Foto: Gunnar Bäldle
Oberbürgermeister Remscheid Burkhard Mast-Weisz, Matthias Laumann (Geschäftsführer, APTIV Services Deutschland), Prof. Dr.-Ing. Anton Kummert (Dekan, Bergische Universität), Stephan A. Vogelskamp (Geschäftsführer, Bergische Gesellschaft), Ulrich Jaeger (Geschäftsführer, WSW.mobil), Rainer Denkelmann (Aptiv), Prof. Dr.-Ing. Anke Kahl (Prorektorin, Bergische Universität), Wirtschaftsminister Prof. A. Pinkwart, Thomas Lämmer-Gamp (BSW), Dr. Christian Temath (Geschäftsführer KI.NRW), Oberbürgermeister Klingenstadt Solingen Tim-Oliver Kurzbach, Oberbürgermeister Wuppertal Prof. Dr. Uwe Schneidewind.

Bergisch.Smart_Mobility – Abschlussveranstaltung mit Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart

Am heutigen Nachmittag hat die Digitale Modellregion Bergisches Städtedreieck Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart die Ergebnisse des Projektes „bergisch.smart_mobility: Künstliche Intelligenz als Enabler der Mobilität von Morgen“ (www.bergischsmartmobility.de) vorgestellt. Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (MWIDE) hat dieses Projekt im Zeitraum 1. Juli 2019 bis 31. März 2022 mit insgesamt 13 Millionen Euro bei einem Gesamtprojektvolumen von rund 24 Millionen Euro gefördert.

Das Projekt ist bereits im letzten Jahr als KI-Leuchtturmprojekt des Landes Nordrhein-Westfalen durch KI.NRW und MWIDE ausgezeichnet worden.

Wirtschafts- und Innovationsminister Pinkwart freute sich über den großen Erfolg des Projektes: „Das Bergische Städtedreieck ist ein führender Standort für die Automobilzuliefererindustrie. Digitalisierung und die Entwicklung hin zu E-Mobilität führen aktuell zu einem starken Veränderungsdruck. Mit Bergisch.Smart_Mobility macht die Region einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit: Sie baut mit Unterstützung der Landesregierung ihre Standortvorteile weiter aus und trägt damit zur Sicherung von mehr als 10.000 qualifizierten Arbeitsplätzen der gesamten Branche im Städtedreieck bei. Mich freut besonders, dass durch das Zusammenwirken von Industrie und Forschung Innovationen entstanden sind und rund 70 Patente angemeldet wurden. Gemeinsam mit den Projektpartnern ist die Region bestens aufgestellt für die Zukunft.“

Beteiligt am Vorhaben waren die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, das Tech-Unternehmen APTIV Services Deutschland GmbH, die Bergische Universität
Wuppertal, die WSW mobil GmbH, die Neue Effizienz GmbH sowie die drei Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal. Koordiniert wurde das Gesamtvorhaben durch die Geschäftsstelle des Projektes bei der Bergischen Gesellschaft.

„Das regionale Großprojekt“, so Stephan A. Vogelskamp, Geschäftsführer der Bergischen Gesellschaft, „ist ein zentraler Baustein in der regionalen Entwicklungsstrategie des Bergischen Städtedreiecks, um die Gleichzeitigkeit der Herausforderung von Strukturwandel in der Automobilindustrie und zunehmender Nutzung von Künstlicher Intelligenz in der Smart City von Morgen als Chance für die Region wahrzunehmen.“

Neben der Entwicklung eines vollkommenen neuen Aufbaus der Bordelektronik und Bordelektrik in Fahrzeugen wurden mit Blick auf eine effiziente und umweltfreundlichere Verkehrssteuerung neue Sensortechnologien und neue Methoden der Datenauswertung durch Künstliche Intelligenz entwickelt. Dies geschah in einem engen Zusammenwirken von Automobilzulieferern, der Bergischen Universität Wuppertal und den für die Themen Verkehr und Geodaten zuständigen Fachabteilungen der Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal. Auch wurde durch die Wuppertaler Stadtwerke mit dem KI-gesteuerten On-Demand-Service ein innovatives Angebot im ÖPNV etabliert. Mehr als 50.000 Nutzer/innen haben dieses Angebot seit seiner Einführung Ende 2020 bereits in Anspruch genommen.

Das Projekt hat einen wichtigen Effekt für den Aufbau von zukunftssicheren Arbeitsplätzen gehabt: So konnten 104 bestehende Arbeitsplätze gesichert und 62 neue geschaffen werden. Auch hat das Vorhaben die wissenschaftliche Exzellenz der Bergischen Universität Wuppertal unterstrichen: 27 Bachelor- und Masterarbeiten und mehr als zehn Promotionsvorhaben wurden im Projekt realisiert. Aus dem engen Zusammenwirken von Industrie und Forschung sind mehr als 70 Patente entstanden.

„Bergisch.Smart_Mobility hat eindrucksvoll gezeigt“, so Vogelskamp weiter, „welch bedeutende Beiträge aus dem Bergische Städtedreieck für die Innovationsfähigkeit des Landes NRW geleistet werden können.“

Das Projektvorhaben wurde in weiten Teilen von Mitgliedern von automotiveland.nrw e. V. inhaltlich getragen. In der Clusterinitiative haben sich führende Automobilzulieferer und Tech-Unternehmen sowie die Bergische Universität Wuppertal zusammengeschlossen, um vor dem Hintergrund des tiefgreifenden Wandels der Automotive- und Mobilitätswirtschaft durch Projekte und Initiativen wie Bergisch.Smart_Mobility neue Produkte und Dienstleistungen zu schaffen, die den Standort Nordrhein-Westfalen im globalen Wettbewerb nachhaltig sichern.

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