Nähe zum Lebensraum müssen zudem emissionsarme und ressourceneffiziente Produktions- und Transportweisen berücksichtigt werden. Die Effekte: Nutzungsmischung, vitale Quartiere, neue, ökologische Stoffkreisläufe, Städte der kurzen Wege, wiederentdeckte Wertschätzung für vor Ort hergestellte Produkte. Die Stadt kann so ökonomisch resilienter gegenüber den Unsicherheiten des Weltmarktes werden. „Urbane Produktion“ gelangt zu einer neuen Bedeutung so auch im Bergischen Städtedreieck.

Bei „Close the Loop“ in Wuppertal ist eine Studie entstanden, die eine innerstädtische Lebensmittelproduktion, bei der keine Abfälle entstehen, beschreibt. Die Produktion soll sich auch mit dem örtlichen Handel und der Gastronomie verbinden.

Die „Schmiede für Urbane Manufakturen“ im Remscheider Gründerquartier hat in den letzten drei Jahren durch Austausch und Beratung rund 20 Geschäftsideen für Manufakturen qualifiziert.

Bei „InSym – Industrielle Symbiose“ ist eine Plattform entstanden, auf der geht es um ein symbiotisches Miteinander von Industrie unternehmen geht. So können Sekundärmaterialien des einen als Primärmaterial des anderen Unternehmens genutzt werden.

In Solingen ist eine „Gläserne Werkstatt“ für heimische Qualitätsprodukte entstanden Hier gibt es Kochevents, Seminare, Ausstellungen oder Schauproduktionen.

Das „ToolLab“ ist als ein außerschulischer Lernort für modernes Handwerk entwickelt worden.

Bei RegRess ist in Fallstudien ermittelt worden, wie durch Weiternutzung von Produktionsresten neue Produkte entstehen können.

Das Projekt „Neue Urbane Produktion“ mit Sitz in Wuppertal hat die Menschen im Stadtteil angesprochen, einfach mal etwas auszuprobieren: In Recycling- oder Do-it-yourself-Workshops wurde das kreative Potenzial von Menschen hervorgelockt, ein wachsendes Geoportal für Manufakturen wurde umgesetzt

Das Projekt „Urbane Produktion im Bergischen Städtedreieck – Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Quartiersentwicklung“ wird vom NRW-Wirtschaftsministerium und von dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

https://bergische-gesellschaft.de/wp-content/uploads/Urbane_Produktion_Bericht_Web_komp.pdf

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