Emsland, 4. November 2025 – Der Verbund regionen.NRW hat mit einer zweitägigen Exkursion das Emsland besucht, um praxisnahe Einblicke in erfolgreiche Strategien der Regionalentwicklung, Wirtschaftsförderung und Stadtgestaltung zu gewinnen. An der Reise nahmen die Geschäftsführungen der nordrhein-westfälischen Regionalentwicklungsorganisationen sowie der Zukunftsagentur Rheinisches Revier teil.
Das Emsland als Beispiel erfolgreicher Transformation
Das Emsland gilt als Vorzeigebeispiel für eine zukunftsorientierte, wirtschaftlich starke und zugleich lebenswerte regionale Entwicklung. Im Mittelpunkt der Exkursion standen aktuelle Transformationsprozesse – insbesondere der Wandel von einer Kernkraftregion hin zu einer Energie- und Wasserstoffregion. Neben der Energiepolitik rückten auch Themen wie die Sicherung von Fachkräften, nachhaltige Mobilität und innovative Stadtentwicklung in den Fokus.
Der Verbund regionen.NRW informierte sich in Meppen, Lingen, Geeste und Papenburg über die wirtschaftliche Entwicklung, die Strategien zur Förderung der Region, Belebung der Innenstädte sowie über kulturelle und bildungspolitische Ansätze. Im Zentrum standen Gespräche mit regionalen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern aus Verwaltung, Wirtschaft, Kultur und Zivilgesellschaft.
Einblicke in Lingen: Stadtentwicklung und Zukunftsprojekte
Ein Höhepunkt der Exkursion war der Austausch mit Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone, der die Gäste unter anderem durch die Stadt führte und aktuelle Stadtentwicklungsprojekte vorstellte. Dabei präsentierte er innovative Wasserstoff- und IT-Projekte am alten Kernkraftwerk Lingen und Maßnahmen zur Erhöhung der Lebensqualität vor Ort und zur Anwerbung von Fachkräften – etwa durch kulturelle Angebote in der Emsland-Arena oder den neuen Standort der Hochschule Osnabrück.
Zum Abschluss der Reise stand ein Gespräch mit Dr. Dirk Lüerßen auf dem Programm, Geschäftsführer der Ems-Achse, einem Bündnis von Unternehmen, Kommunen, Bildungseinrichtungen, Kammern und Verbänden. Er erläuterte die in der Kooperation von Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft geplanten Maßnahmen und Strategien, wie zum Beispiel neue Konzepte zur Mobilitätsförderung.
Bislang größte Einzelförderung für „Green Factory“ – Themen u.a. Inklusion, Kreislaufwirtschaft und digitale Gesundheitsversorgung – Förderung für REGIONALE-Projekte durch Land NRW und EU aus dem EFRE/JTF-Programm NRW
Große Unterstützung für die Unternehmen und Mitarbeitenden in Südwestfalen: Im Rahmen des bundesweit einzigartigen Strukturprogramms REGIONALE gibt es erfreuliche Neuigkeiten für fünf weitere Projektvorhaben aus Südwestfalen. Sie können bald umgesetzt werden. Dafür stehen bis zu 27 Millionen Euro Fördergelder aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027 zur Verfügung. Das Geld kommt aus Mitteln des Landes NRW und des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) der EU.
„Die neu ausgezeichneten Vorhaben geben der REGIONALE 2025 in Südwestfalen noch einmal einen richtigen Schub. Hervorzuheben ist das Zusammenspiel von Wirtschaft und Hochschule. Ihre Projekte zielen darauf ab, die Menschen in der Region zu unterstützen, den Wirtschaftsstandort langfristig zu stärken und beispielhafte Lösungen für andere übertragbar zu machen“, sagte Dr. Karl Schneider, Landrat des Hochsauerlandkreises in seiner letzten Sitzung als Vorsitzender des REGIONALE-2025-Ausschusses. Fünf Projekte erhielten durch den Ausschuss den dritten Stern. Das bedeutet: Für sie gibt es Rückhalt aus der Region und eine Förder- und Finanzierungsperspektive.
Die Summe für alle fünf Projekte hat es in sich. Über 27 Millionen Euro aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) der EU stehen für die Projekte zur Verfügung, basierend auf der Empfehlung des EFRE-Begutachtungsausschusses für den Aufruf „REGIONALE Südwestfalen – Projekte für eine digitale, nachhaltige und authentische Zukunft in Südwestfalen“.
Mit der „Green Factory“ bekommt Südwestfalen ein Leuchtturmprojekt für Kreislaufwirtschaft und einen Knotenpunkt für die Industrie der Zukunft. Sieben Lehrstühle und Institute der Uni Siegen und der RWTH Aachen, die Smarte Demonstrationsfabrik am Campus Buschhütten, das Start-up Smart Plastify sowie zahlreiche Unternehmen wollen zeigen, wie Industriegebäude nachhaltig ertüchtigt und kreislaufgerechte Produktion mit hochwertigen Metallen und Kunststoffen funktionieren kann. Dabei geht es auch darum, Produktionsabfälle zu vermeiden, die entstandenen wieder in den Produktionskreislauf einzubringen, zu schauen, wo nachwachsende Rohstoffe eingesetzt und modernste Technologien für die Reparatur von Bauteilen genutzt werden. Was in Kreuztal beispielhaft unter Nachhaltigkeitsaspekten umgesetzt werden soll, hat die Unterstützung von zahlreichen Unternehmen aus allen fünf Kreisen. Es erhält voraussichtlich die größte Einzelförderung der REGIONALE 2025.
Förderung: Das Projekt „Green Factory“ der REGIONALE 2025 in Südwestfalen soll voraussichtlich mit 22,4 Millionen Euro aus Mitteln des Landes NRW und des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) über den Aufruf „REGIONALE Südwestfalen – Projekte für eine digitale, nachhaltige und authentische Zukunft in Südwestfalen“ gefördert werden.
- 3. Stern: „SelfDiag“ (Olpe / Südwestfalen)
Im „Digitalen Facharzt- & Gesundheitszentrum Spieren“ (DFGZ) in Olpe werden neue Wege getestet, um die medizinische Versorgung auf dem Land zu verbessern. Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) soll es Patient:innen Schritt für Schritt ermöglicht werden, Routine-Untersuchungen wie etwa ein EKG selbst durchzuführen. Im Rahmen des Projekts „SelfDiag“ – was ausführlich und übersetzt so viel wie „Selbstdiagnose“ bedeutet – sollen die digital notwendigen Standards aufgebaut, ein KI-Avatar (eine virtuelle Figur) entworfen und beides exemplarisch am Beispiel eines EKGs in der Olper Praxis erprobt werden. Dieser Avatar soll möglichst natürlich sprechen, Patient:innen die einzelnen Schritte erklären, ihnen Hinweise geben und beispielsweise auch Ängste nehmen. Die Idee ist, mit digitaler Innovation das medizinische Personal bei Standard-Untersuchen zu entlasten, Wartezeiten zu verkürzen und zur Verbesserung der medizinischen Versorgung beizutragen.Förderung: Das Projekt „SelfDiag“ der REGIONALE 2025 in Südwestfalen soll mit voraussichtlich 725.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Nordrhein-Westfalen über den Aufruf „REGIONALE Südwestfalen – Projekte für eine digitale, nachhaltige und authentische Zukunft in Südwestfalen“ gefördert werden.
-
Die Universität Siegen möchte mit ihrem Projekt „KoWIMA“ Südwestfalens Arbeitswelt der Zukunft inklusiver und barrierefreier gestalten. Eine große Chance sieht die Uni in digitalen Assistenzsystemen, die Betriebe und Arbeitnehmende gleichermaßen unterstützen. Sogenannte KoWIMA-Scouts bündeln dazu Wissen aus Theorie und Praxis. Sie leiten daraus wichtige Erkenntnisse ab und geben sie an Interessierte weiter. Die Projektverantwortlichen wollen erreichen, dass einerseits Menschen mit Behinderung und Arbeitnehmende nach Unfall oder Krankheit selbstverständlicher in die Arbeitswelt einbezogen und andererseits Unternehmen befähigt werden, barrierefreie Arbeitsplätze zu gestalten und so Fachkräfte halten und gewinnen zu können.
Förderung: Das Projekt „KoWIMA“ der REGIONALE 2025 in Südwestfalen soll mit voraussichtlich 1,012 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Nordrhein-Westfalen über den Aufruf „REGIONALE Südwestfalen – Projekte für eine digitale, nachhaltige und authentische Zukunft in Südwestfalen“ gefördert werden.
-
„MARS – Modellierung der Arbeitsmarktverschiebungen in Südwestfalen“ will untersuchen, wie der Arbeitsmarkt in Südwestfalen widerstandsfähig, nachhaltig und zukunftssicher gestaltet werden kann. Das Projekt der Uni Siegen und der TU Chemnitz wird unterstützt von Unternehmen, Institutionen und Verbänden aus der Region. Der Ansatz von „MARS“ hört sich zunächst sehr theoretisch an, hat aber einen großen praktischen Nutzen für die Wirtschaft in Südwestfalen. Das Projekt nutzt moderne Methoden der Netzwerkforschung: Sprich, es werden Daten gesammelt, um zu verstehen, wie Menschen, Unternehmen und Institutionen in Südwestfalen zusammenarbeiten und sich gegenseitig beeinflussen. Daraus entstehen wiederum digitale Modelle, die zeigen, wie sich der Arbeitsmarkt in der Region in Zukunft verändern wird – unter der Berücksichtigung der realen Herausforderungen der Unternehmen. Zusätzlich werden digitale Werkzeuge, individuelle Handlungsempfehlungen und Workshops entwickelt, um Unternehmen, Verbände und Entscheidungsträger aus Politik und Gesellschaft gezielt zu unterstützen.
Förderung: Das Projekt „MARS“ der REGIONALE 2025 in Südwestfalen soll mit voraussichtlich 1,42 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Nordrhein-Westfalen über den Aufruf „REGIONALE Südwestfalen – Projekte für eine digitale, nachhaltige und authentische Zukunft in Südwestfalen“ gefördert werden
-
Arbeitgeber mit den Themen „Employer Branding“ und „New Work“ vertraut und sie dadurch für Fachkräfte attraktiver und gleichzeitig in ihrer Organisation krisenfester machen: Das ist der Kerngedanke des Projekts „RESILIENZWERK“ der Entwicklungs- und GründerCentrum Lüdenscheid GmbH (EGC) und der Fachhochschule Südwestfalen. Das Vorhaben – das zuvor den Namen „Innovation Factory“ trug – richtet sich gezielt an kleine und mittlere Unternehmen in Südwestfalen. Ihnen fehlt oft die Zeit und das Personal, sich mit Arbeitgebermarketing und New Work auseinanderzusetzen. Dabei werden solche Themen immer wichtiger, um Fachkräfte für das eigene Unternehmen zu gewinnen. Im Projekt „RESILIENZWERK“ kommen Unternehmen, Hochschule und Start-ups zusammen, um voneinander zu lernen und vom gegenseitigen Austausch zu profitieren. So soll wissenschaftliche Expertise mit praktischen Erfahrungen verbunden und ein Netzwerk geschaffen werden, das vor allem den kleinen und mittleren Unternehmen in Südwestfalen zugutekommt.
Förderung: Das Projekt „RESILIENZWERK SWF“ der REGIONALE 2025 in Südwestfalen soll mit voraussichtlich 1,603 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Nordrhein-Westfalen über den Aufruf „REGIONALE Südwestfalen – Projekte für eine digitale, nachhaltige und authentische Zukunft in Südwestfalen“ gefördert werden.
Für zukunftsweisende, nachhaltige und innovative Vorhaben in Nordrhein-Westfalen stehen aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027 EU-Mittel in Höhe von 1,9 Milliarden Euro des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Just Transition Fund (JTF) zur Verfügung. Hinzu kommen eine Ko-Finanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen und Eigenanteile der Projekte. Unterstützt werden Vorhaben aus den Themenfeldern Innovation, Nachhaltigkeit, Mittelstandsförderung, Lebensqualität, Mobilität, Strukturwandel in Kohlerückzugsregionen sowie Strategische Technologien und Wettbewerbsfähigkeit.
43 Projekte der REGIONALE 2025 in Südwestfalen bereits mit dem dritten Stern ausgezeichnet
Bereits Anfang Juni konnten Natur- und Kulturprojekte aus Südwestfalen mit dem dritten Stern ausgezeichnet werden. In Summe sind es nun 43 Projekte. „Wir sind unserem Ziel, „50 für 25“, also bis zum Ende der REGIONALE 2025 in Südwestfalen fünfzig Projekte in die Umsetzung zu bringen, wieder einen großen Schritt nähergekommen. Das gibt uns Rückenwind im Präsentationsjahr der REGIONALE 2025 in Südwestfalen, das gerade gestartet ist und in dem die Region zeigt, welche guten Lösungen sie erarbeitet hat“, sagten Dr. Stephanie Arens und Hubertus Winterberg von der Südwestfalen Agentur GmbH. Die Agentur koordiniert und betreut die REGIONALE 2025 in der Region und sucht mit den Projektverantwortlichen und Partnern wie der Bezirksregierung Arnsberg nach Förderoptionen. Insgesamt konnten so bislang für Projekte der REGIONALE 2025 in Südwestfalen rund 100 Millionen Euro an Fördergeldern nach Südwestfalen geholt werden.
Einen Überblick über alle Projekte der REGIONALE 2025 gibt es hier.
Welche Weichen stellt Europa für die Zukunft seiner Strukturpolitik und Regionalförderung? Wie können Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Zusammenhalt in den Regionen weiter gestärkt werden? Diese und weitere zentrale Fragen standen am 2. Juli im Mittelpunkt eines intensiven Austauschs des Verbunds regionen.NRW mit Vertreterinnen und Vertretern der EU-Kommission sowie des Europäischen Parlaments in Brüssel.
Zu den Gesprächspartnern gehörte Dr. Stefan Berger, Mitglied des Europäischen Parlaments und Sprecher der CDU NRW im EU-Parlament. Mit Blick auf die bevorstehenden Weichenstellungen in der EU erklärte er: „Angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und einer sich verändernden transatlantischen Partnerschaft steht die EU vor enormen Herausforderungen. Dies hat auch Auswirkungen auf den zukünftigen EU-Haushalt und die Strukturpolitik. Umso wichtiger ist es, die Perspektiven der Regionen zu berücksichtigen – sie wissen am besten, wie sich geopolitische Umbrüche und politische Entscheidungen ganz konkret auf das Leben und die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort auswirken und was es dort jeweils braucht, um gleiche Lebensverhältnisse und Innovationen zu fördern.“
Der Austausch fand im Rahmen eines Besuchsprogramms in Brüssel statt, das auch Gespräche mit der Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung (DG REGIO) und der Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU (DG GROW) umfasste. Ziel war es, die Perspektiven der Regionen in NRW frühzeitig in die Diskussionen über die künftige EU-Förderpolitik einzubringen. Außerdem ging es darum, die Rolle der regionalen Entwicklungsorganisationen als Vermittler zwischen europäischer und lokaler Ebene zu stärken.
Den Abschluss des Tages bildete das NRW-Sommerfest der NRW-Landesvertretung in Brüssel, bei dem sich rund 1500 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien austauschten.
Am 7. Juli 2025 wurde die großformatige Kunstinstallation „ECHO“ an der Aggertalsperre im Rahmen der REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand feierlich eingeweiht. Mehr als 50 Gäste aus Politik, Verwaltung und Bürgerschaft nahmen an der Veranstaltung teil.
Die spektakuläre Installation des international renommierten Künstlerkollektivs Boa Mistura aus Madrid greift das REGIONALE-Zukunftsthema „Alles Ressource!“ auf. Sie bringt mit ihrem kreativen Konzept die Elemente Wasser, Wald, Stein und Gras in einen neuen, sinnlich erfahrbaren Zusammenhang. Auf der Wasserseite der Staumauer wurde der Schriftzug „ECHO“ angebracht – jedoch nur zur Hälfte: Erst die Spiegelung im Wasser vervollständigt das Wort und macht es lesbar. So entsteht ein faszinierendes Zusammenspiel aus Kunst und Landschaft, das sich je nach Wasserstand und Sonneneinstrahlung regelmäßig ändert.
„Uns hat die Kraft der Landschaft und insbesondere des Wassers im Bergischen RheinLand fasziniert und zu „ECHO“ inspiriert. Es ist ein lebendiges Kunstwerk, das sich mit der Natur verbindet und so emotional erfahrbar ist. „ECHO“ setzt ein Zeichen, ist Resonanzraum und erzeugt Wiederhall. Wir sind sehr stolz, Teil eines so relevanten und wichtigen Programms wie der REGIONALE zu sein, das im Einklang mit unserer Vision steht, etwas zu schaffen, das auch wir noch nie gemacht haben“, betonte Pablo Ferreiro Mederos von Boa Mistura.
Starkes Zeichen für nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen
Jochen Hagt, Landrat des Oberbergischen Kreises und Vorsitzender des Lenkungsausschusses der REGIONALE 2025, unterstrich die Bedeutung von „ECHO“ angesichts der aktuellen umweltpolitischen Herausforderungen und lobte die partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Beteiligten: „Gerade in Zeiten, in denen Themen wie Klimawandel und Ressourcenmanagement politisch in den Hintergrund zu rücken scheinen, setzen wir hier im Bergischen RheinLand ein Zeichen“, so Hagt. „,ECHO‘ wirkt auf mehreren Ebenen: Es reflektiert das Element Wasser, erzeugt Resonanz im Landschaftsraum – und im besten Fall auch beim Betrachter“, hofft der Landrat.
Als Leinwand für das Kunstwerk dient die Staumauer der Aggertalsperre. Auch Dr. Uwe Moshage, Vorstand des Aggerverbands, zeigte sich vom Kunstwerk begeistert und freut sich, dass die Aggertalsperre als Standort für „ECHO“ gewählt wurde. „Als Verband sind wir auf einen sorgsamen Umgang mit dem Landschaftsraum angewiesen – da ist eine temporäre Installation, die unsere Ressourcen künstlerisch ins Zentrum rückt, absolut passend“, ist Moshage überzeugt.
Die Buchstaben von „ECHO“ sind bis zu 34 Meter breit und 6,5 Meter hoch. Insgesamt erstreckt sich der Schriftzug über 137 Meter entlang der Staumauer. Die Umsetzung erfolgte durch die Firma proud to print GmbH mit einer speziellen, erstmals in Deutschland an einer Staumauer eingesetzten Folientechnik. Die Folie ist rückstandslos entfernbar – die Demontage ist für Frühjahr 2026 vorgesehen.
Eine REGIONALE lebe davon, auch ungewöhnliche Dinge möglich zu machen. „Mit dem Kunstwerk ‚ECHO‘ inszenieren wir die Aggertalsperre auf spektakuläre Weise. Wir möchten, dass die Menschen der Region ihre eigenen Verbindungen mit dem Begriff entwickeln“, sagte Dr. Reimar Molitor, Geschäftsführer der REGIONALE 2025 Agentur. Die REGIONALE 2025 lädt die Menschen ein, sich inmitten einer eindrucksvollen Landschaft mit dem Thema Ressourcennutzung auseinanderzusetzen.
Musikalisch wurde die Eröffnung von den aus Hückeswagen stammenden Jazzmusikern Julian und Roman Wasserfuhr begleitet. Mit Auszügen aus ihrem Album „ECHOES – Sound of Home“, eigens für die REGIONALE 2025 komponiert, schufen sie einen klanglichen Spiegel des visuellen Kunstwerks.
Mehr Informationen zu ECHO unter: www.regionale2025.de/echo
Der Verbund regionen.NRW, Zusammenschluss der neun regionalen Entwicklungsorganisationen in Nordrhein-Westfalen und der Zukunftsagentur Rheinisches Revier, traf sich am 25. Juni in Berlin mit rund 20 Mitgliedern des Bundestags aus NRW zum politischen Austausch. Ziel war es, zentrale regionalpolitische Anliegen sichtbar zu machen und in den politischen Diskurs einzubringen. Im Mittelpunkt standen Themen wie die Ausgestaltung der zukünftigen EU-Kohäsionspolitik, die Reform der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) sowie die aktuellen Förderstrategien für den Infrastrukturausbau in strukturell unterschiedlichen Regionen.
Nach einer kurzen Vorstellung des Verbunds fand eine intensive Fachdiskussion statt. So sollten konkrete Impulse aus der regionalen Praxis in laufende politische Reformprozesse auf Bundes- und EU-Ebene eingebracht werden. Dabei plädierten die Vertreterinnen und Vertreter des Verbunds unter anderem für eine flächendeckende Förderfähigkeit aller Regionen sowie für eine konsequente Umsetzung des Partnerschaftsprinzips.
Frau Anne König, MdB, dankte für die Perspektive aus der Praxis: „Starke Regionen sind das Rückgrat einer zukunftsfähigen Bundesrepublik. Der Austausch mit dem Verbund regionen.NRW zeigt, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen Politik und regionalen Akteuren für die Stärkung des gegenseitigen Verständnisses ist und um Förderpolitik praxisnah und passgenau weiterzuentwickeln und nachhaltige Entwicklungsperspektiven in allen Landesteilen zu sichern.“
Am Abend präsentierte sich der Verbund darüber hinaus im Rahmen des NRW-Sommerfests der Landesvertretung mit einem eigenen Stand mit regionalen Spezialitäten. Rund 1500 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien nahmen an der Veranstaltung teil.
Die Region Köln/Bonn zu Gast im Bergischen RheinLand
Wie ein gelebtes regionales Wir-Gefühl aussieht, ließ sich am Samstag, den 21. Juni 2025, beim „Langen Tag der Region“ in Gummersbach eindrucksvoll erleben. Passend zum kalendarischen Sommeranfang versammelten sich bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen rund 500 Gäste aus der gesamten Region Köln/Bonn in der Halle 32 auf dem Steinmüllergelände. Gemeinsam diskutierten sie die aktuellen Herausforderungen und Potenziale regionaler Entwicklung.
Veranstaltet vom Region Köln/Bonn e.V., fand der diesjährige „Lange Tag“, der traditionell immer am 21. Juni stattfindet und reihum durch die Region wandert, in enger Kooperation mit dem Oberbergischen Kreis, der REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand, der Stadt Gummersbach, dem VfL Gummersbach sowie den Sparkassen in Oberberg, die mit dem eindrucksvollen Sparkassen-Truck ein zusätzliches Angebot für Kinder und Erwachsene bereitgestellt haben, statt.
Den Auftakt bildete wie gewohnt ein vielfältiges Exkursionsprogramm, das sich in diesem Jahr – neben dem Agglomerationsprogramm Region Köln/Bonn – besonders dem Landesstrukturprogramm REGIONALE 2025 widmete. Zehn thematisch breit gefächerte Touren führten die Teilnehmenden durch den Oberbergischen Kreis, den Rheinisch-Bergischen Kreis sowie den östlichen Rhein-Sieg-Kreis. Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft erhielten dabei exklusive Einblicke in beispielhafte Projekte und innovative Orte der regionalen Entwicklung.
Entlang der REGIONALE-Zukunftsthemen – von Nachnutzung und Innovation über Kreislaufwirtschaft und Mobilität bis hin zu bürgerschaftlichem Engagement sowie Kultur und Naherholung – wurden eindrucksvolle Ansätze erlebbar gemacht: Etwa in Hückeswagen, wo das historische Schloss zu einem inklusiven „Schloss für alle“ umgestaltet wird, oder in Lindlar, wo ressourcenschonendes und zirkuläres Bauen neue Wege für nachhaltige Stadtentwicklung aufzeigt. Auch die regionale Wirtschaft präsentierte sich innovativ und zukunftsorientiert – mit Unternehmen wie dem Fahrradreifenhersteller Schwalbe, der ALHO Systembau GmbH oder ABUS Kransysteme, die mit nachhaltigen und technologischen Lösungen auf aktuelle Herausforderungen reagieren.
Ein weiterer Fokus lag auf dem bürgerschaftlichen Engagement, das durch das Landesstrukturprogramm gezielt gestärkt wird – etwa im Bioenergiedorf Lieberhausen, bei der Genuss-Werkstatt oder beim Dorfservice Oberberg, die eindrucksvoll zeigen, wie das „Gute Leben“ im Bergischen RheinLand aktiv mitgestaltet wird.
Die positive und nachhaltige Wirkung einer REGIONALE wurde nicht zuletzt auch anhand bereits realisierter Projekte der Regionale 2010, wie dem Schloss Homburg, der Umgestaltung der Ohler Wiesen in Wipperfürth und dem Konversionsprojekt Steinmüllergelände in Gummersbach, deutlich.
Der diesjährige Veranstaltungsort des regionalen Netzwerktreffens zeugt beispielhaft von der Relevanz und Strahlkraft erfolgreicher Projektumsetzung: Aus dem rund 18 Hektar großen Areal im Zentrum von Gummersbach ist ein lebendiges Innenstadtquartier mit neuen Jobs und hoher Lebensqualität geworden. Die ehemalige Industriebrache ist Schritt für Schritt durch strategische Planung, kluge Förderung und mutige Entscheidungen der Politik sowie erheblichen privaten Investitionen zu einem neuen Impulsgeber für Wirtschaft, Wissenschaft, Freizeit und Dienstleistungen weit über die Stadt und den Kreis hinaus geworden, wie auch der Bürgermeister von Gummersbach, Frank Helmenstein, in seiner Begrüßung betonte. Er hob zudem hervor, welche Kraft durch eine initiale Förderung und gute Konzeptarbeit entstehe.
Neben dem großen Einkaufszentrum befinden sich dort heute unter anderem der Campus Gummersbach der Technischen Hochschule Köln, der weltweit agierende IT- und Ingenieursdienstleister FERCHAU, das REGIONALE 2025-Projekt Innovation Hub Bergisches RheinLand, welches als Netzwerkknoten und Innovationstreiber an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft agiert und die Veranstaltungsstätte Halle 32. Zudem befindet sich mit der Schwalbe-Arena auch die Heimspielstätte des regional bedeutsamen Handballbundesligisten VfL Gummersbach vor Ort.
Jochen Hagt, Landrat des Oberbergischen Kreises und Vorsitzender des Lenkungsausschusses der REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand machte deutlich, welch immense Bedeutung die vorbildhaften Projekte der REGIONALE und in anderen Teilen der Region Köln/Bonn haben, die Jahr für Jahr im Rahmen des „Langen Tages der Region“ ins „Schaufenster“ gestellt werden. Dies sei vor allem durch die nachhaltige Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und das Engagement der regionalen Akteur*innen möglich, von der Politik über die Verwaltung bis hin zur Bürgerschaft. Außerdem spiele auch die enge Kooperation über die Kreisgrenzen hinaus eine tragende Rolle. Es sei klar, dass diese Kooperationen auch über die Laufzeit des Landesstrukturprogramms hinaus Bestand haben werden. Die gemeinsame Arbeit im Region Köln/Bonn e.V. stelle dies sicher.
Die positiven Effekte, die aus der Verbindung von kluger Förderung, Zusammenhalt und Engagement entstehen, stellte vor Ort auch Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien in Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei, heraus:
„Was mir an der REGIONALE als Strukturprogramm besonders gefällt: Die REGIONALE ist kein staatlich verordnetes „top-down“-Programm für eine Region – sie ist ein Programm von und mit einer Region. Sie lebt von Beteiligung, von lokalem Wissen, von engagierten Kommunen, von kreativen Macherinnen und Machern und nicht zuletzt von Bürgerinnen und Bürgern, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.“ Dies sei keine Selbstverständlichkeit, aber eben das eigentliche Erfolgsrezept. Zudem zeige die gesamte Region Köln/Bonn in einer Zeit, in der Polarisierung und Fliehkräfte zunähmen, was möglich sei, wenn man zusammenarbeite – „über Kreisgrenzen, Wahlperioden und Parteigrenzen hinweg“.
Dass die regionale Kooperationsarbeit der vergangenen Jahre auch in Zukunft fortgeführt wird, verdeutlichte auch der satzungsgemäße Wechsel des Vorstandsvorsitzes beim Region Köln/Bonn e.V. Nach zwei erfolgreichen Jahren übergab Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker im Rahmen des Empfangs den symbolischen Staffelstab an Sebastian Schuster, Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, der dem Verein in den kommenden zwei Jahren vorstehen wird.
Im Anschluss an den Empfang bot sich den Gästen bei weiterhin bestem Wetter die Gelegenheit, sich im Stadtgarten des Steinmüllergeländes weiter zur Zukunft der Region auszutauschen.
38 Projekte aus unterschiedlichsten Themenfeldern sind bereits in der Umsetzung, rund 100 Millionen Euro an Fördergeldern erfolgreich in die Region geholt. Mit dieser positiven Zwischenbilanz startet die Region Südwestfalen in das Präsentationsjahr des NRW-Strukturprogramms REGIONALE 2025. In diesem Jahr zeigt die Region Südwestfalen, welche innovativen Lösungen sie für die Zukunft der Region entwickelt hat. Offizieller Startschuss war nun die Auftaktveranstaltung im Sauerland-Museum Arnsberg. Eingeladen hatte die Südwestfalen Agentur GmbH als Organisatorin der REGIONALE 2025. Unter den rund 300 Teilnehmenden waren viele Projektverantwortliche sowie Gäste aus Politik, Wirtschaft, Bildungslandschaft – und als besonderer Gast: NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst.
„Die REGIONALE 2025 in Südwestfalen steht beispielhaft für eine moderne Strukturpolitik, die Innovation, Nachhaltigkeit und regionale Identität erfolgreich miteinander verbindet“, sagte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst im Rahmen der Auftaktveranstaltung. „In einer der industriestärksten Regionen Nordrhein-Westfalens ist es gelungen, mehr als 100 Projektideen zu entwickeln und zahlreiche davon bereits in die Umsetzung zu bringen. Damit zeigt Südwestfalen eindrucksvoll, wie Digitalisierung, kluge Standortentwicklung und ein starkes Miteinander vor Ort zu echten Zukunftsperspektiven führen und wie Menschen aus Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gemeinsam etwas bewegen können. Als Landesregierung unterstützen wir dieses Engagement mit voller Überzeugung – weil hier starke Impulse für eine nachhaltige Entwicklung in der Region gesetzt werden und gemeinschaftlich aktiv an der Zukunft gearbeitet wird.“
Das Präsentationsjahr der REGIONALE 2025 steht unter dem Leitspruch „Roots & Visions – starke Wurzeln, klare Visionen“. Passend dazu konnten die Teilnehmenden vor Ort durch einen „Wald der Projekte“ schlendern und sich mit den Verantwortlichen der Vorhaben austauschen – oder mit dem Smartphone eine virtuelle Südwestfalenkarte aufrufen, um mehr zu den Projekten der REGIONALE 2025 und dem Modellvorhaben „Smart Cities: 5 für Südwestfalen“ zu erfahren. Die Augmented-Reality-Karte wird in den kommenden Monaten weiter befüllt, die Bäume aus dem Projektwald sollen im Laufe des Präsentationsjahres eingepflanzt werden.
„Die Vorhaben der REGIONALE 2025 sind viele einzelne Puzzlesteine, die in Summe die Region Südwestfalen stärken“, erklärten Hubertus Winterberg und Dr. Stephanie Arens von der Südwestfalen Agentur GmbH, die das Publikum bei der Auftaktveranstaltung auf eine „Entdeckertour“ mitnahmen und einige Projekte mit Kurzvideos näher vorstellten. Die Bandbreite reicht von Stadtentwicklungsprojekten über neue Naturerlebnisse und Kulturvorhaben, digitale Bildungsprojekte bis hin zu Vorhaben, die den Wirtschaftsstandort stärken.
Südwestfalen fit für die Digitalisierung machen
In einer Gesprächsrunde mit Regierungspräsident Heinrich Böckelühr wurden zwei Projekte der REGIONALE 2025 näher vorgestellt, die den Menschen in der Region digitales Wissen vermitteln sollen. In Soest entsteht mit dem Digitalen Lern- und Arbeitszentrum (DiLAS) ein Ort, an dem Wirtschaft und Bürger:innen zusammenkommen, sich austauschen und mit dem Thema Digitalisierung auseinandersetzen können. Andreas Kurth von der Digitalium Wittgenstein gGmbH zeigte auf, wie sich in Wittgenstein in zwei Projekten Kommunen sowie die größten Unternehmen vor Ort mit Banken, Vereinen und Kirchen gemeinsam auf den Weg machen. Auch hier geht es darum, Menschen fit für die Digitalisierung zu machen – in einem Schulungszentrum, aber auch „unterwegs“ in einem zum Digitallabor umgebauten Linienbus.
Südwestfalen steht für starke Kooperation
Wie nachhaltig die Zusammenarbeit zwischen verschiedensten Akteuren in Südwestfalen gelebt wird und wie die REGIONALE 2025 diesen Zusamennhalt noch einmal gefördert hat, wurde an mehreren Stellen der Auftaktveranstaltung deutlich. So betonte auch Dr. Karl Schneider, Landrat des Hochsauerlandkreises und derzeit Vorsitzender des REGIONALE-Ausschusses in seiner Ansprache diese Stärke der Region: „Unser Miteinander und unsere Kooperation verdanken wir einer gemeinsamen Sache: Wir schätzen unsere Region, sind hier tief verwurzelt und setzen uns gerne für sie ein.“
Das bietet das Präsentationsjahr der REGIONALE 2025
Die Auftaktveranstaltung ist der Start in ein Jahr voller Veranstaltungen und Aktionen – von Mitte 2025 bis September 2026. Geplant sind analoge und digitale Formate wie Informationsveranstaltungen, Fachtagungen, Workshops und Exkursionen. Sie richten sich an Menschen in der Region sowie an Politik, Wirtschaft und Kommunen. Ein besonderes Angebot für die Bürger:innen in Südwestfalen: Sie können selbst als REGIONALE-Gastgeber:innen aktiv werden und individuelle Touren zu Projekten organisieren. Und auch außerhalb der Region zeigt sich Südwestfalen – etwa bei Sommerfesten der NRW-Landesvertretung in Brüssel und Berlin oder auf Fachmessen wie der Smart Country Convention und der Polis Convention. Noch im Juni startet der Podcast „Roots & Visions – Der Podcast zur Zukunft der Region Südwestfalen“.
Mehr Informationen rund um das Präsentationsjahr und die geplanten Veranstaltungen und Formate gibt es unter: www.regionale-suedwestfalen.com/praesentationsjahr
Die REGIONALE 2025 ist ein Strukturprogramm des Landes NRW. Sie wird aus Mitteln der Städtebauförderung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.
Mit der Ausrichtung der diesjährigen IDRF-Mitgliedertagung war der Flughafen Mönchengladbach (MGL) erneut Gastgeber einer bedeutenden Fachveranstaltung der Luftverkehrsbranche. Am 13. und 14. Mai 2025 fand die Mitgliedertagung der Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze (IDRF) im Hugo Junkers Hangar statt. Erstmals fand die Veranstaltung gemeinsam mit dem Deutschen Hubschrauber Verband (DHV) statt, der parallel tagte. Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung stand der gemeinsame Austausch über aktuelle Herausforderungen im Luftverkehr und neue Perspektiven in der Luftmobilität.
Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter regionaler Flughäfen in Deutschland nutzten die Tagung, um sich über operative, infrastrukturelle und regulatorische Themen auszutauschen. Auch die Rolle der Flughäfen im Kontext von Klimaschutz, Digitalisierung und innovativer Mobilität wurde intensiv diskutiert.
„Regionale Flughäfen sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Luftverkehrssystems in Deutschland. Sie sichern Erreichbarkeit, schaffen Arbeitsplätze und sind zunehmend auch Innovationsorte für neue Mobilitätslösungen. Die IDRF bietet eine wichtige Plattform, um diese Rolle gemeinsam weiterzuentwickeln.“, so Andreas Ungar, Geschäftsführer des Flughafens Mönchengladbach.
Mit dem Hugo Junkers Hangar verfügt der MGL über eine außergewöhnliche Event Location, die sich zunehmend als beliebter Austragungsort für Fachtagungen und Netzwerktreffenetabliert. „Dass wir die IDRF-Tagung gemeinsam mit dem DHV am Standort ausrichten konnten, unterstreicht die wachsende Bedeutung des Flughafens als Ort für Austausch, Fortschritt und Zukunftsthemen der Luftfahrt“, so Dr. Ulrich Schückhaus, ebenfalls Geschäftsführer des Flughafens Mönchengladbach.
Pressekontakt:
Sevde Katran
Telefon +49 (0) 2161 6898-91
E-Mail: sevde.katran@mgl.de
Extreme Wetterereignisse, Wasserknappheit und steigende Temperaturen erfordern weltweite Anpassungsstrategien. Bei der bundesweit ersten Resilience Expo werden am Montag, 23. Juni 2025, im Zeughaus Neuss erstmalig innovative Lösungen und Geschäftsmodelle ausgestellt, die die Folgen des Klimawandels abmildern. Unternehmen und Investoren erhalten die Möglichkeit, zukunftsweisende Entwicklungen zu präsentieren, neue Märkte zu erschließen und sich zu vernetzen. Die Resilience Expo versammelt Unternehmen, Wissenschaft, Interessenverbänden sowie Fachverwaltungen und Politik – aus dem Rheinischen Revier, aus Nordrhein-Westfalen, bundesweit und international. Ziel ist es, gemeinsam eine langfristige grenzüberschreitende Vernetzungsplattform für die Klimaanpassungswirtschaft zu etablieren.
Umweltminister Oliver Krischer unterstreicht die Bedeutung der neuen Resilience Expo: „Mit der Resilience Expo setzen wir in Nordrhein-Westfalen ein starkes Zeichen für die klimagerechte Transformation. Die Expo vereint Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in einem vielseitigen Format und macht deutlich, welche Chancen in resilienten Technologien und nachhaltigen Geschäftsmodellen stecken. Damit schaffen wir eine Plattform, die die Kräfte bündelt, das wachsende Angebot an wirksamen Lösungen präsentiert – und Nordrhein-Westfalen als Modellregion für eine resiliente Transformation international sichtbar macht.“
Die Resilience Expo verknüpft regionale Innovationen aus Nordrhein-Westfalen mit internationalen Entwicklungen. Bestehende Initiativen sollen gebündelt, Synergien genutzt und der internationale Austausch gestärkt werden.
Neben der klassischen Ausstellung bietet die Resilience Expo mit Workshops und Diskussionsformaten vielfältige Möglichkeiten zur Vernetzung. Ziel ist es, Konzepte und Produkte nicht nur zu präsentieren, sondern aktiv zu diskutieren und so langfristig weiterzuentwickeln.
Die Expo wird in den kommenden drei Jahren vom Bund und vom Land Nordrhein-Westfalen finanziert. Als internationale Ausstellung stärkt sie den Standort Nordrhein-Westfalen und trägt zum wirtschaftlichen und strukturellen Wandel des Rheinischen Reviers bei.
Um den Einstieg so attraktiv wie möglich zu gestalten, ist die Teilnahme für Unternehmen und weitere Interessierte aus Forschung, Interessenverbänden, Verwaltung oder Politik kostenfrei. Insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen soll so der Zugang erleichtert werden, um ihre Ideen zu präsentieren und Kontakte zu knüpfen.
Unternehmen, die sich an dieser oder der nächsten Resilience Expo beteiligen möchten, können fortlaufend ihr Interesse unter exhibit@resilience-expo.com bekunden. Weitere Informationen zur Resilience Expo sowie zur Anmeldung zur Veranstaltung und zum Newsletter finden Sie unter www.resilience-expo.com.
Hintergrund
Die Resilience Expo ist ein Ankerprojekt der Landesregierung im Rahmen des Strukturwandels im Rheinischen Revier. Bund und Land unterstützen die nachhaltige Transformation des Rheinischen Reviers im Zuge des Kohleausstiegs mit mehr als 14,8 Milliarden Euro. Das Land flankiert die Förderung aus Bundesmitteln mit eigenen Haushaltsmitteln. Bislang sind 317 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 2,2 Milliarden Euro bewilligt.
Das Bewerbungsverfahren für den landschaftsplanerischen Wettbewerb zur Landesgartenschau Kleve 2029 hat begonnen! Seit 6. Mai ist der Bewerbungsaufruf zur Teilnahme an dem europaweiten Wettbewerb öffentlich. Landschaftsarchitekten aus ganz Europa können ihre individuellen Entwürfe, kreativen Ideen und Lösungsvorschläge für die Parkanlagen zur Landesgartenschau 2029 bis zum 14. August einreichen.
„Mit der Auslobung des Wettbewerbs haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht. Im Fokus stehen die Planung und der Bau der Daueranlagen, also den Arealen der Landesgartenschau, die Kleve auch nach Veranstaltungsende bereichern. Damit startet eine sehr spannende Phase.“ betonte Bürgermeister Wolfgang Gebing.
Das Wettbewerbsgebiet umfasst entlang der die Stadt durchfließenden Wasserachse den westlichen Hangbereich am Kermisdahl mit dem Prinz-Moritz-Park. Auf dem östlichen Ufer wird der siedlungsnahe Übergangsbereich in die Galleien als öffentlicher Grünraum qualifiziert; nach Süden soll ein abgestufter Übergang zur freien Landschaft mit dem naturnahen Uferbereichen des Kermisdahl entwickelt werden. Es gilt, die vorhandenen grünen Räume zu verbinden, zu erweitern und zu optimieren. Zudem soll das Wasser als zentrales Element erlebbar und sichtbar werden. Neben der Gestaltung der dauerhaften Parkanlagen sind weiterhin die Verortung und Vorbereitung von Ausstellungsbeiträgen zu bearbeiten. Der Wettbewerb wird als offener, einstufiger freiraumplanerischer Ideen- und Realisierungswettbewerb ausgelobt.
Klaus Keysers, Geschäftsführer der gGmbH: „Die bisherigen Ideen und Konzepte werden nun im Rahmen des Wettbewerbs ausgearbeitet und konkretisiert. Wir freuen uns auf die Teilnahme zahlreicher Architekturbüros und deren vielfältige Gestaltungsideen für unsere Landesgartenschau.“
Die Wettbewerbsbeiträge werden am 11. September im Klever Kolpinghaus durch ein Preisgericht beurteilt. Diesem gehören als Fachpreisrichter sechs renommierte Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten an. Als Sachpreisrichter ergänzen Wolfgang Gebing (Bürgermeister der Stadt Kleve), Heinrich Sperling (Laga Kleve 2029 gGmbH), Andrea Schwiete für die CDU-Fraktion, Petra Tekath für die SPD-Fraktion und Wiltrud Schnütgen für das Bündnis 90/Die Grünen das Juryteam.
Anschließend werden alle Einreichungen und damit auch der Gewinnerentwurf der interessierten Öffentlichkeit und der Presse vorgestellt und mindestens 10 Tage lang öffentlich ausgestellt. Der Ort und Zeitpunkt der Eröffnung der Ausstellung werden rechtzeitig bekannt gegeben.
Hintergrund: Die Stadt Kleve ist im Jahr 2029 Präsentationsort für die zwanzigste nordrhein-westfälische Landesgartenschau. Entlang des Kermisdahl, einem ehemaligen Seitenarm des Rheins, sollen auf zwei Teilflächen in einer Größe von rund 23 Hektar öffentliche Grünflächen, aber auch extensive landschaftliche Erholungsräume als Daueranlage entwickelt werden. Parallel dazu und im Nachgang zum Wettbewerb werden unter dem Motto „Stadt | Land | Wasser“ unter Mitwirkung weiterer Akteure (Hochschule, Bürgerschaft, Vereine, Verbände) Räume und Orte für das Ereignis Gartenschau hergerichtet und bespielt.