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Foto: HSRW_Anja Peters
NRW-Innenminister Herbert Reul mit den Lehrenden des Studiengangs Verwaltungsinformatik – E-Government, B.Sc. und Hochschulpräsident Prof. Dr. Oliver Locker-Grütjen und Dekan der Fakultät Kommunikation und Umwelt Prof. Dr. Klaus Hegemann v.l.n.r.: Prof. Dr. Matteo Große-Kampmann, Christoph Borbe, Prof. Dr. Matthias Reintjes, NRW-Innenminister Herbert Reul, Hochschulpräsident Prof. Dr. Oliver Locker-Grütjen, Prof. Dr. Tobias Siebenlist und Dekan Prof. Dr. Klaus Hegemann

NRW-Innenminister Herbert Reul diskutiert mit Studierenden der Hochschule Rhein-Waal über Cybersecurity und Cybercrime

NRW-Innenminister Herbert Reul besuchte am 15.01.2026 die Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort, wo er zum Thema Cybersecurity und Cybercrime referierte. In dem randvoll gefüllten Hörsaal hielt der Minister auf Einladung von Prof. Dr. Matthias Reintjes, Professor für Verwaltungswissenschaft und digitale Transformation, vor rund 100 Studierenden des Studiengangs Verwaltungsinformatik – E-Government, B.Sc., einen Gastvortrag und stellte sich anschließend den zahlreichen Fragen der Studierenden.

 In seinem Vortrag an der Fakultät Kommunikation und Umwelt der Hochschule Rhein-Waal beleuchtete Reul die zunehmende Bedeutung von Cybersicherheit für staatliches Handeln und ging dabei insbesondere auf die veränderten Rahmenbedingungen für Polizei- und Strafverfolgungsbehörden ein. Die fortschreitende Digitalisierung staatlicher Prozesse, die wachsende Vernetzung kritischer Infrastrukturen sowie die zunehmende Professionalisierung von Cyberkriminellen stellten den Staat vor neue, komplexe Aufgaben.

„Die Digitalisierung hat zwar viele positive Aspekte, führt aber natürlich auch dazu, dass die bösen Jungs und Mädels ihre kriminellen Aktivitäten zunehmend in das Internet verlagern. Darauf muss man natürlich reagieren. Deswegen haben wir Polizisten auf der Straße und bilden seit einiger Zeit in Nordrhein-Westfalen auch Cybercops aus“, so Reul. Zugleich betonte der Innenminister, dass die Auswirkungen digitaler Bedrohungen weit über den Bereich der inneren Sicherheit hinausgingen, sie bedrohen ebenso die Wirtschaft und die offene Gesellschaft insgesamt.

Ein zentrales Anliegen des Vortrags war die Notwendigkeit, technologische, organisatorische und rechtliche Kompetenzen stärker zusammenzudenken. Gerade an der Schnittstelle von Verwaltung, IT und Recht komme zukünftigen Fachkräften eine besondere Verantwortung zu. Der Staat sei auf gut ausgebildete Spezialisten, wie die Verwaltungsinformatikerinnen und Verwaltungsinformatiker der Hochschule Rhein-Waal angewiesen.

Im Anschluss an den Vortrag stellte sich Herbert Reul rund 45 Minuten lang den Fragen und Diskussionsbeiträgen der Studierenden. In einer lebhaften Debatte wurden zahlreiche Themen angesprochen, darunter die Rolle des Staates bei der Abwehr hybrider Bedrohungen, der Einsatz neuer Technologien in der Polizeiarbeit, Fragen des Datenschutzes sowie die Balance zwischen Sicherheit und Freiheitsrechten. Die intensive Fragerunde verdeutlichte das hohe Interesse der Studierenden an sicherheits- und digitalpolitischen Fragestellungen und bot zugleich Raum für einen direkten Austausch zwischen Politik und akademischem Nachwuchs.

Der Präsident der Hochschule, Prof. Dr. Oliver Locker-Grütjen, dankte dem Innenminister für die Gelegenheit zur Begegnung und zum Austausch. Der Besuch leiste einen wichtigen Beitrag zur Verbindung von Wissenschaft, Praxis und politischer Entscheidungsfindung. Gleichzeitig stärke ein Austausch zwischen politischen Entscheidungsträgern und Studierenden die gesellschaftliche Relevanz der Hochschullehre.

Bei dem Studiengang Verwaltungsinformatik – E-Government, B.Sc., handelt es sich um ein duales Studium im Blockmodell. E-Government bedeutet, innovative IT-Lösungen für die Verwaltung und die Wirtschaft zu entwickeln. Studierende erwerben neben informations- und kommunikationstechnischem Fachwissen auch soziale, kommunikative und organisatorische Kompetenzen. Sie lernen die besonderen Anforderungen der Verwaltung kennen, erwerben das nötige Know-how, um betriebswirtschaftlich angemessene Lösungen zu finden und sind mit dem rechtlichen Rahmen, in dem sie arbeiten werden, vertraut. Das interdisziplinär angelegte Studium bildet Experten und Expertinnen aus, denen nahezu alle Branchen offenstehen. Es befähigt die Absolvent*innen zur Anwendung neuer Technologien in Kommunen, auf Landes- und Bundesebene, bei europäischen Institutionen sowie in der Wirtschaft.

 

Hochschule Rhein-Waal

Die Hochschule Rhein-Waal wurde 2009 gegründet und steht mit ihrem Konzept für eine innovative, interdisziplinäre und internationale Ausbildung junger Menschen. An den Standorten Kleve und Kamp-Lintfort bietet die Hochschule insgesamt 25 Bachelor- und elf Master-Studiengänge an vier Fakultäten – „Technologie und Bionik“, „Life Sciences“, „Gesellschaft und Ökonomie“ und „Kommunikation und Umwelt“ – an. Die Studieninhalte an der Hochschule Rhein-Waal sind wissenschaftlich, anwendungsorientiert und international ausgerichtet. Sie zeichnen sich durch eine hohe Qualität und Praxisnähe in Lehre und Forschung aus. Etwa 75 Prozent der Studiengänge werden in englischer Sprache gelehrt und inzwischen lernen knapp 6.250 Studierende aus mehr als 120 Nationen gemeinsam in einem Umfeld, das viele gezielt wegen der kulturellen Vielfalt und Internationalität gewählt haben. Dadurch werden den Studierenden ein interkultureller Austausch sowie eine optimale Vorbereitung auf den nationalen und internationalen Arbeitsmarkt eröffnet.

 

Pressekontakt Hochschule Rhein-Waal
Dr. Petra Radtke
Leitung der Stabsstelle des Präsidiums
Hochschule Rhein-Waal

Campus Kleve
Marie-Curie-Straße 1
D-47533 Kleve

Tel.: +49 (0) 2821 806 73-326
E-Mail: presse@hochschule-rhein-waal.de
Internet: www.hochschule-rhein-waal.de

 

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