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Foto: Bettina Steinacker
Die Feier zum zehnjährigen Jubiläum fand im RVR-Gebäude in Essen statt.

Zehn Jahre Faire Motropole Ruhr mit Blick in die Zukunft

Gemeinsam feierten der Regionalverband Ruhr (RVR) und die Faire Metropole Ruhr am 23. August 2023 ein besonderes Jubiläum: Bereits vor zehn Jahren erhielt die Metropole Ruhr von Fairtrade Deutschland die Auszeichnung „Faire Metropole Ruhr“ als erste Faire Großregion überhaupt weltweit.

In ihrer Begrüßung hob Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des RVR, hervor: „Mit dem Fairen Handel in der Metropole Ruhr setzen wir ein Zeichen für eine Welt, in der Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit keine leeren Versprechen bleiben. Das Netzwerk Faire Metropole Ruhr ist ein bedeutender Impulsgeber für die faire Entwicklung des Ruhrgebietes. Der Regionalverband Ruhr wird das Netzwerk bei seiner Arbeit tatkräftig unterstützen.“

Als Schirmherr der Fairen Metropole Ruhr führte die Reporterlegende Manni Breuckmann charmant durch die Feier und begrüßte zahlreiche (Ober-)bürgermeister*innen und Vertreter*innen der Verwaltungsleitungen, die der Einladung des RVR gefolgt waren und die Gelegenheit für intensive Gespräche nutzten.

Josef Hovenjürgen, der Parlamentarische Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der Fairen Metropole Ruhr: „Die Faire Metropole Ruhr ist ein Vorbild für den Einsatz der kommunalen Familie für eine gerechtere Welt – im Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus.“

Seit über einem Jahrzehnt engagiert sich die Faire Metropole Ruhr in der Region, um den Fairen Handel und die faire öffentliche Beschaffung in den Kommunen des Ruhrgebiets zu stärken. Ein wichtiges Instrument für die erfolgreiche Arbeit ist die Charta Faire Metropole Ruhr 2030, die das Netzwerk aus kommunalen, kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen als gemeinsame „Fairfassung“ für das Ruhrgebiet geschaffen hat. Immer mehr Kommunen wie Dortmund, Essen oder Schwerte haben die Charta in Ratsbeschlüssen beschlossen und setzen so ihr Engagement für eine bessere Welt in Taten um.

Die Charta sowie die gesamte Arbeit der Fairen Metropole Ruhr beruht auf den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (kurz SDGs) sowie auf den internationalen Prinzipien des Fairen Handels. Katja Carson, Vorständin von Fairtrade Deutschland, betonte in ihrer Laudatio:

„Der faire Handel gewinnt durch die Vernetzung über die Stadtgrenzen hinaus. Und auch auf anderer Ebene profitieren die Aktiven und Kommunen durch die Zusammenarbeit: Wer beim fairen Handel an einem Strang zieht, stößt oft noch mehr gemeinsame Projekte für die eigene Kommune an. Die Fairtrade-Community lebt von diesem Engagement.“

Das Netzwerk Faire Metropole Ruhr und der RVR sind entschlossen, das Ruhrgebiet in Zukunft gemeinsam fair zu gestalten. Die Vision ist klar: Globale Verantwortung sowie öffentlicher Einkauf unter Einhaltung von Menschen- und Arbeitsrechten entlang der Lieferkette sind dann oberste Priorität in den Rathäusern und Unternehmenszentralen der Fairen Metropole Ruhr.

Das Netzwerk Faire Metropole Ruhr hat in den letzten zehn Jahren bereits viel erreicht: alle Kommunen im Ruhrgebiet haben sich 2010 verpflichtet keine Produkte mehr zu beschaffen, in denen ausbeuterische Kinderarbeit steckt, mehr als 30 Kommunen haben den fairen Städtekaffee „Pottkaffee“ im Sortiment, über 4,8 Millionen Menschen leben in einer der 39 Fairtrade Towns oder einem der beiden Fairtrade Kreise und es gibt über 50 Fairtrade Schools und mehr als 220 Faire Kitas. Dies sind nur einige Beispiele des vielfältigen Engagements.

Die Arbeit des Netzwerks wird von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) der Engagement Global gGmbH mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen unterstützt.

Die Feier zum zehnjährigen Jubiläum der Fairen Metropole Ruhr war ein Anlass, die bisherigen Erfolge zu würdigen und den Blick in eine Zukunft zu richten, in der Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Fairness weiterhin zentrale Anliegen bleiben.

Weitere Infos zur Fairen Metropole Ruhr:
WWW.FAIRE-METROPOLE-RUHR.DE

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