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Bei typisch bergischem Wetter – es regnete mitunter heftig – fand am 28. Oktober 2025 der REGIONALE-Kongress „Alles Ressource! Ressourcenlandschaft im Bergischen RheinLand“ am Innovationsstandort :metabolon auf der ehemaligen Deponie Leppe in Lindlar statt. Über 300 Besucher*innen Teilnehmer*innen aus Wasser-, Energie-, Land- und Forstwirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik erlebten ein vielfältiges Programm mit Fachvorträgen, Führungen über den Standort und Themenforen rund um die effiziente Nutzung der Ressourcen im Bergischen RheinLand. Als prominente Gäste waren Diplom-Meteorologe Karsten Schwanke und der nordrhein-westfälische Umweltminister Oliver Krischer, der einen Förderbescheid für das REGIONALE-Projekt „:bergische rohstoffschmiede“ übergab, vor Ort.

In den Forschungshallen der TH Köln auf :metablon begrüßte zu Beginn der Veranstaltung Jochen Hagt, Landrat des Oberbergischen Kreises und Verbandsvorsteher des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes (BAV), die Gäste. Er unterstrich in seiner Rede die Bedeutung der heimischen Rohstoffe – Wasser, Stein, Holz und Land – und machte gleichzeitig deutlich, dass es für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Nutzung dieser Ressourcen innovative Projekte bedürfe.

Eines dieser innovativen Projekte ist der Veranstaltungsort des Kongresses: Als Leuchtturm-Projekt vermittelt :metabolon, wie sich eine regionale Kreislaufwirtschaft entwickeln kann. Mit dem REGIONALE-Vorhaben :bergische rohstoffschmiede, das aktuell auf :metabolon entsteht, wird der Forschungs- und Lernstandort :metabolon weiterentwickelt, unter anderem mit dem Bau eines multifunktionalen Gebäudes sowie einer Forschungshalle mit Anlagentechnik für die Schwerpunktthemen Kunst- und Baustoffe.

Förderbescheid für die :bergische rohstoffschmiede

Für den weiteren Ausbau der :bergischen rohstoffschmiede übergab Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, auf dem Kongress einen Förderbescheid an die Projektverantwortlichen des BAV und der TH Köln. In seinem Vortrag hob Krischer das große Innovationspotenzial des Bergischen RheinLands hervor. „Das Bergische RheinLand schlägt hier neue Wege für eine nachhaltige und zukunftsfähige

Regionalentwicklung ein“, sagte Krischer. „Mit starken Partnerschaften und konkreten Projekten zeigt die Region, wie sich Umwelt, Wirtschaft und gesellschaftliche Entwicklung verbinden lassen. Das ist ein Vorbild für ganz Nordrhein-Westfalen.“

Gleichzeitig betonte er, dass man die Grenzen des Planeten überreizt habe und die nötige Umstellung von einer linearen Wirtschaft zu einer Kreislaufwirtschaft noch viel Arbeit erfordere. Die Umsetzung hierfür müsse vor Ort erfolgen, so der Minister. Für ihn stelle das Bergische RheinLand die zentrale Frage unserer Zeit. Es gehe um einen Kulturwandel und ein Umdenken: Müll sei ein wertvoller Rohstoff, der wiederwendet und verwertet werden müsse. Die REGIONALE stoße mit ihren Projekten diesen Wandel an und zeige, wie man innerhalb der planetaren Grenzen lebt. Als Beispiele nannte der Minister neben der :bergischen rohstoffschmiede die REGIONALE-Projekte Bergische WasserkompetenzRegion :aqualon 2.0 und den Grünen Mobilhof in Bergisch Gladbach.

Plädoyer für kluges Ressourcenmanagement und eine neue Talsperre

Die Keynote des Kongresses hielt anschließend der Diplom-Meteorologe Karsten Schwanke. Unter dem Titel „Der Klimawandel – und die Herausforderungen für die Ressourcen im Bergischen RheinLand“ führte er dem Publikum anschaulich vor Augen, dass der Klimawandel sich stärker als erwartet beschleunigt und Wetterextreme in Zukunft immer häufiger auftreten werden. Laut Schwanke verfügt das Bergische RheinLand dank seiner Ausstattung mit natürlichen Ressourcen – insbesondere der Regenreichtum und der Wald – und seiner Topografie über wichtige Standortvorteile. Gleichzeitig sind die Auswirkungen des Klimawandels auch im rechtsrheinischen Teil der Region Köln/Bonn verstärkt spür- und messbar: So liegen die sommerlichen Höchsttemperaturen des Raumes heute im Schnitt rund fünf Grad höher als in den 1960er-Jahren, die Sonnenscheindauer hat im Frühjahr um fast ein

Drittel zugenommen. Insgesamt werden Frühjahre und Sommer sonniger und trockener, Winter milder und regenreicher, so Schwanke.

Im Vergleich zur Rheinschiene ist es im Bergischen RheinLand oft mindestens 1 bis 2 Grad kühler. Und die bewegte Topografie bietet die Möglichkeit für kleine und große Wasserspeicher. Sie stellen einerseits im Falle von Extremniederschlägen eine wichtige Rückhaltefunktion dar. Andererseits sind sie wichtig sowohl für die öffentliche Wasserversorgung als auch für Unternehmen. Schwanke stellte in diesem Zusammenhang den historischen Innovationsgeist der Unternehmen im Bergischen RheinLand heraus und plädierte für ein kluges Ressourcenmanagement und eine Anpassung beim Hochwasserschutz. Um den Neubau von Talsperren käme man künftig nicht herum, so der Meteorologe.

Kraft der Bürger*innen nicht unterschätzen

In der anschließenden Gesprächsrunde diskutierten verschiedene Expert*innen die Bedeutung der vielfältigen Ressourcenlandschaft im Bergischen RheinLand für die Menschen und Unternehmen vor Ort. Dabei sprachen Dr. Reimar Molitor, Geschäftsführer der REGIONALE 2025 Agentur, und Prof. Michael Narodoslawsky, Mitglied des REGIONALE-Fachbeirats, mit Dr. Uwe Moshage (Vorstand Aggerverband), Ingo Noppen (Vorstand Wupperverband) und Thorsten Reuter (Vorstand Loopeperle e.V.). über die Herausforderungen bei der zentralen Ressource im Bergischen RheinLand, dem Wasser. Moshage und Noppen betonten, dass aufgrund von längeren Trockenperioden und entsprechender Algenbildung der Aufbereitung des Trinkwassers eine immer größere Bedeutung zukommt, während sich Reuter für mehr private Grundwasserspeicher aussprach, etwa Zisternen oder Regentonnen in Gärten.

Beim Thema Land- und Waldwirtschaft adressierte Frank Herhaus, Dezernent beim Oberbergischen Kreis, die fehlenden Verarbeitungsmöglichkeiten insbesondere im Bereich von Fleisch. Das mache es schwierig, entsprechende Projekte wie beispielsweise das REGIONALE-Projekt Food Hub weiterzuentwickeln. Dr. Franz Staubinger von der Hatzfeld Wildenburg’schen Verwaltung kritisierte die Übernutzung des Waldes durch den Menschen. Er plädierte für mehr Kooperation und weniger Reglementation. Künftig müsse man mehr auf Mischwälder setzen und eine Revitalisierung des Baumbestandes anstreben – dazu gehörten laut Straubinger Baumarten, die auch mit extremeren Klimabedingungen zurechtkämen.

Im Gespräch zum Thema Energie unterstrich Christoph Schmidt, Vorstand der StadtWerke Rösrath AG, die Bedeutung von Ideen aus der Bürgerschaft, um die Energiewende voranzutreiben. Die Energiewende werde vor Ort gestaltet und vertrage auch mal unkonventionelle Vorschläge, um Ziele zu erreichen. Bernd Rosenbauer von der Energiegenossenschaft Lieberhausen bestätigte den Erfindungsreichtum der Menschen im Bergischen RheinLand: Man dürfe die Kraft der Bürgerschaft nicht unterschätzen, etwas zu bewegen. Es komme darauf an, die Leute „zu kitzeln“ und Möglichkeiten aufzuzeigen. Im anschließenden Gespräch mit Dr. Reimar Molitor sprach sich Elke Reichert, Präsidentin des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima in Nordrhein-Westfalen, für eine stärkere Sensibilisierung der Bürger*innen beim Thema Eigenvorsorge aus. Hier sieht sie Kreis und kommunen noch stärker in der Pflicht, „gemeinsame Sache“ zu machen. Insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien gebe es noch viel Potenzial, diese Ressource auszubauen. Weitere Impulse, wie Kreislaufwirtschaft von der Forschung in die Praxis gelingen kann, lieferte zum Abschluss des Vormittags eine Diskussionsrunde der :bergischen rohstoffschmiede mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Spannende Fachforen und Zukunftswerkstätten im Frühjahr 2026

Am Mittag erkundeten die Teilnehmer*innen den Standort :metabolon auf zwei geführten Führungen. Die darauffolgenden Fachforen mit renommierten Expert*innen zu den Themen Wasser, Land und Energie boten für alle Beteiligten Gelegenheit, die zentralen Ressourcenfeldern zu vertiefen, gemeinsam ins Gespräch zu kommen und neue, innovative Projektideen zu entwickeln

Für die musikalische Untermalung des Kongresses sorgten Julian und Roman Wasserfuhr. Die international bekannten Jazzmusiker aus Hückeswagen präsentierten gemeinsam mit Cellist Jörg Brinkmann Stücke aus dem eigens für die REGIONALE produzierten Album „Echoes_Sound of Home“. Veranstaltet wurde der Fachkongress von der REGIONALE 2025 Agentur gemeinsam mit ihren Gesellschaftern – dem Oberbergischen Kreis, dem Rheinisch-Bergischen Kreis, dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Region Köln/Bonn e.V. Kooperationspartner war der bav sowie die TH Köln.

Über den Kongress hinaus finden im kommenden Jahr drei Zukunftswerkstätten zu diesen Schwerpunktthemen statt. Eine kostenfreie Anmeldung zu den Foren ist unter folgendem Link möglich: www.regionale2025.de/zukunftswerkstaetten/

 

Am 7. Juli 2025 wurde die großformatige Kunstinstallation „ECHO“ an der Aggertalsperre im Rahmen der REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand feierlich eingeweiht. Mehr als 50 Gäste aus Politik, Verwaltung und Bürgerschaft nahmen an der Veranstaltung teil.

Die spektakuläre Installation des international renommierten Künstlerkollektivs Boa Mistura aus Madrid greift das REGIONALE-Zukunftsthema „Alles Ressource!“ auf. Sie bringt mit ihrem kreativen Konzept die Elemente Wasser, Wald, Stein und Gras in einen neuen, sinnlich erfahrbaren Zusammenhang. Auf der Wasserseite der Staumauer wurde der Schriftzug „ECHO“ angebracht – jedoch nur zur Hälfte: Erst die Spiegelung im Wasser vervollständigt das Wort und macht es lesbar. So entsteht ein faszinierendes Zusammenspiel aus Kunst und Landschaft, das sich je nach Wasserstand und Sonneneinstrahlung regelmäßig ändert.

„Uns hat die Kraft der Landschaft und insbesondere des Wassers im Bergischen RheinLand fasziniert und zu „ECHO“ inspiriert. Es ist ein lebendiges Kunstwerk, das sich mit der Natur verbindet und so emotional erfahrbar ist. „ECHO“ setzt ein Zeichen, ist Resonanzraum und erzeugt Wiederhall. Wir sind sehr stolz, Teil eines so relevanten und wichtigen Programms wie der REGIONALE zu sein, das im Einklang mit unserer Vision steht, etwas zu schaffen, das auch wir noch nie gemacht haben“, betonte Pablo Ferreiro Mederos von Boa Mistura.

Starkes Zeichen für nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen
Jochen Hagt, Landrat des Oberbergischen Kreises und Vorsitzender des Lenkungsausschusses der REGIONALE 2025, unterstrich die Bedeutung von „ECHO“ angesichts der aktuellen umweltpolitischen Herausforderungen und lobte die partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Beteiligten: „Gerade in Zeiten, in denen Themen wie Klimawandel und Ressourcenmanagement politisch in den Hintergrund zu rücken scheinen, setzen wir hier im Bergischen RheinLand ein Zeichen“, so Hagt. „,ECHO‘ wirkt auf mehreren Ebenen: Es reflektiert das Element Wasser, erzeugt Resonanz im Landschaftsraum – und im besten Fall auch beim Betrachter“, hofft der Landrat.

Als Leinwand für das Kunstwerk dient die Staumauer der Aggertalsperre. Auch Dr. Uwe Moshage, Vorstand des Aggerverbands, zeigte sich vom Kunstwerk begeistert und freut sich, dass die Aggertalsperre als Standort für „ECHO“ gewählt wurde. „Als Verband sind wir auf einen sorgsamen Umgang mit dem Landschaftsraum angewiesen – da ist eine temporäre Installation, die unsere Ressourcen künstlerisch ins Zentrum rückt, absolut passend“, ist Moshage überzeugt.

Die Buchstaben von „ECHO“ sind bis zu 34 Meter breit und 6,5 Meter hoch. Insgesamt erstreckt sich der Schriftzug über 137 Meter entlang der Staumauer. Die Umsetzung erfolgte durch die Firma proud to print GmbH mit einer speziellen, erstmals in Deutschland an einer Staumauer eingesetzten Folientechnik. Die Folie ist rückstandslos entfernbar – die Demontage ist für Frühjahr 2026 vorgesehen.

Eine REGIONALE lebe davon, auch ungewöhnliche Dinge möglich zu machen. „Mit dem Kunstwerk ‚ECHO‘ inszenieren wir die Aggertalsperre auf spektakuläre Weise. Wir möchten, dass die Menschen der Region ihre eigenen Verbindungen mit dem Begriff entwickeln“, sagte Dr. Reimar Molitor, Geschäftsführer der REGIONALE 2025 Agentur. Die REGIONALE 2025 lädt die Menschen ein, sich inmitten einer eindrucksvollen Landschaft mit dem Thema Ressourcennutzung auseinanderzusetzen.

Musikalisch wurde die Eröffnung von den aus Hückeswagen stammenden Jazzmusikern Julian und Roman Wasserfuhr begleitet. Mit Auszügen aus ihrem Album „ECHOES – Sound of Home“, eigens für die REGIONALE 2025 komponiert, schufen sie einen klanglichen Spiegel des visuellen Kunstwerks.

Mehr Informationen zu ECHO unter: www.regionale2025.de/echo

Die Region Köln/Bonn zu Gast im Bergischen RheinLand

Wie ein gelebtes regionales Wir-Gefühl aussieht, ließ sich am Samstag, den 21. Juni 2025, beim „Langen Tag der Region“ in Gummersbach eindrucksvoll erleben. Passend zum kalendarischen Sommeranfang versammelten sich bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen rund 500 Gäste aus der gesamten Region Köln/Bonn in der Halle 32 auf dem Steinmüllergelände. Gemeinsam diskutierten sie die aktuellen Herausforderungen und Potenziale regionaler Entwicklung.

Veranstaltet vom Region Köln/Bonn e.V., fand der diesjährige „Lange Tag“, der traditionell immer am 21. Juni stattfindet und reihum durch die Region wandert, in enger Kooperation mit dem Oberbergischen Kreis, der REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand, der Stadt Gummersbach, dem VfL Gummersbach sowie den Sparkassen in Oberberg, die mit dem eindrucksvollen Sparkassen-Truck ein zusätzliches Angebot für Kinder und Erwachsene bereitgestellt haben, statt.

Den Auftakt bildete wie gewohnt ein vielfältiges Exkursionsprogramm, das sich in diesem Jahr – neben dem Agglomerationsprogramm Region Köln/Bonn – besonders dem Landesstrukturprogramm REGIONALE 2025 widmete. Zehn thematisch breit gefächerte Touren führten die Teilnehmenden durch den Oberbergischen Kreis, den Rheinisch-Bergischen Kreis sowie den östlichen Rhein-Sieg-Kreis. Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft erhielten dabei exklusive Einblicke in beispielhafte Projekte und innovative Orte der regionalen Entwicklung.

Entlang der REGIONALE-Zukunftsthemen – von Nachnutzung und Innovation über Kreislaufwirtschaft und Mobilität bis hin zu bürgerschaftlichem Engagement sowie Kultur und Naherholung – wurden eindrucksvolle Ansätze erlebbar gemacht: Etwa in Hückeswagen, wo das historische Schloss zu einem inklusiven „Schloss für alle“ umgestaltet wird, oder in Lindlar, wo ressourcenschonendes und zirkuläres Bauen neue Wege für nachhaltige Stadtentwicklung aufzeigt. Auch die regionale Wirtschaft präsentierte sich innovativ und zukunftsorientiert – mit Unternehmen wie dem Fahrradreifenhersteller Schwalbe, der ALHO Systembau GmbH oder ABUS Kransysteme, die mit nachhaltigen und technologischen Lösungen auf aktuelle Herausforderungen reagieren.

Ein weiterer Fokus lag auf dem bürgerschaftlichen Engagement, das durch das Landesstrukturprogramm gezielt gestärkt wird – etwa im Bioenergiedorf Lieberhausen, bei der Genuss-Werkstatt oder beim Dorfservice Oberberg, die eindrucksvoll zeigen, wie das „Gute Leben“ im Bergischen RheinLand aktiv mitgestaltet wird.

Die positive und nachhaltige Wirkung einer REGIONALE wurde nicht zuletzt auch anhand bereits realisierter Projekte der Regionale 2010, wie dem Schloss Homburg, der Umgestaltung der Ohler Wiesen in Wipperfürth und dem Konversionsprojekt Steinmüllergelände in Gummersbach, deutlich.

Der diesjährige Veranstaltungsort des regionalen Netzwerktreffens zeugt beispielhaft von der Relevanz und Strahlkraft erfolgreicher Projektumsetzung: Aus dem rund 18 Hektar großen Areal im Zentrum von Gummersbach ist ein lebendiges Innenstadtquartier mit neuen Jobs und hoher Lebensqualität geworden. Die ehemalige Industriebrache ist Schritt für Schritt durch strategische Planung, kluge Förderung und mutige Entscheidungen der Politik sowie erheblichen privaten Investitionen zu einem neuen Impulsgeber für Wirtschaft, Wissenschaft, Freizeit und Dienstleistungen weit über die Stadt und den Kreis hinaus geworden, wie auch der Bürgermeister von Gummersbach, Frank Helmenstein, in seiner Begrüßung betonte. Er hob zudem hervor, welche Kraft durch eine initiale Förderung und gute Konzeptarbeit entstehe.

Neben dem großen Einkaufszentrum befinden sich dort heute unter anderem der Campus Gummersbach der Technischen Hochschule Köln, der weltweit agierende IT- und Ingenieursdienstleister FERCHAU, das REGIONALE 2025-Projekt Innovation Hub Bergisches RheinLand, welches als Netzwerkknoten und Innovationstreiber an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft agiert und die Veranstaltungsstätte Halle 32. Zudem befindet sich mit der Schwalbe-Arena auch die Heimspielstätte des regional bedeutsamen Handballbundesligisten VfL Gummersbach vor Ort.

Jochen Hagt, Landrat des Oberbergischen Kreises und Vorsitzender des Lenkungsausschusses der REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand machte deutlich, welch immense Bedeutung die vorbildhaften Projekte der REGIONALE und in anderen Teilen der Region Köln/Bonn haben, die Jahr für Jahr im Rahmen des „Langen Tages der Region“ ins „Schaufenster“ gestellt werden. Dies sei vor allem durch die nachhaltige Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und das Engagement der regionalen Akteur*innen möglich, von der Politik über die Verwaltung bis hin zur Bürgerschaft. Außerdem spiele auch die enge Kooperation über die Kreisgrenzen hinaus eine tragende Rolle. Es sei klar, dass diese Kooperationen auch über die Laufzeit des Landesstrukturprogramms hinaus Bestand haben werden. Die gemeinsame Arbeit im Region Köln/Bonn e.V. stelle dies sicher.

Die positiven Effekte, die aus der Verbindung von kluger Förderung, Zusammenhalt und Engagement entstehen, stellte vor Ort auch Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien in Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei, heraus:

„Was mir an der REGIONALE als Strukturprogramm besonders gefällt: Die REGIONALE ist kein staatlich verordnetes „top-down“-Programm für eine Region – sie ist ein Programm von und mit einer Region. Sie lebt von Beteiligung, von lokalem Wissen, von engagierten Kommunen, von kreativen Macherinnen und Machern und nicht zuletzt von Bürgerinnen und Bürgern, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.“ Dies sei keine Selbstverständlichkeit, aber eben das eigentliche Erfolgsrezept. Zudem zeige die gesamte Region Köln/Bonn in einer Zeit, in der Polarisierung und Fliehkräfte zunähmen, was möglich sei, wenn man zusammenarbeite – „über Kreisgrenzen, Wahlperioden und Parteigrenzen hinweg“.

Dass die regionale Kooperationsarbeit der vergangenen Jahre auch in Zukunft fortgeführt wird, verdeutlichte auch der satzungsgemäße Wechsel des Vorstandsvorsitzes beim Region Köln/Bonn e.V. Nach zwei erfolgreichen Jahren übergab Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker im Rahmen des Empfangs den symbolischen Staffelstab an Sebastian Schuster, Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, der dem Verein in den kommenden zwei Jahren vorstehen wird.

Im Anschluss an den Empfang bot sich den Gästen bei weiterhin bestem Wetter die Gelegenheit, sich im Stadtgarten des Steinmüllergeländes weiter zur Zukunft der Region auszutauschen.

Sonniges Wetter, tolle Location und rund 1.000 internationale Teilnehmer*innen: Der zweitägige REGIONALE-Kongress „Weiter geht’s! Bestände weiterdenken, weiterentwickeln, weiternutzen“ am 12. und 13. Mai 2025 auf dem Zanders-Gelände in Bergisch Gladbach bot mit seinem vielfältigen Programm eine ideale Plattform, auf der Experten*innen über die Chancen und Herausforderungen von brachliegenden Flächen und Gebäuden diskutierten.

Auf dem Kongress rückte die REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand eine nachhaltige Stadtentwicklung in den Fokus. Das Programm umfasste Fachvorträge, interaktive Formate, Führungen und eine begleitende Ausstellung und zog an jedem Kongresstag über 500 Besucher*innen aus Planungsbüros, Immobilienwirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik an. Zudem wurde die gesamte Bandbreite der Bestandsentwicklung – von Industriearealen bis Ladenlokalen, von jung bis alt, von Umnutzung bis Re-Use beleuchtet. Dabei wurden konkrete Praxisbeispiele aus dem Bergischen RheinLand, Nordrhein-Westfalen und auch außerhalb Deutschlands präsentiert. Mehr als 45 Referent*innen zeigten auf, wie bestehende Gebäude und Brachflächen transformiert werden können – und damit einen Beitrag zu Klimaschutz, Ressourcenschonung und lebenswerten Städten leisten.

Veranstaltet wurde der Kongress von der REGIONALE 2025 Agentur gemeinsam mit ihren Gesellschaftern – dem Oberbergischen Kreis, dem Rheinisch-Bergischen Kreis, dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Region Köln/Bonn e.V. Kooperationspartner war die Bundesstiftung Baukultur.

Drohnenflug über das Zanders-Gelände
Der Veranstaltungsort Zanders – ein 36 Hektar großes Areal mitten in Bergisch Gladbach – bot als zentrales Leuchtturmprojekt der REGIONALE das passende Umfeld für den Kongress: Mit dem Umbau der ehemaligen Papierfabrik entsteht ein neues, zukunftsfähiges Quartier mitten im Stadtzentrum. Zu Beginn des Kongresses bot ein Drohnen-Video über das Zanders-Gelände im wahrsten Sinne des Wortes einen „Überblick“ über das Areal. Bürgermeister Frank Stein verdeutlichte anhand des Videos die Dimensionen und hob konkrete Nutzungsideen für einzelne Gebäude und Standorte hervor. Der Rathaus-Chef betonte in seiner Begrüßung, dass man das kulturell-geschichtliche Erbe erhalten und so viele Gebäude nachnutzen wolle wie möglich. Zudem merke man, dass es im Bergischen RheinLand vorangehe – daran hätte die REGIONALE einen großen Anteil.

Stephan Santelmann, Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises, hob anschließend die Bedeutung des Umgangs mit dem Bestand hervor und lobte anhand von konkreten Beispielen wie dem Landmarkt in Leuscheid, dem Rhombus-Gelände in Wermelskirchen oder dem Schloss Hückeswagen die Entwicklungen im Rahmen der REGIONALE.

Sanierung statt Abriss
In seiner Keynote unter dem Titel „Transformation gestalten“ betonte Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur, dass die Zukunft des Bauens in einer neuen Kultur liege und er wünschte sich, dass die Geschichte, der emotionale Wert und das Potenzial eines alten Gebäudes mehr wertgeschätzt würde. Menschen wollen schöne Gebäude haben, dies belege eine aktuelle Studie der Bundesstiftung Baukultur, bei der 90 Prozent der Befragten die optisch gelungene Gestaltung eines Gebäudes als wichtigstes Kriterium nannten. „Dies spricht eindeutig für die Sanierung eines Gebäudes und nicht für Abriss und Neubau“, so Nagel.

Die Umbaupotenziale und die Bandbreite der Projekte im Bergische RheinLand stellte anschließend Anne Jentgens vor, Projektmanagerin der REGIONALE 2025 Agentur: „Die REGIONALE 2025 wirft einen Scheinwerfer auf die ganze Vielfalt der Bestandsentwicklung – von der 36 Hektar großen Brachfläche bis zum kleinen Ladenlokal, vom mittelalterlichen Ortskern bis zur Nachkriegsarchitektur und von kommunalen oder privaten bis zu ehrenamtlich getragenen Projekten. Wir bieten den Projektverantwortlichen eine Plattform und werben für einen wertschätzenden Umgang mit dem Bestand.“ Zum Zukunftsthema „Weiter geht’s!“ veranstaltet die REGIONALE 2025 über den Kongress hinaus regelmäßig Veranstaltungen, veröffentlicht Reportagen und hat die Webseite www.weiter-gehts.com gestartet.

Hochkarätig besetzte Foren und Ausstellung
An beiden Kongresstagen besuchten die Teilnehmer*innen verschiedene Fachforen, in denen renommierte Expert*innen diskutierten, wie alte ungenutzte Gebäude sowie brachliegende Areale neu genutzt und gestaltet werden können. Thematisch reichte die Bandbreite von der Wiederverwertung einzelner Bauteile, über die Aktivierung von leerstehenden Gebäuden für die gemeinschaftliche Nutzungen bis zu den Potenzialen, die ungenutzte Gebäude für den aktiven Klimaschutz darstellen. Die Foren fanden an drei unterschiedlichen Orten auf dem Zanders-Gelände statt: in der alten Zentralwerkstatt – die im Rahmen der REGIONALE zu einem multifunktionalem Bürgerzentrum umgebaut wurde –, im „Museum“ sowie im Rollenzentrallager. Für Spannung sorgte eine ungewöhnliche Lichtinstallation im Rollenzentrallager, mit der die Dimensionen des ehemaligen Papierlagers den Besuchenden verdeutlichte.

Auf der begleitenden Ausstellung im Kalandersaal kamen die Teilnehmenden direkt mit Vertreter*innen von Institutionen aus Bund, Land und Region ins Gespräch. Projektbeispiele und Förderangebote boten Inspiration und konkrete Unterstützung. Unter den namhaften Ausstellern waren unter anderem das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, die Bundesstiftung Baukultur, Die REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand und die REGIONALE 2025 Südwestfalen, die Kreissparkasse Köln und die VR Bank eG sowie der Region Köln/Bonn e.V. Letzterer stellte im Rahmen der Ausstellung das Agglomerationsprogramm Region Köln/Bonn vor, das der Qualifizierung und Beförderung vorbildhafter Zukunftsprojekte dient. Im Rahmen des Kongresses standen dabei vor allem die Programmlinien „Siedlung nachhaltig und ressourcenschonend entwickeln, Flächen sparen“, „Zentralität, Stabilität und Arbeitsteilung: Lebendige Zentren in der Region stärken und vernetzen“, „Mobilitäts-, Infrastruktur- und Siedlungsentwicklung koppeln“ sowie „Wirtschaftsflächen nachhaltig entwickeln“ im Mittelpunkt. Darüber hinaus wurden ausgewählte Konversionsprojekte aus der gesamten Region Köln/Bonn präsentiert.

Bergisches RheinLand hat „Lust auf Zukunft“
Eingebettet in den zweitägigen Fachkongress war ein großer Empfang, mit dem die REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand am 12. Mai 2025 den Start in die kommenden 15 Monate feierte, in denen sie sowohl der Öffentlichkeit als auch dem Fachpublikum zahlreiche Projekte vor Ort präsentiert. Um die Teilnehmer*innen auf diesen Zeitraum einzustimmen, hat die REGIONALE 2025 Agentur ein Video mit dem Titel „Lust auf Zukunft“ produziert, das zu Beginn des Empfangs gezeigt wurde und hier angeschaut werden kann.

Jochen Hagt, Landrat des Oberbergischen Kreises und Vorsitzender des REGIONALE-Lenkungsausschusses, blicke in seiner Rede auf die Bewerbungsphase und die Projektentwicklung im Bergischen RheinLand zurück. Er betonte, dass mit der REGIONALE etwas Gutes für heutige und kommende Generationen entstehe und die Region Lust auf Zukunft habe. In den kommenden 500 Tagen gehe es darum, die Menschen zu begeistern und konkrete Projekte zu präsentieren. Gleichzeitig erinnerte Hagt daran, dass alle Projekte in Kooperation entwickelt werden und diese Kooperationen nicht nach der Laufzeit der REGIONALE enden.

Ministerin Scharrenbach eröffnet Präsentationsjahr der REGIONALE
Vor über 500 Gästen eröffnete anschließend Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, offiziell die Präsentation der REGIONALE 2025, die unter dem Motto „Lust auf Zukunft! Menschen und Projekte im Bergischen RheinLand“ steht. In ihrer Rede würdigte sie die Vielfalt und Qualität der REGIONALE-Projekte und betonte deren Bedeutung für die Entwicklung des Bergischen RheinLands.

„Die REGIONALEn sind Motoren für Wirtschaft, Fortschritt und Zusammenleben. Das Bergische RheinLand ist ein Schatz, der mit der REGIONALE noch sichtbarer gemacht werden soll. Als Land haben wir das starke Engagement vor Ort intensiv unterstützt und ermutigen weiterhin, die geschaffenen Netzwerke und Strukturen weiterzuführen und weiterhin auch ungewohnte Wege zu beschreiten. Denn das ist Heimatgestaltung im besten Sinne, bei der die Beziehung zwischen Stadt und Land, urbaner Rheinschiene und bergisch Ländlichem gleichwertig erlebbar wird. Die REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand hat sich strategisch und inhaltlich gut aufgestellt und viele gute Projekte auf den Weg gebracht“, so Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Ausblick und Jazz-Soundtrack fürs Bergische RheinLand
Abschließend gab Dr. Reimar Molitor, Geschäftsführer der REGIONALE 2025 Agentur, den Teilnehmenden einen Einblick in die aktuelle Projektlandschaft und verwies auf die Bandbreite und Dimension der Vorhaben: „In Summe sind es viele kleine und große Projekte, die alle zum Gesamtbild der REGIONALE beitragen und dafür sorgen, dass es den Menschen vor Ort und dem Bergischen RheinLand besser geht.“ Molitor verwies in diesem Zusammenhang auf die rund 100 Projektveranstaltungen, die über die nächsten rund 15 Monate zeigen werden, was an Entwicklung im Raum passiert ist.

Für musikalische Gänsehautmomente auf dem Empfang sorgten Julian und Roman Wasserfuhr. Die international bekannten Jazzmusiker aus Hückeswagen präsentierten live erstmals Auszüge aus ihrem eigens für die REGIONALE produzierten Album „Echoes_Sound of Home“, mit dem sie einen Soundtrack für das Bergische RheinLand geschaffen haben.

Am Ende der beiden Kongresstage waren rund 1.000 Teilnehmende vor Ort, die ein fachlich spannendes Programm geboten bekamen, sich untereinander und mit renommierten Expert*innen ausgetauscht haben und mit vielen Impulsen und Ideen das Zanders-Areal verließen.

Alle Infos zum Präsentationsjahr und zu den Projekten der REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand unter: www.regionale2025.de

Am 17. Dezember 2024 fand im Zeughaus Neuss das Regionalforum zur Mehrfachen Innenentwicklung statt. Mehr als 120 Fachleute aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Planung kamen zusammen, um die drängenden Fragen der urbanen Entwicklung in der Region Köln/Bonn zu adressieren. Im Fokus standen die vier zentralen Dimensionen der Mehrfachen Innenentwicklung: Dichte und Nutzungsvielfalt, nachhaltige Mobilität, blau-grüne Infrastrukturen und nachhaltige Energieversorgung.

Impulse und Workshops mit Fachleuten

Nach einleitenden Impulsen von Expertinnen wie Patricia Kraus, Verkehrsplanerin der Stadt Bochum, oder Peter Küsters von der GREENPASS GmbH, tauchten die Teilnehmenden in interaktive Workshops ein. Diese boten praxisnahe Einblicke sowohl durch die Expert*innen als auch durch den kollegialen Austausch der Teilnehmenden. Gemeinsam wurden konkrete Fragestellungen bearbeitet, etwa: „Wie lässt sich Nutzungsvielfalt in verdichteten Stadtteilen konfliktfrei umsetzen?“ oder „Kann der anhaltende Wohnraumbedarf in der Region ein Treiber für die Mehrfache Innenentwicklung sein?“.

Ziel der Workshops war es, Lösungen, Empfehlungen und Beispiele für die Herausforderungen bei der Umsetzung der Mehrfachen Innenentwicklung zu entwickeln. Der inhaltliche Fokus lag jeweils auf einer der vier Dimensionen – Dichte und Nutzungsvielfalt, nachhaltige Mobilität, blau-grüne Infrastrukturen und nachhaltige Energieversorgung – wobei auch Verknüpfungen zu den anderen Themenfeldern sichtbar wurden. Die Diskussionen bezogen sich auf konkrete Quartiere, Standorte und Projekte, während übergeordnete gesamtstädtische und regionale Ansätze den Podiumsrunden vorbehalten blieben. Unterschiedliche räumliche Situationen, von urbanen Zentren bis zu ländlich geprägten Räumen, wurden thematisiert, um die vielfältigen Anforderungen und Chancen der Mehrfachen Innenentwicklung zu berücksichtigen.

Podiumsdiskussionen: Umsetzungsstrategien und Perspektiven

Nach Abschluss der Workshops boten die Podiumsdiskussionen eine Gelegenheit zur Reflektion und Zusammenführung der Ergebnisse. Professor Bernd Scholl, der als Beobachter, während der Workshopphase durch die Gruppen wanderte, präsentierte die zentralen Erkenntnisse und setzte diese in einen regionalen Kontext. Dabei wurden strategische Ansätze, der Unterstützungsbedarf auf verschiedenen Ebenen (von der Gesamtstadt bis hin zur Landesebene) sowie Instrumente und Fördermöglichkeiten beleuchtet.

Das erste Podium fokussierte sich auf die Umsetzung vor Ort, wobei Potenziale, Grenzen und Lösungsansätze diskutiert wurden. Teilnehmer*innen wie Claudia Wieja (Bürgermeisterin Lohmar) und Frank Herhaus (Oberbergischer Kreis) brachten praxisnahe Perspektiven ein.

Im zweiten Podium standen Praxiserfahrungen, Instrumente und Strategien auf der übergeordneten Ebene von Kommune, Region und Land im Vordergrund. Mit Beiträgen von Brigitte Scholz (Stadt Köln), Regina Rosenstock (Rhein-Sieg-Kreis), Christoph van Gemmeren (Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Digitalisierung des Landes NRW) und Wilhelm Natrup (ehem. Kantonsplaner Zürich) wurden insbesondere Fragen der Qualitätssicherung, Fördermittel sowie Kommunikations- und Akzeptanzstrategien erörtert.

Die Diskussionen konzentrierten sich auf Kernfragen wie: Wer setzt Qualitätsstandards fest? Welche Mehrwerte entstehen durch den Umbau im Bestand? Wie kann die Mehrfache Innenentwicklung effektiv kommuniziert werden, um Transparenz und Akzeptanz zu fördern? Die Beiträge lieferten nicht nur wertvolle Impulse, sondern auch Rückschlüsse für die Arbeit vor Ort, die nun in zukünftige Planungen und Projekte einfließen sollen.

Ausblick auf nächste Schritte

Die Veranstaltung endete mit einem zuversichtlichen Ausblick auf die nächsten Schritte: Der regionale und kollegiale Austausch soll weiter intensiviert werden, um voneinander zu lernen und gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Geplant ist die Erarbeitung regionaler Leitlinien, die als Orientierung für die Umsetzung der Mehrfachen Innenentwicklung dienen können, sowie die Schaffung neuer Angebote für Fachinputs zu spezifischen Themenfeldern.

Auch die Unterstützung bei der konkreten Umsetzung von Projekten bleibt ein zentraler Schwerpunkt. Das Regionalforum verdeutlichte eindrucksvoll, wie wertvoll der interdisziplinäre Dialog und die Zusammenarbeit verschiedener Akteur*innen für die Gestaltung einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung sind. Die praxisnahen Impulse und die offene Diskussion wurden von den Teilnehmenden durchweg positiv aufgenommen und eröffneten neue Perspektiven für eine nachhaltige und vielfältige Entwicklung der Region.

Die Veranstaltung war ein inspirierendes Beispiel für gelungenen Wissenstransfer und interkommunale Kooperation. Der Dialog wird fortgesetzt, um den gemeinsam eingeschlagenen Weg erfolgreich weiterzugehen.

Quelle: Köln/Bonn e.V.