NRW-Innenminister Herbert Reul besuchte am 15.01.2026 die Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort, wo er zum Thema Cybersecurity und Cybercrime referierte. In dem randvoll gefüllten Hörsaal hielt der Minister auf Einladung von Prof. Dr. Matthias Reintjes, Professor für Verwaltungswissenschaft und digitale Transformation, vor rund 100 Studierenden des Studiengangs Verwaltungsinformatik – E-Government, B.Sc., einen Gastvortrag und stellte sich anschließend den zahlreichen Fragen der Studierenden.
In seinem Vortrag an der Fakultät Kommunikation und Umwelt der Hochschule Rhein-Waal beleuchtete Reul die zunehmende Bedeutung von Cybersicherheit für staatliches Handeln und ging dabei insbesondere auf die veränderten Rahmenbedingungen für Polizei- und Strafverfolgungsbehörden ein. Die fortschreitende Digitalisierung staatlicher Prozesse, die wachsende Vernetzung kritischer Infrastrukturen sowie die zunehmende Professionalisierung von Cyberkriminellen stellten den Staat vor neue, komplexe Aufgaben.
„Die Digitalisierung hat zwar viele positive Aspekte, führt aber natürlich auch dazu, dass die bösen Jungs und Mädels ihre kriminellen Aktivitäten zunehmend in das Internet verlagern. Darauf muss man natürlich reagieren. Deswegen haben wir Polizisten auf der Straße und bilden seit einiger Zeit in Nordrhein-Westfalen auch Cybercops aus“, so Reul. Zugleich betonte der Innenminister, dass die Auswirkungen digitaler Bedrohungen weit über den Bereich der inneren Sicherheit hinausgingen, sie bedrohen ebenso die Wirtschaft und die offene Gesellschaft insgesamt.
Ein zentrales Anliegen des Vortrags war die Notwendigkeit, technologische, organisatorische und rechtliche Kompetenzen stärker zusammenzudenken. Gerade an der Schnittstelle von Verwaltung, IT und Recht komme zukünftigen Fachkräften eine besondere Verantwortung zu. Der Staat sei auf gut ausgebildete Spezialisten, wie die Verwaltungsinformatikerinnen und Verwaltungsinformatiker der Hochschule Rhein-Waal angewiesen.
Im Anschluss an den Vortrag stellte sich Herbert Reul rund 45 Minuten lang den Fragen und Diskussionsbeiträgen der Studierenden. In einer lebhaften Debatte wurden zahlreiche Themen angesprochen, darunter die Rolle des Staates bei der Abwehr hybrider Bedrohungen, der Einsatz neuer Technologien in der Polizeiarbeit, Fragen des Datenschutzes sowie die Balance zwischen Sicherheit und Freiheitsrechten. Die intensive Fragerunde verdeutlichte das hohe Interesse der Studierenden an sicherheits- und digitalpolitischen Fragestellungen und bot zugleich Raum für einen direkten Austausch zwischen Politik und akademischem Nachwuchs.
Der Präsident der Hochschule, Prof. Dr. Oliver Locker-Grütjen, dankte dem Innenminister für die Gelegenheit zur Begegnung und zum Austausch. Der Besuch leiste einen wichtigen Beitrag zur Verbindung von Wissenschaft, Praxis und politischer Entscheidungsfindung. Gleichzeitig stärke ein Austausch zwischen politischen Entscheidungsträgern und Studierenden die gesellschaftliche Relevanz der Hochschullehre.
Bei dem Studiengang Verwaltungsinformatik – E-Government, B.Sc., handelt es sich um ein duales Studium im Blockmodell. E-Government bedeutet, innovative IT-Lösungen für die Verwaltung und die Wirtschaft zu entwickeln. Studierende erwerben neben informations- und kommunikationstechnischem Fachwissen auch soziale, kommunikative und organisatorische Kompetenzen. Sie lernen die besonderen Anforderungen der Verwaltung kennen, erwerben das nötige Know-how, um betriebswirtschaftlich angemessene Lösungen zu finden und sind mit dem rechtlichen Rahmen, in dem sie arbeiten werden, vertraut. Das interdisziplinär angelegte Studium bildet Experten und Expertinnen aus, denen nahezu alle Branchen offenstehen. Es befähigt die Absolvent*innen zur Anwendung neuer Technologien in Kommunen, auf Landes- und Bundesebene, bei europäischen Institutionen sowie in der Wirtschaft.
Hochschule Rhein-Waal
Die Hochschule Rhein-Waal wurde 2009 gegründet und steht mit ihrem Konzept für eine innovative, interdisziplinäre und internationale Ausbildung junger Menschen. An den Standorten Kleve und Kamp-Lintfort bietet die Hochschule insgesamt 25 Bachelor- und elf Master-Studiengänge an vier Fakultäten – „Technologie und Bionik“, „Life Sciences“, „Gesellschaft und Ökonomie“ und „Kommunikation und Umwelt“ – an. Die Studieninhalte an der Hochschule Rhein-Waal sind wissenschaftlich, anwendungsorientiert und international ausgerichtet. Sie zeichnen sich durch eine hohe Qualität und Praxisnähe in Lehre und Forschung aus. Etwa 75 Prozent der Studiengänge werden in englischer Sprache gelehrt und inzwischen lernen knapp 6.250 Studierende aus mehr als 120 Nationen gemeinsam in einem Umfeld, das viele gezielt wegen der kulturellen Vielfalt und Internationalität gewählt haben. Dadurch werden den Studierenden ein interkultureller Austausch sowie eine optimale Vorbereitung auf den nationalen und internationalen Arbeitsmarkt eröffnet.
Pressekontakt Hochschule Rhein-Waal
Dr. Petra Radtke
Leitung der Stabsstelle des Präsidiums
Hochschule Rhein-Waal
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Die Reederei Deymann zählt zu den etablierten Akteuren der europäischen Binnenschifffahrt und ist insbesondere im Transport von flüssigen und trockenen Gütern auf den deutschen und niederländischen Wasserstraßen aktiv. Als moderner Logistikdienstleister setzt das Unternehmen seit Jahren auf effiziente, verlässliche und zunehmend emissionsärmere Transportlösungen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Straßenverkehre und zur Reduktion von CO₂-Emissionen.
Andreas Stolte, Vorsitzender des Fördervereins EcoPort813 mit Sitz in Wesel, betont die strategische Relevanz des Beitritts der Reederei Deymann für den Verein: „Mit der Reederei Deymann gewinnt EcoPort813 einen führenden Akteur der europäischen Binnenschifffahrt. Insbesondere die langjährigen Kompetenzen im Flüssiggut- und Containertransport ergänzen die logistischen Kompetenzen unserer Mitglieder in Häfen, Logistik und Infrastruktur in idealer Weise und stärken die Fähigkeit des Vereins, belastbare Transportlösungen für Wasserstoff und dessen Derivate ganzheitlich abzubilden“, so Stolte.
Die Reederei Deymann ist dem EcoPort813 Förderverein Wasserstoff & nachhaltige Energie e.V. zum Jahresanfang beigetreten. Mit dem Beitritt unterstreicht das traditionsreiche Familienunternehmen sein Engagement für eine nachhaltige Transformation der Binnenschifffahrt und der Logistik entlang der Wasserstraßen.
Vor dem Hintergrund der energie- und klimapolitischen Ziele gewinnt die Nutzung erneuerbarer Energien, insbesondere von Wasserstoff und seinen Derivaten, zunehmend an Bedeutung. Die Reederei Deymann sieht in der Binnenschifffahrt ein zentrales Bindeglied für künftige Wasserstofftransportketten zwischen Häfen und Industriezentren bzw. Verbrauchsregionen entlang des Rheinkorridors.
„Mit dem Beitritt zum EcoPort813 wollen wir unsere Erfahrungen aus der Praxis der Binnenschifffahrt in das Netzwerk einbringen und gemeinsam mit Häfen, Reedereien und weiteren Logistik- und Industriepartnern an tragfähigen Lösungen für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft arbeiten“, erklärt die Geschäftsführung der Reederei Deymann. „Gerade die Binnenschifffahrt bietet große Potenziale, um erneuerbare Energieträger sicher, effizient und großvolumig zu transportieren.“
Ziel der Mitgliedschaft ist es, gemeinsam Schnittstellen zwischen Schifffahrt, Häfen, Industrie und Energiewirtschaft weiterzuentwickeln und konkrete Projekte für eine klimaneutrale Logistik voranzubringen. Der EcoPort813 bietet hierfür eine Plattform, um Know-how zu bündeln, Pilotvorhaben zu initiieren und den notwendigen Markthochlauf von Wasserstoff als zentralem Element der Energiewende aktiv zu unterstützen.
Der vor rund zweieinhalb Jahren gegründete Förderverein EcoPort813 vereint namhafte, international tätige Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kommunen und bietet vielfältige Kooperations- und Projektmöglichkeiten zum Aufbau von Wasserstoff-Wertschöpfungsketten – insbesondere im Transport- und Logistikbereich. Die inhaltliche und geografische Ausrichtung des Vereins erstreckt sich dabei über eine Gebietskulisse, die mittlerweile von den niederländischen Seehäfen über die Metropolregionen an Rhein und Ruhr bis zur Metropolregion Rhein-Neckar reicht. Im Fokus dabei: Der Aufbau einer Supply Chain für den Transport von Ammoniak/Wasserstoff von den Import- Seehäfen in den Niederlanden/Belgien über den Rheinkorridor mit seinen Häfen als Hubs bis hin zu zentralen Verbrauchszentren. Damit soll eine hybride und flexible Versorgung, insbesondere auch der mittelständischen Industrie, die nicht über Pipelines versorgt werden kann, aufgebaut werden.
Um die H2-Aktivitäten zunächst in der Region Niederrhein zu bündeln, haben sich die DeltaPort Niederrheinhäfen bereits 2021 mit dem Hafen Rotterdam und weiteren Unternehmen und Institutionen der Region zur Arbeitsgemeinschaft „EcoPort 813 – H2UB DeltaPort“ zusammen-geschlossen. Mit Blick auf den Wasserstoff und CO2-freie Energieträger hat sich der Verein zum Ziel gesetzt, seine Mitglieder zu vernetzen, gemeinsame Projekte zu initiieren und umzusetzen sowie Synergien zu fördern. Denn die Abkehr von fossilen Energieträgern ist nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch für alle Wirtschaftsregionen eine zentrale Herausforderung der Zukunft. Dabei wird grüner Wasserstoff (H2) eine Schlüsselrolle im Energiemix der Zukunft spielen.
ÜBER DEN VEREIN
Der „EcoPort813 – Förderverein Wasserstoff und nachhaltige Energie e.V.“, kurz EcoPort813, fördert die branchenübergreifende nationale und internationale Zusammenarbeit im Interesse der Mitglieder und im Kontext einer nachhaltigen und klimaschonenden nationalen Entwicklung. Der Verein tritt hierbei als Unterstützer, Treiber und Partner von Projekten auf, zur Förderung einer fachübergreifenden Zusammenarbeit und zur Initiierung, Entwicklung und Umsetzung von wasserstoffbasierten Projekten und Kooperationen der Mitgliedsunternehmen.
Kontakt:
EcoPort813 – Förderverein Wasserstoff und nachhaltige Energie e.V. Moltkestraße 8
D-46483 Wesel
Telefon: +49 (281) 300 230 3 – 0
Telefax: +49 (281) 300 230 3 – 33 www.ecoport813.de E-Mail: office@ecoport813.de
Ein Pitch-Wettbewerb um Preisgeld, inspirierende Vorträge von Gründern, Expertentische und jede Menge Möglichkeit zum Austausch und Netzwerken: Bei der gemeinsamen „Gründungsmesse Niederrhein“ haben Gründungsfabrik Mönchengladbach und HNX, die Gründungsberatung der Hochschule Niederrhein, eindrucksvoll die Bandbreite der regionalen Startup-Szene aufgezeigt. Den Pitch-Wettbewerb gewann am Ende ein frisch gegründetes Mönchengladbacher Startup: CasenapzZz produziert Koffer, die sich kurzerhand in Kinderreisebetten umbauen lassen.
Sie verbinden regenerative Forstwirtschaft mit einer eigenen Möbelproduktion und machen beides investierbar. Sie gehen in Kitas und Schulen, um die Resilienz von Kindern zu stärken. Sie machen ausgediente Sneaker kreislauffähig, entwickeln nachhaltige Toilettenreiniger oder produzieren herzhafte, ausgewogene Snacks für den Büroalltag: Die Gründungsszene am Niederrhein ist geprägt von Vielfalt, Ideenreichtum und mutigen, kreativen Köpfen jeden Alters. Das immense Spektrum an neuen Geschäftsideen und -modellen präsentierten nun die Gründungsfabrik Mönchengladbach (GFMG) sowie HNX, die Gründungsberatung der Hochschule Niederrhein, bei der „Gründungsmesse Niederrhein“ in der Textilakademie NRW.
Dabei präsentierten sich 20 Startups und Gründungsteams in Form einer Ausstellung, die zudem intensiv zum Netzwerken genutzt wurde. An Expertentischen zu Themen wie Finanzierung, Steuern und Recht konnten Gründungsinteressierte sich mit reichlich Fachwissen aufladen. Kernstück des Events war jedoch ein so genannter Pitch-Battle: ein Wettbewerb um ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 1.000 Euro, das die Stadtsparkasse Mönchengladbach und die Sparkasse Krefeld als Sponsoren ausgelobt hatten. Dabei präsentierten sich acht Gründungsteams und Einzelpersonen, die sich über einen Vorausscheid qualifiziert hatten, vor den rund 150 Gästen im Publikum sowie einer fachkundig besetzten Jury.
Den ersten Preis (500 Euro) holte dabei das Mönchengladbacher Startup CasenapzZz von Fabian und Jana Herzog – ihre Koffer-Kinderbett-Kombination, die ab 15. November in den Verkauf geht, überzeugte die Jury um Stephanie Efertz (Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein), Prof. Dr. Georg Oecking (Senatsvorsitzender und Professor für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Controlling, an der Hochschule Niederrhein), Dirk Peters (Stadtsparkasse Mönchengladbach) und Nicole Janßen (Sparkasse Krefeld) am meisten. Platz zwei (300 Euro) ging an die Schülerfirma MerClean aus Viersen: Die erst 17- und 18-jährigen Merlin Dolenec und Anton Palmer bringen ihre nachhaltigen – und theoretisch sogar essbaren, wie eindrucksvoll auf der Bühne demonstriert – Toilettenreiniger ebenfalls noch in diesem Jahr auf den Markt. Platz drei und immerhin noch 200 Euro holte das Startup Modulyte. Das Team um Detlef Lenschen hat einninnovatives Fassadendämmsystem entwickelt, mit dem sich Gebäude schnell und einfach energetisch sanieren lassen. Ansässig in Berlin, rückt das junge Unternehmen aktuell jedoch immer näher an den Niederrhein und hat zuletzt beispielsweise über die KMU-Zukunftsschmiede, ein Angebot der Gründungsfabrik explizit für den regionalen Mittelstand, ein Kooperationsprojekt mit dem Mönchengladbacher Unternehmen Wimmers Innenausbau einstielen können.
Friedhelm Lange, Geschäftsführer der WFMG – Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH, bei der das Projekt Gründungsfabrik verortet ist, lobte den Mut und den Ideenreichtum der Gründerinnen und Gründer und appellierte an die weiteren Gründungsinteressierten im Publikum, die vielen guten Angebote zur Gründungsförderung am Niederrhein auch anzunehmen. „Immerhin war der Pioniergeist in und um Mönchengladbach schon immer zuhause, sei es Hugo Junkers, Joseph Pilates oder im Bereich der Philosophie Hans Jonas gewesen.“ Prof. Dr. Gudrun Stockmanns, Vizepräsidentin für Studium und Lehre an der Hochschule Niederrhein, stellte die Parallelen zwischen dem Gründergeist auf der Bühne und dem generellen Credo der Hochschule heraus: „Unsere Absolventinnen und Absolventen sollen mutige Vordenker und kreative Köpfe sein, die Lösungen für Problemfelder der Zukunft schaffen.“
Andy Sacherer (Projektleiter Gründungsfabrik) sowie aus dem Team von HNX Stefanie Kutsch (Projektleiterin) und Vivian Sommer (Startup-Coach) führten gekonnt durch die Veranstaltung, die zusätzlich durch zwei Keynote-Vorträge angereichert wurde. So stellte Artur Steffen, dessen Mönchengladbach-Düsseldorfer Startup Salino 3D-gedruckte Mini-Salinen für den Hausgebrauch herstellt, eindrucksvoll unter Beweis, wie sehr Glück, Zufall und weitere oft nicht planbare Faktoren zum Erfolg oder Misserfolg einer Gründung beitragen können. Reiner Mantsch, einer der beiden Gründer des Textilrecycling-Startups Eeden (ursprünglich Mönchengladbach, mittlerweile Münster), wiederum betonte die wichtige Rolle des Teams, das Gründende um sich scharen müssen, und des Netzwerks, in dem sie sich befinden und an dem sie sich bedienen.
Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: Nach den großen Erfolgen 2024 (am Campus Krefeld der Hochschule) und 2025 soll es auch 2026 wieder eine Gründungsmesse Niederrhein geben. Doch schon in den nächsten Tagen und Wochen geht es weiter mit zahlreichen kostenfreien Veranstaltungen und Angeboten für Gründungsinteressierte, Gründerinnen und Gründer – bei der Gründungswoche Niederrhein vom 17. bis 23. November.
Über die Gründungsfabrik Mönchengladbach:
Bei der Gründungsfabrik handelt es sich um ein von Bund und Land NRW gefördertes Strukturwandelprojekt im Rheinischen Revier, angesiedelt bei der Wirtschaftsförderung (WFMG). Unter dem Dach der Gründungsfabrik, die sich als Weiterbildungsprojekt versteht, sind zwei Teilbausteine vereint: „Gründungsfabrik Mönchengladbach“ und „skillzUP“. Das Projekt wird für die Dauer von vier Jahren (1. Juli 2023 bis 30. Juni 2027) zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert, die restlichen zehn Prozent werden von der NRW-Landesregierung bereitgestellt. Es hat ein Gesamtbudget von knapp drei Millionen Euro. Weitere Informationen unter https://gruendungsfabrik.mg/.
Über HNX:
HNX ist das Team für Gründungsberatung und Entrepreneurship an der Hochschule Niederrhein. und fungiert unter dem Namen „HNX – Your way to start up“ als zentrale Anlaufstelle für alle Gründungsinteressierten an der HSNR. Ziel ist es, eine lebendige Gründungskultur an der Hochschule Niederrhein zu etablieren, die offen, praxisnah und mutig ist. Das Angebot richtet sich gleichermaßen an Studierende, Mitarbeitende und Lehrende und umfasst Kreativworkshops und Kurzvorträge ebenso wie eine Unterstützung in der Lehre – schließlich ist Entrepreneurship-Bildung fest in der Transferstrategie und im Hochschulentwicklungsplan der Hochschule Niederrhein verankert. Weitere Infos unter www.hs-niederrhein.de/existenzgruendung/.
Ansprechpartner für Redaktionen:
i.A. Andy Sacherer | sacherer@wfmg.de | Tel. 02161 82379-766
i.A. Stefanie Kutsch | stefanie.kutsch@hs-niederrhein.de | Tel. 02161 186-3564
Mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrags zwischen Circular Valley und KREFELD BUSINESS wurde jüngst im Rahmen des Circular Valley Forums 2025 in der Historischen Stadthalle Wuppertal eine neue Phase für das zirkuläre Bauen in Nordrhein-Westfalen eingeläutet. Ziel der Kooperation ist es, die Umsetzung von zirkulären Pilotprojekten im Gebäudebestand voranzubringen, übertragbare Lösungen für eine ressourcenschonende Bauwirtschaft zu entwickeln und Akteurinnen und Akteure des zirkulären Bauens enger miteinander zu verknüpfen. Neben Krefeld sind auch Partnerregionen aus Flandern und den Niederlanden an dem grenzüberschreitenden Netzwerk beteiligt.
Die Bauwirtschaft steht im Zentrum der Klimawende: Sie verbraucht die meisten Ressourcen und erzeugt zugleich die größten Abfallmengen – in Krefeld wie in vielen anderen Städten. Hier setzt der neue Circular Valley Construction Hub an, der Gebäude und Infrastrukturen nicht mehr als Verbrauchsobjekte, sondern als Wertstofflager der Zukunft versteht.
„In Krefeld bietet das industrielle Erbe interessante Bauten für die Umsetzung des zirkulären Ansatzes“, erklärt Elmar Klein-Hessling, Prokurist der GGK Grundstücksgesellschaft der Stadt Krefeld mbH & Co. KG, bei der das Projekt angedockt ist. In einer ehemaligen Textilfabrik aus den 1920er-Jahren entsteht in der Innenstadt derzeit ein neues Gründungszentrum – und mit ihm der künftige Standort des Circular Valley Construction Hubs, der dort ab 2027 als Reallabor, Erlebnisraum und Kommunikationsdrehscheibe fungieren wird. Bereits heute beginnt der Aufbau: mit ersten Erprobungsprojekten und einer digitalen Plattform, die Informationen zu Materialien, Beständen und Potenzialen für eine Wiederverwendung zugänglich macht.
„Wir wollen zeigen, dass zirkuläres Bauen nicht nur möglich, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll ist“, erläutert Monika Zurnatzis, Projektleiterin des Circular Valley Construction Hubs Krefeld und Teil von KREFELD BUSINESS. „Gerade im Gebäudebestand liegt das größte Potenzial, um einst verbaute Ressourcen wieder einzusetzen. Das erproben wir derzeit bei unserem Revitalisierungsvorhaben auf der Luisenstraße. Der Hub wird Gründerinnen und Gründer sowie Nutzerinnen und Nutzer gezielt unterstützen, nachhaltige Geschäftsmodelle fördern und den fachübergreifenden Wissensaustausch von der Planung über den Rückbau bis hin zur Wiederverwendung von Materialien stärken.“
Das Circular Valley mit Sitz in Wuppertal gilt als internationale Plattform für Innovationen in der Kreislaufwirtschaft. Mit den heutigen Vertragsunterzeichnungen werden mehrere regionale Hubs Teil dieses Netzwerks – jeder mit einem eigenen thematischen Schwerpunkt. In Krefeld liegt der Fokus auf zirkulärem Bauen und Sanieren im Bestand – eng verknüpft mit den Transformationsprozessen von Stadt und Region.
„Diese Partnerschaft verbindet lokale Praxis mit internationaler Innovationskraft“, betont Eckart Preen, Wirtschaftsdezernent der Stadt Krefeld und Leiter von KREFELD BUSINESS, und erklärt: „Mit dem Construction Hub schaffen wir einen Ort, an dem Innovation, Handwerk und Nachhaltigkeit im besten Sinne zusammenfinden – und damit ein Modell, das weit über die Stadt hinauswirkt.“
Haben Sie Fragen dazu, so melden Sie sich gerne.
Ihre Ansprechpartnerin:
KREFELD BUSINESS | Annegret Angerhausen-Reuter | Mitglied der Geschäftsleitung und Pressesprecherin
02151 82074-44 | annegret.angerhausen-reuter@krefeld-business.de
Der Rhein-Kreis Neuss wurde auf der „Kommunale“, der größten deutschen Verwaltungsfachmesse, mit einem zweiten Platz für sein interkommunales Projekt „Digitaler Zwilling im Rhein-Kreis Neuss“ beim Digital-Award 2025 in Nürnberg in der Kategorie Landkreise, Ministerien und sonstige Behörden ausgezeichnet. Somit trägt der Rhein-Kreis Neuss in Zukunft das Siegel „Digital-Award 2025“ mit dem Digitalen Zwilling als „Exzellentes Projekt zur Digitalisierung der Verwaltung“. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke freute sich zusammen mit Kreisdezernent Harald Vieten und Amtsleiter Michael Fielenbach über die Auszeichnung und betonte: „Diese Würdigung belohnt unser Engagement bei der Digitalisierung. Wir werden diesen Weg zielgerichtet fortsetzen und die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung auch weiterhin konsequent nutzen“, sagte Petrauschke.
Der Digital Award würdigt herausragende kommunale Digitalisierungsprojekte. Felix Ebner, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Bundesverband Databund e.V., übergab die Auszeichnung an Michael Fielenbach, Leiter des Kataster- und Vermessungsamtes des Rhein-Kreises Neuss, und Abteilungsleiter Christoph Kany. Bei der Preisverleihung war auch der Bayerische Digitalminister Dr. Fabian Mehring dabei.
Das Projekt „Digitaler Zwilling“ des Rhein-Kreises Neuss war aus bundesweit 72 Bewerbungen nominiert worden. Ziel des „Digitalen Zwillings“ ist es, die Geodaten der Kommunalverwaltungen im Rhein-Kreis Neuss zusammenzuführen, um die reale Welt auf dem Bildschirm erlebbar zu machen. Die Nutzer erhalten Zugriff auf hochaufgelöste, dreidimensionale 360-Grad-Bilddaten, die vergleichbar mit einer virtuellen Realität sein sollen. Dies ermöglicht die Visualisierung von Planungsvorhaben und Simulationsmodellen in den Bereichen Mobilität, Verkehr, Bau, Klima, Umwelt und Wirtschaft. Zudem dient das Projekt als Basis für Smart-City-Anwendungen und neue Geschäftsmodelle.
Seit Projektstart im Jahr 2023 – gefördert durch das NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung – wurden bereits zwei vollständige 3D-Vermessungen des Straßennetzes mit Spezialfahrzeugen durchgeführt, eine dritte ist für 2027 geplant. Zusätzlich werden kreisweit einheitliche Luftbilddaten (Orthofotos, Schrägluftbilder, 3D-Modelle) eingesetzt. Die geplante Datendrehscheibe soll kommunale Datenpools sowie standardisierte Landesdaten zentral bündeln und verfügbar machen. Die Federführung hat das Kataster- und Vermessungsamt des Rhein-Kreises Neuss. IT-Dezernent Harald Vieten, Amtsleiter Michael Fielenbach, Geodaten-Experte Christoph Kany und ihr Team treiben die Weiterentwicklung des Digitalen Zwillings voran.
Der Preis wurde im Rahmen der Messe „Kommunale“ vergeben, einer bundesweiten Fachmesse des Bayerischen Gemeindetags, die in diesem Jahr Rekordzahlen mit rund 8 000 Besuchern und mehr als 600 Ausstellern verzeichnete. Den ersten Platz beim Digital-Award 2025 in der Kategorie Landkreise, Ministerien und sonstige Behörden erreichte der Landkreis Darmstadt-Dieburg mit dem KI-generierten Video-Nachrichtenformat „LaDaDi KOMPAKT“. Hinter dem Rhein-Kreis Neuss belegte der Landkreis Augsburg mit dem Projekt „KI-gestützte Innovation für die wirtschaftliche Jugendhilfe“ den dritten Platz.
In der Kategorie Städte und Gemeinden bis 20 000 Einwohnende kam Kloster Lehnin auf Platz eins mit einer digitalen Anwendung für medienbruchfreie Antragsbearbeitung; in der Kategorie Städte und Gemeinden über 20 000 Einwohnende erreichte die Stadt Nürnberg Platz eins mit „Datenkultur leben – digital souverän. Dezentral. Bürgernah.“. Weitere Informationen zu dem Digital Award finden sich unter dem Link https://www.kommunale.de/de-de/digital-events/digital-award.
Ein weiterer Schritt für eine nachhaltigere Luftfahrt in Europa: Der Flughafen Mönchengladbach (MGL) hat gestern die europaweit erste öffentliche Tankstelle für den neuen, bleifreien Flugkraftstoff Swift 100R in Betrieb genommen. Der innovative Treibstoff steht damit ab sofort im Rahmen einer ersten Erprobungsphase für die Allgemeine Luftfahrt am MGL zur Verfügung. Die Erstbetankung wurde gemeinsam mit der am Flughafen ansässigen MG Flyers Luftfahrerschule GmbH durchgeführt.
Swift 100R ist ein bleifreier 100-Oktan-Flugkraftstoff, der die gleiche Motoroktanzahl (MON 100) wie herkömmliches Avgas 100LL bietet. Der Kraftstoff kann ohne technische Modifikationen an den zugelassenen Flugzeugen verwendet werden und ist mit bereits vorhandenen Kraftstoffsorten mischbar. Aktuell ist Swift 100R auf STC-Basis (Supplemental Type Certificate) für alle Cessna 172 S- und R-Modelle zugelassen. In Kürze werden Zulassungen für zahlreiche weitere Flugzeugtypen und Motoren folgen.
Neben dem Verzicht auf Blei setzt der Kraftstoff auch bei der Nachhaltigkeit neue Maßstäbe. Dr. Thomas Albuzat, Geschäftsführer der Swift Fuel GmbH, erklärt die zukunftsweisende Zusammensetzung: „Das ‚R‘ in 100R steht für Renewable. Der Kraftstoff enthält bereits heute einen Anteil aus erneuerbaren Komponenten und wurde so ausgelegt, dass dieser Anteil künftig deutlich erhöht werden kann. Damit leisten wir nicht nur einen Beitrag zum Ausstieg aus Blei, sondern ebnen auch den Weg in eine nachhaltigere Zukunft der Luftfahrt.“
„Mit Swift 100R erweitern wir das Angebot für unsere Kunden um eine zukunftsorientierte Alternative, die den Wandel in der Luftfahrt aktiv unterstützt“, sagt Martin Bollinger, Geschäftsführer von Bollinger Aviation, die als europäischer Vertriebspartner für den Kraftstoff fungiert. „Dass wir gemeinsam mit dem Flughafen Mönchengladbach die erste öffentliche Tankstelle dieser Art in Europa in Betrieb nehmen, ist ein starkes Signal für Innovation und Fortschritt.“
Für den Flughafen Mönchengladbach ist die Einführung von Swift 100R Teil der strategischen Ausrichtung auf klimafreundliche Technologien. Andreas Ungar, Geschäftsführer des Flughafens, betont: „Die Kooperation mit Bollinger Aviation und Swift Fuel zeigt, wie praxisnah wir den Transformationsprozess der Luftfahrt begleiten. Mit Projekten wie diesem stärken wir die Rolle des MGL als Standort für nachhaltige und innovative Lösungen.“
Der Flughafen Mönchengladbach engagiert sich seit Jahren für CO₂-Reduktion und die Entwicklung neuer Antriebstechnologien. Neben Forschungsaktivitäten zu elektrischen und wasserstoffbasierten Flugzeugen ist die Bereitstellung moderner, ressourcenschonender Kraftstoffe ein weiterer konsequenter Schritt auf dem Weg zu einem zukunftsfähigen und klimafreundlichen Flughafenbetrieb.
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Mit der Ausrichtung der diesjährigen IDRF-Mitgliedertagung war der Flughafen Mönchengladbach (MGL) erneut Gastgeber einer bedeutenden Fachveranstaltung der Luftverkehrsbranche. Am 13. und 14. Mai 2025 fand die Mitgliedertagung der Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze (IDRF) im Hugo Junkers Hangar statt. Erstmals fand die Veranstaltung gemeinsam mit dem Deutschen Hubschrauber Verband (DHV) statt, der parallel tagte. Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung stand der gemeinsame Austausch über aktuelle Herausforderungen im Luftverkehr und neue Perspektiven in der Luftmobilität.
Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter regionaler Flughäfen in Deutschland nutzten die Tagung, um sich über operative, infrastrukturelle und regulatorische Themen auszutauschen. Auch die Rolle der Flughäfen im Kontext von Klimaschutz, Digitalisierung und innovativer Mobilität wurde intensiv diskutiert.
„Regionale Flughäfen sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Luftverkehrssystems in Deutschland. Sie sichern Erreichbarkeit, schaffen Arbeitsplätze und sind zunehmend auch Innovationsorte für neue Mobilitätslösungen. Die IDRF bietet eine wichtige Plattform, um diese Rolle gemeinsam weiterzuentwickeln.“, so Andreas Ungar, Geschäftsführer des Flughafens Mönchengladbach.
Mit dem Hugo Junkers Hangar verfügt der MGL über eine außergewöhnliche Event Location, die sich zunehmend als beliebter Austragungsort für Fachtagungen und Netzwerktreffenetabliert. „Dass wir die IDRF-Tagung gemeinsam mit dem DHV am Standort ausrichten konnten, unterstreicht die wachsende Bedeutung des Flughafens als Ort für Austausch, Fortschritt und Zukunftsthemen der Luftfahrt“, so Dr. Ulrich Schückhaus, ebenfalls Geschäftsführer des Flughafens Mönchengladbach.
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Extreme Wetterereignisse, Wasserknappheit und steigende Temperaturen erfordern weltweite Anpassungsstrategien. Bei der bundesweit ersten Resilience Expo werden am Montag, 23. Juni 2025, im Zeughaus Neuss erstmalig innovative Lösungen und Geschäftsmodelle ausgestellt, die die Folgen des Klimawandels abmildern. Unternehmen und Investoren erhalten die Möglichkeit, zukunftsweisende Entwicklungen zu präsentieren, neue Märkte zu erschließen und sich zu vernetzen. Die Resilience Expo versammelt Unternehmen, Wissenschaft, Interessenverbänden sowie Fachverwaltungen und Politik – aus dem Rheinischen Revier, aus Nordrhein-Westfalen, bundesweit und international. Ziel ist es, gemeinsam eine langfristige grenzüberschreitende Vernetzungsplattform für die Klimaanpassungswirtschaft zu etablieren.
Umweltminister Oliver Krischer unterstreicht die Bedeutung der neuen Resilience Expo: „Mit der Resilience Expo setzen wir in Nordrhein-Westfalen ein starkes Zeichen für die klimagerechte Transformation. Die Expo vereint Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in einem vielseitigen Format und macht deutlich, welche Chancen in resilienten Technologien und nachhaltigen Geschäftsmodellen stecken. Damit schaffen wir eine Plattform, die die Kräfte bündelt, das wachsende Angebot an wirksamen Lösungen präsentiert – und Nordrhein-Westfalen als Modellregion für eine resiliente Transformation international sichtbar macht.“
Die Resilience Expo verknüpft regionale Innovationen aus Nordrhein-Westfalen mit internationalen Entwicklungen. Bestehende Initiativen sollen gebündelt, Synergien genutzt und der internationale Austausch gestärkt werden.
Neben der klassischen Ausstellung bietet die Resilience Expo mit Workshops und Diskussionsformaten vielfältige Möglichkeiten zur Vernetzung. Ziel ist es, Konzepte und Produkte nicht nur zu präsentieren, sondern aktiv zu diskutieren und so langfristig weiterzuentwickeln.
Die Expo wird in den kommenden drei Jahren vom Bund und vom Land Nordrhein-Westfalen finanziert. Als internationale Ausstellung stärkt sie den Standort Nordrhein-Westfalen und trägt zum wirtschaftlichen und strukturellen Wandel des Rheinischen Reviers bei.
Um den Einstieg so attraktiv wie möglich zu gestalten, ist die Teilnahme für Unternehmen und weitere Interessierte aus Forschung, Interessenverbänden, Verwaltung oder Politik kostenfrei. Insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen soll so der Zugang erleichtert werden, um ihre Ideen zu präsentieren und Kontakte zu knüpfen.
Unternehmen, die sich an dieser oder der nächsten Resilience Expo beteiligen möchten, können fortlaufend ihr Interesse unter exhibit@resilience-expo.com bekunden. Weitere Informationen zur Resilience Expo sowie zur Anmeldung zur Veranstaltung und zum Newsletter finden Sie unter www.resilience-expo.com.
Hintergrund
Die Resilience Expo ist ein Ankerprojekt der Landesregierung im Rahmen des Strukturwandels im Rheinischen Revier. Bund und Land unterstützen die nachhaltige Transformation des Rheinischen Reviers im Zuge des Kohleausstiegs mit mehr als 14,8 Milliarden Euro. Das Land flankiert die Förderung aus Bundesmitteln mit eigenen Haushaltsmitteln. Bislang sind 317 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 2,2 Milliarden Euro bewilligt.
Das Bewerbungsverfahren für den landschaftsplanerischen Wettbewerb zur Landesgartenschau Kleve 2029 hat begonnen! Seit 6. Mai ist der Bewerbungsaufruf zur Teilnahme an dem europaweiten Wettbewerb öffentlich. Landschaftsarchitekten aus ganz Europa können ihre individuellen Entwürfe, kreativen Ideen und Lösungsvorschläge für die Parkanlagen zur Landesgartenschau 2029 bis zum 14. August einreichen.
„Mit der Auslobung des Wettbewerbs haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht. Im Fokus stehen die Planung und der Bau der Daueranlagen, also den Arealen der Landesgartenschau, die Kleve auch nach Veranstaltungsende bereichern. Damit startet eine sehr spannende Phase.“ betonte Bürgermeister Wolfgang Gebing.
Das Wettbewerbsgebiet umfasst entlang der die Stadt durchfließenden Wasserachse den westlichen Hangbereich am Kermisdahl mit dem Prinz-Moritz-Park. Auf dem östlichen Ufer wird der siedlungsnahe Übergangsbereich in die Galleien als öffentlicher Grünraum qualifiziert; nach Süden soll ein abgestufter Übergang zur freien Landschaft mit dem naturnahen Uferbereichen des Kermisdahl entwickelt werden. Es gilt, die vorhandenen grünen Räume zu verbinden, zu erweitern und zu optimieren. Zudem soll das Wasser als zentrales Element erlebbar und sichtbar werden. Neben der Gestaltung der dauerhaften Parkanlagen sind weiterhin die Verortung und Vorbereitung von Ausstellungsbeiträgen zu bearbeiten. Der Wettbewerb wird als offener, einstufiger freiraumplanerischer Ideen- und Realisierungswettbewerb ausgelobt.
Klaus Keysers, Geschäftsführer der gGmbH: „Die bisherigen Ideen und Konzepte werden nun im Rahmen des Wettbewerbs ausgearbeitet und konkretisiert. Wir freuen uns auf die Teilnahme zahlreicher Architekturbüros und deren vielfältige Gestaltungsideen für unsere Landesgartenschau.“
Die Wettbewerbsbeiträge werden am 11. September im Klever Kolpinghaus durch ein Preisgericht beurteilt. Diesem gehören als Fachpreisrichter sechs renommierte Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten an. Als Sachpreisrichter ergänzen Wolfgang Gebing (Bürgermeister der Stadt Kleve), Heinrich Sperling (Laga Kleve 2029 gGmbH), Andrea Schwiete für die CDU-Fraktion, Petra Tekath für die SPD-Fraktion und Wiltrud Schnütgen für das Bündnis 90/Die Grünen das Juryteam.
Anschließend werden alle Einreichungen und damit auch der Gewinnerentwurf der interessierten Öffentlichkeit und der Presse vorgestellt und mindestens 10 Tage lang öffentlich ausgestellt. Der Ort und Zeitpunkt der Eröffnung der Ausstellung werden rechtzeitig bekannt gegeben.
Hintergrund: Die Stadt Kleve ist im Jahr 2029 Präsentationsort für die zwanzigste nordrhein-westfälische Landesgartenschau. Entlang des Kermisdahl, einem ehemaligen Seitenarm des Rheins, sollen auf zwei Teilflächen in einer Größe von rund 23 Hektar öffentliche Grünflächen, aber auch extensive landschaftliche Erholungsräume als Daueranlage entwickelt werden. Parallel dazu und im Nachgang zum Wettbewerb werden unter dem Motto „Stadt | Land | Wasser“ unter Mitwirkung weiterer Akteure (Hochschule, Bürgerschaft, Vereine, Verbände) Räume und Orte für das Ereignis Gartenschau hergerichtet und bespielt.
Das Förderprojekt „Digitaler Zwilling Rhein-Kreis Neuss“ erreicht mittlerweile überregionale Popularität. Auf der Fachtagung „Forum Geodäsie“ in Bielefeld, das der Deutsche Verein für Vermessungswesen organisiert hat und auf der das Netzwerken zu aktuellen Themen der Geoinformation und Landmanagement gefördert wird, hat der Rhein-Kreis Neuss das Projekt und dessen aktuellen Entwicklungsstand vorgestellt. „Unser ,Digitaler Zwilling‘ hat schon jetzt starkes Interesse geweckt. Das Konzept wurde bereits von anderen Kreisen angefragt, die ein solches Angebot ebenfalls einführen möchten“, betont Harald Vieten, IT-Dezernent des Rhein-Kreises Neuss. „Unser Kreis nutzt die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung und treibt die Umsetzung zukunftsorientiert und konsequent voran. Das Projekt ,Digitaler Zwilling‘ ist hierfür ein hervorragendes Beispiel.“
Der „Digitale Zwilling Rhein-Kreis Neuss“ führt Geodaten der Kommunalverwaltungen an Rhein, Erft und Gillbach zusammen, um die reale Welt auf dem Bildschirm erlebbar zu machen. Die Nutzer erhalten Zugriff auf hochauflösende, dreidimensionale 360-Grad-Bilddaten, die vergleichbar mit einer virtuellen Realität sein sollen. „Das ermöglicht die Visualisierung von Planungsvorhaben und Simulationsmodellen in den Bereichen Mobilität, Verkehr, Bau, Klima, Umwelt und Wirtschaft“, erklärt Michael Fielenbach, Leiter des Kataster- und Vermessungsamtes Rhein-Kreis Neuss. „Zudem dient das Projekt als Basis für Smart-City-Anwendungen.“
Bei der Fachtagung „Forum Geodäsie“ kamen rund 220 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen. Darunter waren Vertreter und Vertreterinnen von Städten, Kreisen, Ländern, Bundesbehörden, Berufsverbänden sowie des Landkreistags. Bei der Fachtagung wurde auch die zentrale Rolle des Geodatenmanagements in den Kreisverwaltungen als wichtige Bündelungsstellen für die kreisangehörigen Kommunen deutlich. Mit der Vorstellung seines Projekts traf der Rhein-Kreis Neuss auf großes Interesse. Vertreten wurde der Kreis auf der Fachtagung von seinem Geodaten-Experten Christoph Kany.
Neben einem animierten Zusammenschnitt von Anwendungsbeispielen wurde auch die zweite aktuelle Planungsphase des Aufbaus einer kreisübergreifend einheitlichen urbanen Datenplattform, die Teil des „Digitalen Zwillings“ ist, vorgestellt, die das Zusammenspiel und die Datenvernetzung zwischen kommunalen Datenbeständen sowie Landes- und Bundesdaten ermöglichen soll. Zuvor hatten sich Fachvertreter der nordrhein-westfälischen Kreise (Kataster- und Vermessungsämter) im Arbeitskreis Geoinformation und Vermessung des Landkreistages inhaltlich abgestimmt.
Im Kern stellt die urbane Datenplattform eine Basis- und Bündelungsfunktion dar, auf der alle kommunalen Fachdaten im Digitalen Zwilling mit anderen Daten in Beziehung gesetzt und visualisiert werden und mit kommunalen Werkzeugen, Analysen und Simulationen für kommunale Planungsaufgaben zur Verfügung gestellt werden können. Wesentliches Merkmal ist die Verwendung von Standards und Schnittstellen, die eine Zusammenarbeit auch mit anderen datenführenden Stellen ermöglicht.