Kathrin de Blois bei ihrem Vortrag im Futurium | Foto: ZVSHK – Zentralverband Sanitär, Heizung, Klima.

Standort Niederrhein, 05.07.2022 – Vorstellung des Forschungsprojekts “Handwerksgeselle 4.0” vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im “Futurium Berlin”: Kathrin de Blois, Geschäftsführerin des Bad- und Heizungsspezialisten Haaß, informiert über den konsequenten Einsatz digitaler Technik in ihrem Unternehmen.

Unter dem Titel “Mit Rohrzange & Tablet” berichtet die Ökonomin aus der Praxis. Die Stationen einer erfolgreichen Transformation: Kauf des ersten PCs vor mehr als 30 Jahren, digitale Prozessoptimierung, Heizungskonfigurator im Netz, Badplanung mit 3D-Brille, eigene Mitarbeiter-App.

“Digitalisierung macht sämtliche Arbeitsabläufe schneller, effizienter und transparenter – davon profitieren der Kunde, unsere Mitarbeiter und der gesamte Betrieb”, erklärt die engagierte Jungunternehmerin, und fügt hinzu: “So ist es uns auch gelungen, in einer Zeit des Fachkräftemangels als Ausbildungsbetrieb und Arbeitgeber attraktiv zu sein.”

Konkrete Folgen der Digitalisierung bei Haaß: Fünf Prozent Einsparung beim Einkauf, Reduzierung der Zeit bis zum Zahlungseingang im Kundendienst von acht auf drei Tage, 95 Prozent Auftragsquote durch die virtuelle Darstellung des fertigen Bads und mehr als 30 Bewerbungen auf vier Ausbildungsstellen.

Im Anschluss an ihre Präsentation erörtert Kathrin de Blois in einer moderierten Diskussionsrunde Strategien, um Hindernisse und Akzeptanzprobleme von Digitalisierung im SHK-Handwerk abzubauen.

Das Unternehmen Haaß GmbH & Co. KG wurde 1987 von Georg Haaß in Mönchengladbach Rheydt gegründet. Die Firma beschäftigt heute rund 50 Mitarbeiter und bietet ihren Kunden einen umfassenden Service in den Bereichen Sanitär, Heizung und Klimatechnik inklusive Notdienst. Bernd Haaß, Installateurmeister und Heizungsbauermeister, verantwortet die technische Geschäftsführung. Kathrin de Blois (geborene Haaß), die in London Wirtschaftswissenschaften studiert hat, führt die kaufmännische Geschäftsleitung des Unternehmens.

Das Forschungsprojekt “Handwerksgeselle 4.0” entwickelt kognitive, ergonomische und gesundheitsförderliche Assistenz- und Unterstützungssysteme für SHK-Handwerker am Beispiel der Badsanierung. Begleitend finden Tests in einem Labor- und im Feld-Experimentierraum statt. Es werden zum einen kognitive Assistenzsysteme betrachtet, die es ermöglichen Informationen direkt auf der Baustelle abzurufen. Zum anderen werden Ansätze zur physischen Entlastung mittels Unterstützungssysteme (sogenannte Exoskelette) erforscht.

Infos unter: https://www.hwg40.de/

Quelle: Jörg Schwarz | Journalismus, PR & Lyrik