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Erstmals nach der Corona-Pause trat der Verbund regionen.NRW gestern in Berlin beim Sommerfest der Landesregierung NRW wieder auf. Das NRW-Fest umfasste weit über 1500 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien. Der Gastgeber, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, betonte in seiner Begrüßungsrede, wie wichtig es sei, sich auszutauschen und miteinander zu vernetzen.

Ein buntes Programm rundete den Abend ab, auch die Kölner Kultband „Miljö“ trat vor den Gästen auf. Am Stand der NRW-Regionen gab es die Vielfalt NRWs zu probieren: bei einem Gin-Tasting mit Gins von besonderen lokalen Produzenten und Herstellern aus den neun Regionen.

 Sich zusammen gegenüber der Landesregierung positionieren – das ist die Idee hinter dem gemeinsamen Auftritt der neun Regionen mit dem Titel „regionen.nrw“. Der Verbund besteht seit 2013 und fasst inzwischen neun verschiedene Managementorganisationen: Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, Münsterland e.V., Standort Niederrhein GmbH, OstWestfalenLippe GmbH, Region Köln/ Bonn e.V., Regionalmanagement Düsseldorf/Kreis Mettmann, Regionalverband Ruhr, Südwestfalen Agentur GmbH und Region Aachen – Zweckverband.

Ministerin Neubaur: Eindrucksvoller Beleg für die Transformationskraft der Regionen in Nordrhein-Westfalen.

Klimaneutrale Transformation von Quartieren, Kreislaufwirtschaft, Blockchain in der Logistik – die Regionen Nordrhein-Westfalens entwickeln viele spannende Ideen zur regionalen, klimaneutralen Transformation. Die Landesregierung und die EU unterstützen die Regionen auf diesem Weg. Ziel ist es, Forschung und Unternehmen zusammenzubringen, regionale Kooperationen stärken und so innovative Ideen und nachhaltige Technologien in die Praxis zu bringen. In der ersten Runde des Projektaufrufs „Regio.NRW – Transformation“ aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027 wurden nun 33 innovative Projekte aus allen Regionen des Landes zur Förderung empfohlen. Die ausgewählten Projekte werden von Land und EU mit 62 Millionen Euro gefördert.  Das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Industrie setzt den Projektaufruf mit dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr um. Eine zweite Einreichrunde ist für den Herbst 2024 vorgesehen.

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: „Die 33 erfolgreichen Projektskizzen zeigen auf eindrucksvolle Weise, welche Transformationskraft in den nordrhein-westfälischen Regionen liegt. Die Projekte setzen da an, wo am meisten bewegt werden kann: Sie bringen zukunftsweisende Ideen und Technologien in die Praxis, machen unsere Wirtschaft ressourceneffizienter und digitaler, sichern die unerlässlichen Fachkräfte für die klimaneutrale Transformation und helfen den Menschen und Unternehmen dabei, nachhaltig mit den Folgen des Klimawandels umzugehen. Die ausgewählten Projekte sind so vielseitig und kreativ wie die Regionen selbst.“

Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer: „Wir wollen Nordrhein-Westfalen zur ersten klimaneutralen Industrieregion Europas machen. Diese Transformation kann uns aber nur gelingen, wenn wir es schaffen, den ökologischen Umbau voranzutreiben und unser Bundesland gleichzeitig zu einem der nachhaltigsten, wettbewerbsfähigsten und klimaresilientesten Wirtschaftsstandorte in Europa zu gestalten. Die Innovationskraft der Regionen in Nordrhein-Westfalen spielt dabei eine wichtige Rolle: Mit den Projektvorhaben stärken Unternehmen und Kommunen ihre Resilienz vor den Folgen der Klimakrise und Extremwetterereignissen. Das Bauen der Zukunft wird außerdem ressourcenschonender und klimaneutraler erfolgen. Gute Projekte von engagierten Menschen sind ein Motor für die zukunftsorientierte Entwicklung der Regionen.“

Hintergrund:

Für zukunftsweisende, nachhaltige und innovative Vorhaben in Nordrhein-Westfalen steht aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027 ein Investitionsvolumen von rund 4,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Es speist sich aus 1,9 Milliarden Euro EU-Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Just Transition Fund (JTF) sowie der Ko-Finanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen und Eigenanteilen der Projekte. Unterstützt werden Vorhaben aus den Themenfeldern Innovation, Nachhaltigkeit, Mittelstandsförderung, Lebensqualität, Mobilität und Strukturwandel in Kohlerückzugsregionen. Weitere Informationen finden Sie unter www.efre.nrw

Folgende Projekte werden gefördert:

Care for sustainable Innovation

Mit dem Vorhaben werden die F&E-Kompetenzen der Hochschulen, Start-ups und Unternehmen in der StädteRegion Aachen und den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg vernetzt und umgesetzt, um die digitale und nachhaltige Transformation in der Gesundheitswirtschaft cross-innovativ zu realisieren. (Region Aachen Zweckverband)

FAB.Region Bergisches Städtedreieck – Transformation des Bergischen Städtedreiecks zur co-kreativen Kreislaufwirtschaftsregion

Ziel ist, die Transformationsaufgabe hin zu einer co-kreativen Kreislaufwirtschaft durch das Fab City Rahmenwerk zu operationalisieren und einen Aktionsplan für das Bergische Städtedreieck zu entwickeln. (Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderung GmbH)

Bergisches Kompetenzzentrum „Kreislaufwirtschaft“: Entwicklung der Kreislaufwirtschaftskompetenz in produzierenden Unternehmen

Produzierende Unternehmen der Metallindustrie im Bergischen Städtedreieck werden durch ein Kompetenzzentrum zur Transformation befähigt. KMU werden dabei unterstützt, das Prinzip der Kreislaufwirtschaft umzusetzen. (Neue Effizienz gemeinnützige GmbH)

Smart Energy Hub Düsseldorf/Mettmann

Im Projekt werden wesentliche Herausforderungen des Klimaschutzes und der Energiewende adressiert, darunter die Wärmewende und die energetische Sanierung des Gebäudebestandes in der Region Düsseldorf und Kreis Mettmann. (Hochschule Düsseldorf)

Denkschmiede

Im Oberbergischen Kreis, im Rheinisch-Bergischen Kreis und im Rhein-Sieg-Kreis sollen Transfer-Spaces für Service-Innovationen, Weiterbildung und Vernetzung entwickelt werden. (Scienceloft GmbH)

Digitaler Zwilling urbaner Grünflächen

Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg will verfügbare Umweltdaten miteinander verknüpfen und in Form eines „Digitalen Zwillings“ der urbanen Grünflächen zuständigen Entscheidungsträgern im Rhein-Sieg-Kreis zur Verfügung zu stellen.

InnoFaktur

Die TH Köln will die im Vorprojekt entwickelten pilothaften Lösungen hinsichtlich der Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlichen Einrichtungen des Bergischen Rheinlands nun in ein leistungsfähiges, skalierendes Gesamtsystem überführen.

Circular Performer Emscher-Lippe

Ziel dieses Projektes in der Emscher-Lippe Region ist es, zu einer Schließung von Stoff- und Energiekreisläufen beizutragen. (WiN Emscher-Lippe Gesellschaft zur Strukturverbesserung mbH)

Hitzeaktionsplanung für die Emscherregion
Mit dem Vorhaben sollen die 16 Kommunen der Emscherregion dabei unterstützt werden, eine gemeinsame übergeordnete Hitzeaktionsplanung zu entwickeln. (Emschergenossenschaft)

Kompetenzverbund Life Sciences – KLIC.2.go

Anknüpfend an Ergebnisse des Vorgängerprojekts sollen im Zuge des aktuellen Projekts die Kompetenzen im Ruhrgebiet in den Bereichen Bioprozesstechnik und Bioanalytik weiterentwickelt werden. (BioIndustry e. V.)

Greentech.Ruhr Deep Dive into Climate Adaption and Construction

Das Vorhaben zielt darauf ab, das Netzwerk Greentech.Ruhr um die Themen Bauwirtschaft und Klimaanpassungswirtschaft zu erweitern und die Dekarbonisierung der Wirtschaft im Ruhrgebiet voranzutreiben. (Business Metropole Ruhr GmbH)

Energiemanagement auf Gewerbeflächen in der Metropole Ruhr

Durch die Optimierung der Energieversorgung von Industrie- und Gewerbegebieten und eine Senkung des Energieverbrauchs soll ein Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen in der Metropole Ruhr geleistet werden. (Business Metropole Ruhr GmbH)

Grün4KRITIS

Der Schutz kritischer Infrastruktur (KRITIS) soll durch das Projekt mithilfe grüner Infrastruktur (GI) als Ökosystemdienstleistung (ÖSD) optimiert und gestärkt werden. (Technische Universität Dortmund)

#digital.zirkulär.ruhr: Wissens- und Technologietransfer für die digitale Circular Economy in der Metropole Ruhr

Durch Netzwerkarbeit soll das regionale Innovationssystem in der Metropole Ruhr um Kompetenzen aus dem Bereich der digitalen Circular Economy erweitert werden. Der Fokus liegt dabei auf der Verknüpfung von Digitalisierung und Circular Economy. (Hochschule Ruhr West)

In|Die RegionWestfalen: Kompetenzregion für grüne Produktion

Durch eine zukunftsorientierte Transformation in Dortmund, Bochum, Hagen, Hamm und dem Kreis Unna soll die regionalen Wirtschaftsstruktur gestärkt werden. (Wirtschaftsförderung der Stadt Dortmund)

Blockchain in der Logistik: Innovationstransfer für die Modellregion „Dortmund-Unna-Hamm“
Ziel ist der Transfer von Wissen und Kompetenzen aus dem Bereich der Blockchain-Technologie in der Logistik zu den Unternehmen der Region Dortmund, Kreis Unna und Hamm. (Fraunhofer IML)

Grünes Gründen Münsterland

Das Münsterland will grüne Gründungen in der Region forcieren – insbesondere die Umsetzung von zielgerichteten Angeboten im Bereich der ökologischen Transformation für die Gründungsszene im Handwerk und Handel. (Münsterland e.V.)

Kreislaufwirtschaftsregion Münsterland

Ziel ist eine Transformation des Münsterlandes zur innovativen, ressourceneffizienten und klimafreundlichen Wirtschaftsregion. Das soll gelingen durch die Optimierung regionaler Stoffkreisläufe. (Münsterland e.V.)

Sustainable Innovation Münsterland

Das Vorhaben soll eine Lücke im bestehenden Unterstützungsangebot für KMU im Münsterland schließen, indem die regionale Wirtschaft noch stärker mit der Wissenschaft verknüpft wird. (Münsterland e. V.)

Optimierte digitale Nachhaltigkeitsberichte für kleine und mittlere Unternehmen partizipativ entwickeln und flexibel umsetzen

Die Westfälische Hochschule will eine digital gestützte Prozessinnovation entwickeln, um den Aufwand zur Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten im Münsterland signifikant zu reduzieren.

Biogas Netzwerk Münsterland

Die Biogastechnik im Münsterland soll in diesem Projekt zu einem wesentlichen Baustein der zukünftigen Energiesysteme weiterentwickelt werden. (FH Münster)

Recycling durch Innovation in der Textilwirtschaft am Niederrhein

Die Hochschule Niederrhein möchte die Textil- und Bekleidungswirtschaft in der Region Mittlerer Niederrhein bei ihrer Entwicklung zu einer Kreislaufwirtschaft unterstützen.

Wissens- und Technologietransfer für eine nachhaltige Transformation der Wertschöpfungskette Ernährungswirtschaft am Niederrhein und in OWL
Das Projekt zielt darauf ab, ein interregionales Innovations- und Transformationsnetzwerk aufzubauen, um die Akteure der Ernährungswirtschaft aus den Regionen Ostwestfalen-Lippe und dem Niederrhein zusammenzubringen. (Ernährung-NRW e. V.)

Win4OWL – Wissenschaft interdisziplinär, Wirtschaft innovativ

Das regionale Innovationssystem in der Region Ostwestfalen-Lippe soll durch Netzwerkarbeit um interdisziplinäre Kooperationen und eine Ausrichtung auf die Themen der sogenannten „VUCA“-Welt erweitert werden. (BRIC GmbH)

Innovative Strategien zur Nutzung der Nachhaltigkeitspotenziale in der Veranstaltungsbranche in OstWestfalenLippe

Im Rahmen des Projektes werden will die Universität Paderborn Nachhaltigkeitspotenziale von Outdoor-Kulturfestivals in Ostwestfalen-Lippe identifizieren, in innovative Strategien überführen und konkrete Maßnahmen im Realbetrieb erproben.

Klimaneutrale Transformation von Quartieren

Das Projekt von Energie Impuls OWL e. V. beschäftigt sich mit der Dekarbonisierung der Quartiere in der Region Ostwestfalen-Lippe durch eine auf erneuerbare Energien basierenden Versorgung, der Nutzung von Flexibilitäten bei der Sektorenkopplung und zunehmender Energieeffizienz.

Zirkuläre Transformation in OWL gestalten

Aufbauend auf bisherigen Aktivitäten im Bereich Zirkulären Wirtschaftens sollen im Vorhaben Akteure der Region Ostwestfalen-Lippe auf die Aufgaben vorbereitet werden, die durch die Circular Economy entstehen. (Food-Processing Initiative e. V.)

Green.OWL

Ziel des Projektes ist es, Ostwestfalen-Lippe durch eine gezielte Regionalentwicklung zu einem Modell für die erfolgreiche Nachhaltigkeitstransformation eines mittelständisch geprägten Industriestandorts zu entwickeln. (OstWestfalenLippe GmbH)

Ce:FIRe – zirkulär.frugal.regenerativ

Durch die innovative Kombination dieser drei Ansätze soll die Schonung, Wiederverwertung und Regeneration von Ressourcen verstärkt werden. Die Stoff- und Produktkreisläufe in den Regionen Ostwestfalen-Lippe, Südwestfalen und dem Bergischen Städtedreieck sollen für Märkte mit neuen Zielgruppen erweitert werden. (InnoZent OWL e.V.)

Produktion.Digital.Südwestfalen – PLUS+  

Ziel ist die Entwicklung passgenauer Unterstützungsangebote für digitalisierte und intelligente Produktionsprozesse in Südwestfalen. (Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH)

Arbeitgeber-Schmiede Südwestfalen – Das Transformations- und Change-Netzwerk

Stärkung der Arbeitgeber in Südwestfalen zur Bekämpfung des Fachkräftemangels mit dem Hauptaugenmerk auf die erforderliche technologische Transformation. (Südwestfalen Agentur GmbH)

SOLID²

Die Fachhochschule Südwestfalen möchte in diesem Projekt die Blockchain-Technologie in der Region Südwestfalen industriellen KMU und zugehörigen Partnern für Logistiketten nutzbar machen.

Nachhaltige Wirtschaftsflächen in Südwestfalen

Im Mittelpunkt des Projektes stehen die flächensparende und klimaresiliente Planung und Bauweise von Erschließungsanlagen, die klimagerechte Energieversorgung, klimagerechte Mobilität und das Thema Ressourceneffizienz, um Wirtschaftsflächen in Südwestfalen nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten. (IHK Arnsberg, Hellweg-Sauerland)

Am gestrigen Abend fand in der Landesvertretung NRW in Berlin das Sommerfest unter dem Motto „Typisch NRW“ statt. Rund 1.500 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien kamen zusammen, um sich über aktuelle Themen und Entwicklungen in Nordrhein-Westfalen auszutauschen. Mit dabei waren auch die neun regionalen Entwicklungsorganisationen des Verbunds regionen.NRW.

Ministerpräsident Hendrik Wüst betonte in seiner Begrüßungsrede: „Besonders in diesen schwierigen Zeiten ist es wichtig, miteinander im Gespräch zu bleiben. An großen Herausforderungen wie die klimaneutrale Transformation wettbewerbsfähig zu gestalten, mangelt es nicht. Da ist es manchmal besser, informell miteinander zu reden, statt nach Protokoll. Hier kann man umso besser respektvoll erst die Probleme der anderen sehen, um sich anschließend an einen Tisch zu setzen. Das ist der Sinn dieses Abends“.

Die Gäste diskutierten aktuelle Themen sowie spannende Innovationen und probierten landestypische Speisen und Getränke. Auch am Stand der NRW-Regionen gab es die Vielfalt NRWs zu probieren, mit Gins und Cocktails von besonderen lokalen Produzenten und Herstellern aus den neun Regionen. Ein buntes Programm, unter anderem mit der Band „Brass Appeal“, rundete den Abend ab.

Sich zusammen gegenüber der Landesregierung zu positionieren – das ist die Idee hinter dem gemeinsamen Auftritt der neun Regionen mit dem Titel „regionen.NRW“. Der Verbund besteht seit 2013 und umfasst die Zukunftsagentur Rheinisches Revier sowie die neun regionalen Managementorganisationen Region Aachen – Zweckverband, Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, Regionalmanagement Düsseldorf/Kreis Mettmann, Region Köln/Bonn e.V., Münsterland e.V., Standort Niederrhein GmbH, OstWestfalenLippe GmbH, Regionalverband Ruhr und die Südwestfalen Agentur GmbH.

 

Frühjahrsempfang am 27. Februar im Landtag

Seit mehr als zehn Jahren vernetzen sich die Regionen in NRW unter dem Slogan „regionen.NRW. Starke Regionen. Starkes Land“ miteinander und entwickeln gemeinsame Konzepte, Strategien und Projekte. Um den Herausforderungen des Landes auch zukünftig gemeinsam begegnen zu können, kamen die Geschäftsführungen und Vorstände jetzt in Münster zu einer Klausurtagung zusammen und legten die Jahresstrategie des Verbundes fest.

Dabei ging es unter anderem um die Planung für den diesjährigen Frühjahrsempfang der Regionen. Dieser findet am 27. Februar (Dienstag) im Landtag in Düsseldorf statt und steht unter dem Motto „Die Regionen und die Umsetzung des Europäischen Grünen Deals“. Die Keynote hält der Direktor der Generaldirektion Klimaschutz der Europäischen Kommission, Kurt Vandenberghe.

Außerdem sprachen die Vertreterinnen und Vertreter der NRW-Regionen über die zukünftige engere Zusammenarbeit mit der EU-Kommission in Brüssel in Form von Austauschtreffen sowie die Positionierung zur Zukunft der Kohäsionspolitik. Daneben sind in diesem Jahr Workshops in den einzelnen Regionen zu verschiedenen Themen geplant. Auch das Sommerfest am 4. Juni in der NRW-Landesvertretung in Berlin wird der Verbund wieder mit einem Stand mitgestalten. Daneben wird es Austauschtreffen mit den verschiedenen Landesgesellschaften geben, um auch zukünftig eng zu kooperieren.

Dabei durfte auch ein Rückblick auf das Jubiläumsjahr 2023 nicht fehlen, in dem der Verbund sein zehnjähriges Bestehen feierte. In diesem Zuge wurde die Zusammenarbeit mit der EU-Kommission und der Landesregierung deutlich verstärkt und viele erfolgreiche Pvrojekte umgesetzt. Diese Kooperationen sollen noch intensiviert werden und die effektive Arbeit des Verbundes soll dadurch noch sichtbarer gemacht werden.

Weitere Informationen

Der Verbund regionen.NRW besteht seit 2013. Er stärkt die Zusammenarbeit der Regionen untereinander und festigt die strategische Kooperation mit der Landesregierung. Der Verbund umfasst die Zukunftsagentur Rheinisches Revier sowie die neun regionalen Managementorganisationen: Region Aachen Zweckverband, Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, Regionalmanagement Düsseldorf – Kreis Mettmann, Region Köln/ Bonn e.V., Münsterland e.V., Standort Niederrhein GmbH, OstWestfalenLippe GmbH, Regionalverband Ruhr und Südwestfalen Agentur GmbH. Die Geschäftsstelle ist beim Münsterland e.V. angesiedelt.

 

Münsterland e.V. diskutiert mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Klimaneutralität und Energiesicherheit, Kreislaufwirtschaft, umweltfreundliche Mobilität, nachhaltige Lebensmittel, Schutz der Ökosysteme: Der Europäische Grüne Deal hat viele Facetten. Über die Inhalte und deren Umsetzung in den Regionen sowie aktuelle Entwicklungen diskutierten rund 200 Akteurinnen und Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft am 27. Februar (Dienstag) beim Frühjahrsempfang der Regionen im Landtag in Düsseldorf. Mit dabei war auch der Münsterland e.V. als eine der zehn Partnerorganisationen des Verbunds.

André Kuper, Präsident des Landtags NRW, begrüßte die Gäste. „Starke Regionen in Europa sind das Rückgrat der Demokratie. Wir brauchen eine enge regionale und grenzüberschreitende Zusammenarbeit, um die vielseitigen Aufgaben unserer Zeit zu bewältigen – für eine nachhaltige Industrie und Landwirtschaft, moderne Verkehrsinfrastruktur und Klimaneutralität. Nur gemeinsam können wir die wichtigen Prozesse anstoßen.“

Europäischer Grüner Deal als Wirtschaftsstrategie

Die Keynote hielt Kurt Vandenberghe, Generaldirektor für Klimaschutz der Europäischen Kommission. „Der Europäische Grüne Deal ist unsere Wirtschaftsstrategie. Die ökologische Transformation ist keine reine ökologische Agenda, sondern auch eine finanzpolitische und wirtschaftliche. Nur mit nachhaltigen innovativen Geschäftsmodellen und der Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch, können wir langfristig wirtschaftlich erfolgreich bleiben und unseren Lebensstandard erhalten. Dabei sind insbesondere am Anfang hohe Investitionen nötig, die sich aber mittel- und langfristig ökonomisch auszahlen. Bei diesen Investitionsentscheidungen wollen wir Unternehmen unterstützen und Bürokratie abbauen.“

„Die grüne und digitale Transformation im Kontext des Europäischen Grünen Deals ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Dabei entscheidet sich der Erfolg der Transformation in der Organisation vor Ort, in den Regionen“, betonten die Vorstände und Geschäftsführungen im Verbund regionen.NRW bei der Veranstaltung.

Klaus Ehling, Vorstand des Münsterland e.V., ergänzte: „Als naturverbundene Region setzen wir im Münsterland alles daran, den Klimaschutz in den Fokus zu rücken und gemeinsam den Klimawandel einzudämmen – unter anderem mit der Kampagne ‚Münsterland ist Klimaland‘. Letztlich können wir diese Herausforderung aber nur im Zusammenspiel mit allen relevanten Akteuren angehen, egal ob lokal, national oder weltweit. Deshalb ist für uns der Austausch auf Landesebene ebenso wie auf europäischer Ebene zu diesem Thema so essenziell. Der Verbund regionen.NRW bietet dafür den optimalen Rahmen.“

Bei Bier und Brezel tauschten sich die Regionen nach den Impulsen und Vorträgen intensiv mit den Gästen aus.

Ministerin Neubaur: Mit den richtigen strategischen Prioritäten unterstützen wir die Regionen in ihren individuellen Stärken

Wachstum und regionalen Ausgleich fördern, Innovationen anregen und die klimaneutrale Transformation der Regionen erfolgreich umsetzen: die Regionalpolitik Nordrhein-Westfalens hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Wie dies gelingen kann, darüber tauschte sich Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur mit Prof. Dr. Michael Hüther (IW Köln), Wuppertals Oberbürgermeister Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Prof. Dr. Jens Südekum von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und vielen weiteren Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis bei der Fachtagung „Regionalpolitischer Aufbruch in NRW“ in Düsseldorf aus.

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur: „Die Regionalpolitik erlebt eine Renaissance. Wir begleiten die Regionen bei ihrer zukunftsgerichteten Transformation! Damit alle Regionen des Landes vom Niederrhein bis zum Siegerland und von Aachen bis Ostwestfalen-Lippe profitieren, setzen wir die richtigen strategischen Prioritäten und unterstützen die Regionen in ihren regionalen Stärken und Bedarfen mit einer Vielzahl von Landes-, Bundes- und EU-Programmen. Eine bessere Verzahnung von Regionalförderung und Regionalplanung, klare Schwerpunkte bei den Förderprogrammen sowie engere regionale Kooperationen können dazu einen wichtigen Beitrag leisten.“

IW-Direktor Prof. Dr. Michael Hüther: „Die regionale Vielfalt und Balance sind eine Stärke des deutschen Wirtschaftsmodells und Garant für breiten Wohlstand in unserem Land. So divers wie die Regionen sind aber auch ihre Probleme und Herausforderungen. Kluge Regionalpolitik kann helfen, die aktuellen wirtschaftlichen Umbrüche zu bewältigen. Dafür braucht es eine klare Strategie – aber auch gezielte Investitionen.“

Prof. Dr Jens Südekum: „Früher ging es bei Regionalpolitik hauptsächlich um die Schaffung von Arbeitsplätzen in wirtschaftlich schwachen Regionen. Heute ist das Aufgabengebiet breiter: es geht darum, dass die Transformation überall so gelingt, dass Klimaschutz mit mehr Wertschöpfung und steigendem Wohlstand einhergeht. Dafür benötigt die Regionalpolitik neue Instrumente und flexiblere Ansätze – genau darüber wird bei der Fachtagung unter Expertinnen und Experten sowie Praktikerinnen und Praktikern diskutiert“.

Rund 180 Expertinnen und Experten aus Regionalwissenschaft, Regionalentwicklung, Wirtschaftsförderungen, Kammern, Gewerkschaften, Verbänden, Politik und Verwaltung tauschten sich auf der Fachtagung über strategische Leitlinien aus. Die Erkenntnisse werden dazu beitragen, die Regionalpolitik in Nordrhein-Westfalen zu schärfen und einem integrierten System der Regionalentwicklung näherzukommen.

Pressekontakt: Evelyn.Binder@mwike.nrw.de , 0211 – 61772 615

Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Wie soll die Ausgestaltung und Umsetzung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ab 2028 aussehen? Diese und viele weitere Fragen hat der Verbund regionen.NRW am 2. Mai bei einer Veranstaltung des Wirtschaftsministeriums in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen in Brüssel in den Blick genommen.

Die Diskussionen drehten sich um die entscheidenden Fragen, wie der EFRE ab 2028 gestaltet und umgesetzt werden soll, sowie um die Wünsche und Ziele sowohl der Landesregierung und der EU als auch der Regionen in NRW. In einem intensiven Austausch wurden Möglichkeiten einer vertieften Zusammenarbeit erörtert, um die strategische Kooperation über die Landesgrenzen hinweg zu stärken.

Am Nachmittag diskutieren die Regionen anschließend im direkten Austausch mit Beamten der EU-Kommission über die Probleme und Herausforderungen der Zukunft der Kohäsionspolitik und nahmen die Harnessing Talent Plattform und die Wirkung auf die Regionen näher in den Blick.

Die Veranstaltung markiert einen wichtigen Schritt in Richtung einer effektiven und zielgerichteten Zusammenarbeit zwischen der Landesregierung Nordrhein-Westfalens, den Regionen und der Europäischen Union im Hinblick auf die Kohäsionspolitik ab 2028. Sie unterstreicht die gemeinsame Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung und den wirtschaftlichen Erfolg der Regionen.