Auszeichnung für Projekte aus Werl, Schalksmühle, Bad Berleburg, Attendorn und Warstein – Förderperspektive für weitere Wirtschaftsprojekte folgt
Die REGIONALE 2025 steuert auf ihr letztes Jahr zu – die Auszeichnung von Projekten geht indes unentwegt weiter, damit möglichst viele Projekte noch umgesetzt und gefördert werden können. In der jüngsten Sitzung hat der REGIONALE-Ausschuss fünf weitere Vorhaben mit dem dritten Stern ausgezeichnet. Für diese Projekte fließen in Summe 14,7 Millionen Euro aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der EU in die Region.
Unter den neu ausgezeichneten Projekten ist ein Mobilitätsvorhaben aus Werl, aber auch ein Naturprojekt an der Bigge, die Umwandlung einer Kirche zum Kulturort in Schalksmühle, ein neues Quartier in Warstein und ein Wirtschaftsprojekt aus Bad Berleburg. Sie alle stehen für unterschiedliche Facetten des REGIONALE-Leitmotivs, die Region digital – nachhaltig – und authentisch, also zu den Herausforderungen Südwestfalens passend, weiterzuentwickeln.
3. Stern: „8Giebel“ (Schalksmühle / Südwestfalen)
In der REGIONALE 2025 sind derzeit 35 Projekte unterwegs, die bereits umgesetzt werden oder alsbald starten. Und es kommen noch weitere hinzu. Natur- und Mobilitätsprojekte zählen genauso dazu wie Kultur-, Stadtentwicklungs- und Bildungsprojekte. Die Gastgeber:innen-Touren können beispielsweise in Form von Spaziergängen, Radtouren o.ä., organisiert werden. Alle Gastgeber:innen erhalten eine attraktive Starter-Ausrüstung, die ihnen hilft, ihre Tour gut ausgestattet mit passenden Materialien und Tourinspirationen zu einem persönlichen Highlight werden zu lassen. Zudem ist für sie am 23. Mai noch eine exklusive Veranstaltung geplant.
Förderung: Das Projekt wird unter anderem durch Städtebaufördermittel des Landes NRW bis 2028 voraussichtlich mit einem Gesamtvolumen von etwa 9,8 Millionen Euro gefördert, von denen die ersten 2,7 Millionen Euro bereits geflossen sind. Hinzu kommen rund 725.000 Euro aus dem Förderprogramm „Dritte Orte in NRW“.
3. Stern: „waester wohnen warstein“ (Warstein / Südwestfalen)
Mit dem Projekt „www – waester wohnen warstein“ entsteht im Herzen der Warsteiner Innenstadt ein zukunftsweisendes Wohnquartier. Neben barrierefreien Wohnungen für unterschiedliche Generationen entstehen auch ein Gemeinschaftsbereich und ein Wästergarten an der renaturierten Wäster. Die Stadt arbeitet für das nachhaltig gebaute Quartier eng mit einem lokalen Investor zusammen.
Förderung: Die Gesamtkosten des neuen Wohnquartiers belaufen sich auf 5,38 Millionen Euro. Rund 4,46 Millionen Euro stammen aus Mitteln des privaten Investors und Bauunternehmers für das Mehrgenerationenwohnen, für das zukünftig zusätzlich Wohnraumförderung in Anspruch genommen werden soll. Die Stadt steuert 277.000 Euro bei. Für die Herstellung des Quartiertreffs, die Freiraumgestaltung Wästergarten und das Quartiersmanagement fließen in der REGIONALE 2025 voraussichtlich 643.000 Euro aus der NRW-Städtebauförderung.
3. Stern: „Nachhaltige städtische Mobilität für die Wallfahrtsstadt Werl“ (Werl / Südwestfalen)
Erst Kurpark und Sportpark, dann Fußgängerzone – und bald Mobilität. Die Wallfahrtsstadt Werl arbeitet daran, die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt weiter zu erhöhen. Das Projekt „Nachhaltige städtische Mobilität für die Wallfahrtsstadt Werl“ wurde vom zuständigen Ausschuss der REGIONALE 2025 auf Anhieb mit dem dritten Stern ausgezeichnet. Die Stadt plant, ein digitales Verkehrsleitsystem einzuführen, um Fahrzeuge gezielt zu freien Parkflächen zu lotsen. Gleichzeitig soll der Innenstadtbereich entlastet und für alle Verkehrsteilnehmenden sicherer werden. Das Projekt steht damit auch beispielhaft für das Handlungsfeld „Lebendige Ortsmitten“ der Mobilitätsstrategie für Südwestfalen.
Förderung: Das Projekt „Nachhaltige Städtische Mobilität für die Wallfahrtsstadt Werl“ erhält eine Förderung von voraussichtlich rund 1,39 Millionen Euro über den Aufruf „Nachhaltige Städtische Mobilität für alle“ aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Nordrhein-Westfalen.
3. Stern: „COPP – Co-Pilot in der Produktion: Mensch-Technik-Kollaboration in der automatisierten Fertigung“ (Bad Berleburg / Südwestfalen)
In den Produktionsbetrieben in Südwestfalen werden die Prozesse zunehmend digitaler und automatisierter – und dadurch technisch auch komplexer. Für das Bedienpersonal sind dies besondere Herausforderungen. Sie haben mit vielen verschiedenen Datenquellen zu tun und brauchen oft Verständnis für IT-Prozesse. Die BIKAR METALLE GmbH aus Bad Berleburg-Raumland, Spezialist für den Zuschnitt von Aluminium und Nichteisenmetallen, und verschiedene Partner wollen daran arbeiten, mit Künstlicher Intelligenz ein Assistenzsystem aufzubauen. Es soll einerseits die Mitarbeitenden unterstützen und andererseits helfen, Fehler zu minimieren und Unternehmen noch wettbewerbsfähiger zu machen.
Förderung: Das Projekt „COPP – Co-Pilot in der Produktion: Mensch-Technik-Kollaboration in der automatisierten Fertigung“ der REGIONALE 2025 wird mit 2,16 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Nordrhein-Westfalen über den Aufruf „NEXT.IN.NRW“ gefördert.
3. Stern: Biggesee real und digital erleben (Attendorn / Südwestfalen)
Mit dem Projekt „Biggesee digital und real erleben“ setzt die Hansestadt Attendorn als Mitglied der Kooperation Sauerland-Seen ein Vorhaben um, das die Region touristisch, kulturell und technologisch miteinander verbindet. Ziel ist es, den Biggesee als zentralen Lebens-, Freizeit- und Erholungsraum weiterzuentwickeln und für Einheimische wie Gäste neu erlebbar zu machen. Das Vorhaben besteht aus zwei Bausteinen: einer digitalen Erlebniswelt, die mittels Augmented-Reality-Anwendungen Geschichte und Natur des Biggesees erlebbar macht, und einer Nordic-Walking-Arena, die in Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule Köln und dem Deutschen Skiverband entwickelt wurde.
Förderung: Das Projekt konnte sich im Förderaufruf „Erlebnis.NRW“ des Landes Nordrhein-Westfalen durchsetzen und wird mit bis zu 66.500 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie Landesmitteln des NRW-Wirtschaftsministeriums, des NRW-Umwelt- und des NRW-Kulturministeriums unterstützt.
48 Projekte in Summe bereits ausgezeichnet
Nach der jüngsten Sitzung können somit 48 Projekte umgesetzt werden – und weitere sind auf dem Weg. „Uns ist es mit den Projektverantwortlichen gelungen, bereits über 120 Millionen Euro Fördermittel in die Region zu holen – und vor allen Dingen, diese sinnvoll einzusetzen für Projekte, die unsere Region wirklich nach vorne bringen“, sagten Dr. Stephanie Arens und Hubertus Winterberg von der Südwestfalen Agentur GmbH, die den Prozess der REGIONALE 2025 in Südwestfalen steuert.
Neben den vorgenannten Projekten ging es im REGIONALE-Ausschuss und später auch im EFRE-Begutachtungsausschuss um weitere REGIONALE-Projekte – insbesondere aus dem Bereich Hochschule und Wirtschaft. Sie kommen für einen speziellen Fördertopf aus EU-Mitteln in Frage. Die Prüfung ist hierbei zeitintensiver. Eine Entscheidung zur voraussichtlichen Förderung erfolgt in Abstimmung mit den jeweils zuständigen Ministerien in den nächsten Wochen.
Einen Überblick über alle Projekte der REGIONALE 2025 finden Interessierte auf www.regionale-suedwestfalen.com.
Die REGIONALE 2025 ist ein Strukturprogramm des Landes NRW. Sie wird aus Mitteln der Städtebauförderung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.