Über klassische Förderprogramme wie auch neue Kooperationsmodelle diskutierten rund 150 Gäste aus Politik, Kommunen, Wirtschaft und Wissenschaft am Dienstag, 17. März, beim Frühjahrsempfang des Verbunds regionen.NRW im Landtag in Düsseldorf.
In seiner Begrüßung wies Landtagspräsident André Kuper auf die akuten finanziellen Herausforderungen der Kommunen hin, deutschlandweit fehlen in diesem Jahr rund 30. Mrd EUR. Gleichzeitig betonte er: „Die großen Veränderungen unserer Zeit werden vor Ort gestaltet – in unseren Städten und Regionen. So unterschiedlich sie auch sind, sie verbindet die Fähigkeit, Wandel aktiv zu gestalten und Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen. Hier tragen Bund, Land, Kommunen und die Wirtschaft eine gemeinsame Verantwortung.“
Auch Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei unterstrich für die Landesregierung die Bedeutung der Regionen in Europa: „Auch in Brüssel bei den derzeitigen Verhandlungen zum kommenden EU-Haushalt muss klar bleiben: Die Stärke Europas liegt in seinen Regionen. Wir müssen weiterhin sicherstellen, dass die Entscheidungsfindung über die Verwendung von Fördermitteln in den Regionen bleibt.“
Ulla Thönnissen, Geschäftsführerin des Region Aachen Zweckverband begrüßte stellvertretend für alle Regionen des Verbunds. In einer Podiumsdiskussion diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Landes-, Bundes- und Kommunalebene über konkrete Finanzierungsansätze. Mit dabei waren Vera Bökenbrink, Geschäftsführerin von STAHLWILLE, Garrelt Duin, Regionaldirektor des Regionalverbands Ruhr, Dr. Raphael L’Hoest vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie Christof Sommer, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds Nordrhein-Westfalen.
Beim anschließenden Empfang wurde der Austausch in persönlichen Gesprächen fortgesetzt.
Das 5. Agrar-Forum Niederrhein im Wunderland Kalkar traf auf großes Interesse. NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen unterstrich die Bedeutung der hiesigen Agrar-Branche für die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln und sieht trotz herausfordernder Zeiten viele Chancen für die heimischen Landwirte.
Wie steht es um die Zukunft der Landwirtschaft am Niederrhein zwischen globalem Wettbewerb und regionaler Wertschöpfung? Mit dieser Frage beschäftigte sich das 5. Agrar-Forum Niederrhein, zu dem die Wirtschaftsförderung Kreis Kleve gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in das Wunderland Kalkar eingeladen hatte und das von den Volksbanken und Sparkassen im Kreis Kleve finanziell unterstützt wurde. Mehr als 200 Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Politik, Wirtschaft und Verbänden kamen zusammen, um aktuelle Entwicklungen und Perspektiven der Branche zu diskutieren.
Landrat Christoph Gerwers eröffnete die Veranstaltung und betonte die große Bedeutung der Landwirtschaft für die Region: „Als Kreis Kleve sind wir stolz darauf, eine der stärksten Agrarregionen Nordrhein-Westfalens zu sein. Unsere landwirtschaftlichen Betriebe prägen nicht nur unsere Kulturlandschaft, sondern auch unsere Identität.“ Der Landrat weiter: „Die Landwirtschaft steht heute vor großen Veränderungen. Sie bewegt sich im Spannungsfeld zwischen globalen Märkten und regionaler Verantwortung. Zwischen steigenden Anforderungen an Nachhaltigkeit, Tierwohl und Klimaschutz auf der einen Seite – und wirtschaftlichem Druck, Wettbewerbsfähigkeit und internationalen Handelsabkommen auf der anderen.“ Gerwers sehe für die heimischen Landwirte aber auch eine Chance und zwar deswegen, „weil gerade unsere Region mit ihrer Innovationskraft, ihrem Know-how und ihrem starken Netzwerk aus Landwirtschaft, Veredlung, Verarbeitung und Vermarktung hervorragend aufgestellt ist, um diesen Wandel aktiv zu gestalten.“
Einen Impuls zur aktuellen agrarpolitischen Lage gab Silke Gorißen, Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie unterstrich die Bedeutung der heimischen Landwirtschaft: „Von der Landwirtschaft hängen hunderttausende Arbeitsplätze in NRW ab. Die Landwirtschaft ist systemrelevant, sie sichert die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln.“ Die Landwirtschaft bewege sich in einem „gewaltigen Spannungsfeld“, so die Ministerin, weil Lebensmittel zu verbraucherfreundlichen Preisen produziert, aber zugleich auch strenge Umweltauflagen eingehalten und steigende Anforderungen für das Tierwohl erwartet würden. Zudem müssten die Betriebe den Herausforderungen des Klimawandels begegnen. „Der Schlüssel liegt in Innovation und Wissenstransfer“, so die Ministerin. Sie sehe viel Potenzial bei der Einbindung von KI und Robotik mit der landwirtschaftlichen Praxis. Mit Blick auf das Mercosur-Freihandelsabkommen erklärte Gorißen: „Eine differenzierte Betrachtung ist wichtig. Das Abkommen bietet große Chancen für Europa und damit auch für die Agrarwirtschaft in NRW und den Export unserer Produkte.“
Mit dem EU-Mercosur-Abkommen hat sich auch Eric von Berg-Wallner, Leiter Außenwirtschaft der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve zu Duisburg, intensiv beschäftigt. In seinem Vortrag gab er beim Agrar-Forum einen Überblick über Inhalte und mögliche Auswirkungen des Handelsabkommens zwischen der Europäischen Union und südamerikanischen Staaten.
In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass die Einschätzungen zum Abkommen differenziert sind. Diskutiert wurde unter anderem, welche Auswirkungen zusätzliche Importe auf europäische Produktionsstandards und Wettbewerbsbedingungen haben könnten. Auf dem Podium diskutierten neben von Berg-Wallner auch Erich Gussen, Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbands, Dr. Hermann Schmitz von Pfeifer & Langen, Karl Werring, Präsident der Landwirtschaftskammer NRW, sowie Martin Wilmsen, Betriebsleiter eines landwirtschaftlichen Ackerbaubetriebs aus Kalkar.
Neben den globalen Rahmenbedingungen standen auch konkrete Beispiele aus der Praxis im Fokus. In einer zweiten Themenrunde stellten Landwirtinnen und Landwirte sowie Branchenvertreter erfolgreiche Projekte und innovative Ansätze, die Mut machen vor. Mit dabei waren Wilhelm Hellmanns von der Kreisbauernschaft Geldern, Annika Frank von der Landwirtschaftskammer NRW, Andrea Peters, Landwirtin aus Kalkar, sowie Simone Schmitz, Inhaberin des Biohofs Büsch in Weeze. Sie zeigten, wie Betriebe mit neuen Vermarktungswegen, Spezialisierungen oder nachhaltigen Produktionsformen auf aktuelle Herausforderungen reagieren.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Andrea Franken. Beim anschließenden gemeinsamen Austausch und einer leckeren Portion Grünkohl nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Gespräche zu vertiefen und Kontakte zu knüpfen.
Das Agrar-Forum Niederrhein hat sich in den vergangenen Jahren als wichtige Plattform für Dialog und Vernetzung zwischen Landwirtschaft, Politik und Wirtschaft etabliert. Auch die fünfte Ausgabe machte deutlich: Die Landwirtschaft befindet sich im Wandel – doch die Region verfügt über viele Ideen, Initiativen und engagierte Akteure, um diesen Wandel aktiv zu gestalten.
Große Fraunhofer-Befragung bei Mitarbeitenden – Überdurchschnittliche Zufriedenheit im bundesweiten Vergleich
Südwestfalen gehört zu den attraktivsten Arbeitgeberregionen Deutschlands. Das ist das zentrale Ergebnis einer umfassenden Studie zur Arbeitgeberattraktivität. Sie wurde durchgeführt vom Fraunhofer Institut IAO im Auftrag der Südwestfalen Agentur GmbH im Projekt „Arbeitgeberschmiede Südwestfalen“. Die Ergebnisse sollen den teilnehmenden Unternehmen nutzen, aber auch dem Regionalmarketing dazu dienen, Südwestfalen stärker profilieren zu können.
Branchenübergreifend nahmen insgesamt 2.216 Beschäftigte aus 60 Unternehmen in Südwestfalen an der Online-Befragung teil. Um die Ergebnisse einordnen zu können, befragte Fraunhofer für eine repräsentative Vergleichsstudie zusätzlich 5149 Personen bundesweit. Das Resultat ist eindeutig: In den meisten untersuchten Merkmalen liegt Südwestfalen statistisch signifikant über dem deutschen Durchschnitt.
Höhere Zufriedenheit, stärkere Bindung, klare Werte
Beschäftigte in Südwestfalen sind demnach im Durchschnitt zufriedener mit ihrer Arbeit als Beschäftigte im bundesweiten Vergleich. Auch die emotionale Bindung an das eigene Unternehmen fällt höher aus. Zudem identifizieren sich die Mitarbeitenden stärker mit den Zielen und Werten ihres Arbeitgebers als dies Beschäftigte im restlichen Teil der Bundesrepublik tun.
Besonders hervorzuheben: Nach Ansicht der Beschäftigten passen ihre Werte und persönlichen Fähigkeiten sehr gut zu ihrer tatsächlichen Tätigkeit. Diese Übereinstimmung ist in Südwestfalen ausgeprägter als im Bundesdurchschnitt – ein entscheidender Faktor für Motivation, Leistungsbereitschaft und langfristige Bindung.
Ein weiteres starkes Merkmal der Region ist ihre Organisationskultur: Die Beschäftigten schreiben den Arbeitgebern in Südwestfalen eine besonders hohe Familienorientierung zu. Und: Für die Beschäftigten spielen Offenheit für Wandel und soziale Verantwortung eine überdurchschnittlich wichtige Rolle.
Ansatzpunkte für Weiterentwicklung
Die Fraunhofer-Studie zeigt jedoch auch Entwicklungspotenzial: Trainings- und Entwicklungsmöglichkeiten werden im bundesweiten Vergleich in Südwestfalen etwas kritischer bewertet. Hier liegen bspw. im Ausbau von Fort- und Weiterbildungsangeboten konkrete Ansatzpunkte für Unternehmen, um ihre Arbeitgeberattraktivität für (neue) Mitarbeitende weiter zu steigern.
Datengrundlage hilft – 20 „goldene Tickets“ für Betriebe verfügbar
Die Befragung liefert erstmals eine wissenschaftlich fundierte und belastbare Datengrundlage zur Arbeitgeberattraktivität Südwestfalens sowie der einzelnen teilnehmenden Unternehmen. Jedes Unternehmen erhielt eine individuelle und anonymisierte Auswertung. Die Ergebnisse zeigen den Betrieben, welche Stärken sie gezielt kommunizieren können und wo Verbesserungspotenziale zu finden sind.
Aufgrund der positiven Resonanz auf die Befragung stehen 20 weitere „goldene Tickets“ für Unternehmen aus der Region zur Verfügung, die das Befragungsinstrument ebenfalls nutzen möchten. Interessierte Unternehmen können sich bis Anfang Mai 2026 bei der Südwestfalen Agentur GmbH melden.
Südwestfalen setzt Maßstäbe – Mitmach-Kampagne geplant
Unter dem Dach der „Arbeitgeberschmiede Südwestfalen“ plant das Regionalmarketing der Südwestfalen Agentur im nächsten Schritt nun Maßnahmen, um Südwestfalen bewusst als Top-Arbeitgeberregion zu positionieren – u.a. mit einer Mitmach-Kampagne für die Arbeitgeber der Region. Die Agentur setzt im Auftrag der Region zahlreiche Maßnahmen um, um Fachkräfte auf den starken Wirtschaftsstandort Südwestfalen aufmerksam zu machen. Die positiven Ergebnisse der Studie helfen, die Region weiter zu profilieren. Schließlich senden sie ein starkes Signal nach innen und außen: Südwestfalen ist nicht nur industriell und wirtschaftlich stark, sondern auch ein attraktiver Arbeitsort mit werteorientierten, familienfreundlichen und engagierten Unternehmen.
Die „Arbeitgeberschmiede Südwestfalen“ hat zum Ziel, Südwestfalen als Top-Arbeitgeber Region zu stärken und zu positionieren. Das Projekt steht als agiles Open-Innovation Projekt allen Interessierten offen und wird durch die Südwestfalen Agentur GmbH und die sechs Verbundpartner (die Fachhochschule Südwestfalen, die Universität Siegen, die Hochschule Hamm-Lippstadt, die agentur mark GmbH, die Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH und die Wirtschaftsförderung des Kreises Siegen-Wittgenstein) umgesetzt. Finanziert wird das Projekt durch Mittel der Europäischen Union und des Landes NRW.
Stephan Müller
PR Manager
REGIONALE 2025 / Regionalmarketing
Südwestfalen Agentur GmbH
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Hintergrund Südwestfalen Agentur GmbH
Um mit klugen Ideen, Tatkraft und koordiniertem Handeln gemeinsam die Region Südwestfalen zu stärken, wurde die Südwestfalen Agentur GmbH 2008 gegründet. Getragen wird sie durch die fünf Kreise Südwestfalens: Olpe, Soest, Siegen-Wittgenstein, Hochsauerlandkreis und Märkischer Kreis sowie den Verein „Wirtschaft für Südwestfalen“. Die Agentur bündelt die Kräfte von Politik und Wirtschaft in der Region und fungiert als dynamische Netzwerkzentrale nach innen und außen.
Als Moderatorin und Antriebsfeder betreut sie die Umsetzung mehrerer Förderprogramme. Bei der REGIONALE 2025 etwa entwickeln viele Partner mit der Agentur innovative Projekte, um neue beispielhafte Antworten auf die sich verändernden Herausforderungen für Leben, Wohnen und Arbeiten in der Region zu geben — ganz im Sinne der Südwestfalen-DNA (Digital – Nachhaltig – Authentisch). Die REGIONALE 2025 ist ein Strukturprogramm des Landes NRW und wird aus Mitteln der Städtebauförderung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt. Ergänzend koordiniert die Agentur in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden die Smart-City-Strategie Südwestfalens und treibt mit „Hub45“ den Aufbau eines Coworking-Netzwerks für digitale und dezentrale Arbeitsorte voran.
Gleichzeitig wirkt die Südwestfalen Agentur GmbH als positiver Kommunikations-Verstärker der Region. Unter dem Dach der Regionalmarketing-Kampagne „Südwestfalen – Alles echt“ sorgt sie u.a. mit Kampagnen dafür, das außergewöhnliche Profil der wirtschaftsstarken und grünen Region deutschlandweit bekannt zu machen und Schüler:innen, Studierenden und Fachkräften die vielfältigen Berufs- und Lebensperspektiven in Südwestfalen aufzuzeigen. Zur weiteren Profilierung Südwestfalens als Top-Arbeitgeber-Region koordiniert die Agentur mit Partnern in den Kreisen das arbeitsteilige Projekt „Arbeitgeberschmiede Südwestfalen“.
Der Vorstand des Region Köln/Bonn e.V. hat sich in seiner 133. Vorstandssitzung am 4. März 2026 für die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele an Rhein und Ruhr in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 ausgesprochen. Der Verein unterstützt ausdrücklich die Bewerbung „KölnRheinRuhr“, die auf nachhaltige, kompakte und zukunftsorientierte Spiele setzt.
Rheinland und Ruhrgebiet verfügen bereits heute über eine moderne und leistungsfähige Sportinfrastruktur mit zahlreichen etablierten Sportstätten. Für die Austragung der Wettbewerbe sollen zu 100 Prozent bestehende oder temporäre Sportstätten genutzt werden. Damit folgt das Konzept einem klaren Nachhaltigkeitsansatz und vermeidet kostenintensive Neubauten ohne dauerhafte Perspektive.
Darüber hinaus bietet die Ausrichtung der Spiele die Chance, im Vorlauf gezielt in zusätzliche Infrastrukturmaßnahmen zu investieren, von denen die Region langfristig profitiert – etwa in den Bereichen Mobilität, Stadtentwicklung und Digitalisierung. Olympische und Paralympische Spiele wären damit nicht nur ein internationales Sportereignis, sondern ein nachhaltiger Entwicklungsschub für die gesamte Region. Von den insgesamt 17 Kommunen, die als Austragungsorte der Spiele an Rhein und Ruhr vorgesehen sind, befinden sich drei in der Region Köln/Bonn. Neben Köln als Leading City sind auch die Städte Leverkusen und Pulheim als Austragungsorte vorgesehen. Damit würde die Region Köln/Bonn eine zentrale Rolle innerhalb der Rhein-Ruhr-Spiele einnehmen.
Den Mehrwert der Spiele betont auch Sebastian Schuster, Vorstandsvorsitzender des Region Köln/Bonn e.V. und Landrat des Rhein-Sieg-Kreises: „Olympische und Paralympische Spiele sind eine einmalige Chance für unsere Region. Sie stärken den Breitensport, fördern nachhaltige Investitionen in die regionale Infrastruktur und bringen Menschen zusammen, die für Sport, Gemeinschaft und Lebensfreude stehen. Wir wollen diese Möglichkeit nutzen – für unsere Städte, unsere Sportler*innen und die Menschen in unserer Region.“
Die Menschen an Rhein und Ruhr sind sportbegeistert, gastfreundlich und weltoffen. Die Größe und Qualität der Sportstätten würde es bis zu 14 Millionen Zuschauer*innen – und somit mehr als jemals zuvor – ermöglichen, olympische und paralympische Wettkämpfe vor Ort zu besuchen. Kurze Wege und eine kompakte Struktur inklusive.
Der Bewerbungsprozess ist in enger Abstimmung zwischen Kommunen, Fachleuten und Athlet*innen entstanden. Für den 19. April 2026 sind darüber hinaus Bürgerentscheide in Köln, Leverkusen und Pulheim vorgesehen, mit denen die Zustimmung der Bürger*innen eingeholt werden soll. Der Vorstand des Region Köln/Bonn e.V. sieht in der Bewerbung eine große Chance und ermutigt die Bürgerschaft dazu, für die Spiele an Rhein und Ruhr zu votieren.
Neben KölnRheinRuhr haben auch Berlin, Hamburg und München ihre Bewerbungen fristgerecht beim DOSB eingereicht.
Region Köln Bonn e.V.
Die Region Köln/Bonn steht vor der Herausforderung, die Transformation von Raum, Infrastruktur und Wirtschaft nachhaltig zu gestalten. Energie- und Ressourcenwende, Klima-schutz und Klimawandelanpassung, die Mobilitätswende, die Digitalisierung u. w. führen zu tiefgreifenden Umbauaufgaben, denen es mit zukunftsweisenden Konzepten und Projekten zu begegnen gilt.
Der Region Köln/Bonn e.V. fungiert vor diesem Hintergrund als Konzept- und Strategie-entwickler, Initiator, Moderator und Begleiter von interkommunalen Kooperationen und Projekten, schafft notwendige Fördervoraussetzungen und ist Vernetzer von Akteuren*innen sowie Sprachrohr der Region in Richtung Land NRW und Bund. Der Verein widmet sich inhaltlich insbesondere den Themenfeldern Raumentwicklung, Energie & Klima, Innovation & Wirtschaft sowie Lebensqualität. Die Arbeit in den unter-schiedlichen Bereichen wird zudem von COMPASS, dem Fördermittelmanagement des Vereins, unterstützt.
Der Region Köln/Bonn e.V. wurde im Jahr 1992 gegründet und ist ein Zusammenschluss der kreisfreien Städte Köln, Bonn und Leverkusen sowie der Kreise Rhein-Sieg-Kreis, Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Kreis Neuss, Oberbergischer Kreis und Rheinisch-Bergischer Kreis. Neben den acht Gebietskörperschaften gehören zu den Mitgliedern die Handwerkskammer zu Köln, die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg, die Industrie- und Handelskammer zu Köln, die Kreissparkasse Köln, die Sparkasse KölnBonn, die Sparkasse Leverkusen, der Landschaftsverband Rheinland und die DGB-Region Köln-Bonn. Als Gäste sind die Bezirksregierung Köln sowie die Kreise Ahrweiler, Düren und Euskirchen in die Entscheidungs- und Arbeitsgremien des Vereins eingebunden.
Mehr Informationen:
www.region-koeln-bonn.de
Pressekontakt:
Region Köln/Bonn e.V.
Rheingasse 11, Köln
Simon Wahidi
0221 925 477-68
wahidi@region-koeln-bonn.de
Smart City Summit Niederrhein fand zum fünften Mal in Mönchengladbach statt.
„Es ist möglich“, „Gute Vorarbeit, darauf kann ich aufbauen“, „Morgen fange ich an!“ – diese und ähnliche Gedanken sollten die Besuchenden vom diesjährigen Smart City Summit Niederrhein in Mönchengladbach mitnehmen. Mit diesem Anspruch eröffneten die Veranstalter am Donnerstag den Fachkongress zur digitalen Stadtentwicklung am Niederrhein, der in diesem Jahr zum fünften Mal stattfand. Die Mischung aus Vorträgen, Workshops, Vernetzung und einem großen Ausstellungsbereich bot dafür den passenden Rahmen.
Dass sich die Veranstaltung als feste Größe für Fachleute und Unternehmen etabliert hat, zeigten die gut gefüllten Reihen und das rege Treiben der knapp 500 Besucherinnen und Besucher in der NEW Box im Nordpark. „Datenbasierte Entscheidungen sind die besseren Entscheidungen“, skizzierte Mönchengladbachs Oberbürgermeister Felix Heinrichs den Leitgedanken smarter Städte, in denen Daten für konkrete Anwendungsfälle erfasst, vernetzt und genutzt werden sollen. Die Smart-City-Programmleitung der Stadt, Kira Tillmanns, sieht eine große Entwicklung in den letzten Jahren: „Gestartet sind wir als kleine Innovationseinheit, jetzt geht es darum, die Smart-City-Infrastruktur zu nutzen und flächendeckende Anwendungen auszurollen.“
Von digitalen Robotern bis zum KI-Seepferdchen
Der Smart City Summit verbindet strategische Perspektiven mit anschaulichen Beispielen aus der Praxis. Auf der Hauptbühne ging es in Vorträgen etwa um digitale Roboter (Bots), die wiederkehrende, regelbasierte Aufgaben der Verwaltung vollautomatisiert übernehmen. Aber auch der Spagat zwischen Innovationskraft und finanziellen Begrenzungen, neue Formen kommunaler Steuerung, Strategie und Sicherheitsaspekte beim Einsatz künstlicher Intelligenz und der Blick auf Praxisbeispiele aus den Niederlanden gehörten zu den Themen. Die Niederlande waren dieses Jahr als offizielles Partnerland durch Digitalunternehmen und das niederländische Generalkonsulat auf dem Summit vertreten.
In Workshop Classes hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, tiefer in Themen einzutauchen. Hier wurden Fragen zu LoRaWAN – einem Funkstandard für Sensoren – beantwortet, die im Nordpark installierte Sensorik zur Verkehrserfassung bei Großveranstaltungen vorgestellt, Best Practices aus der digitalen Stadtentwicklung besprochen und das „KI-Seepferdchen“ abgelegt.
35 Aussteller auf rund 5.000 Quadratmetern
Herzstück des jährlichen „Gipfeltreffens“ der Smart-City-Welt ist der rund 5.000 Quadratmeter große Expo-Bereich. An zahlreichen Ständen präsentierten Aussteller ihre Projekte und Lösungsansätze für die digitale Stadt von morgen. Auch kommunale Fachleute aus Nettetal, Aachen, dem Rhein-Kreis Neuss und Dormagen waren mit eigenen Ständen vertreten. Experten aus Hamm, Krefeld und Nettetal steuerten Impulsvorträge auf der großen Bühne bei. Der stadtüberschreitende Austausch, bei dem Kommunen von und miteinander lernen, gemeinsam Lösungen entwickeln oder gute Ansätze voneinander übernehmen, ist ein Kerngedanke hinter der Smart-City-Förderung des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, bei der Mönchengladbach als eine von 73 Modellkommunen finanziell unterstützt wird.
Im Expo-Bereich wird smarte Stadtentwicklung sichtbar gemacht und der Austausch rund um konkrete Produkte, Ideen und Ansätze ermöglicht. Die Aussteller präsentierten hier unter anderem Sensoren, um Besucherfrequenzen zu messen und Verkehrsströme datenschutzkonform zu erfassen, Technik für eine smarte Parkraumbewirtschaftung oder Drohnen, mit deren Hilfe unter anderem eilige medizinische Proben ins Labor transportiert werden sollen. Doch nicht nur Hardware bestimmte das Bild. Auch viele digitale Lösungen und strategische Ansätze wurden präsentiert. Von KI-Agenten über das virtuelle 3D-Stadtmodell („digitaler Zwilling“), das der Rhein-Kreis Neuss mit demjenigen der Neusser Stadtverwaltung zusammenbringen will, bis hin zur StadtApp, für die Mönchengladbach in diesem Sommer eine Beta-Version testen möchte.
Das konstante Brummen und Summen im Ausstellerbereich zeugte von vielen angeregten Gesprächen – und einigen tierischen Teilnehmern. Denn auch ein Bienenstock kann mithilfe entsprechender Sensorik zur Messstation werden, um Biodiversität zu erfassen und Starkregen zu prognostizieren. Zumindest virtuell vertreten war Biene Max, die im Rahmen einer VR-Anwendung Kindern spielerisch die Natur und das Thema Mülltrennung nahebringen soll. Nicht tierisch, aber ebenso sympathisch ist der kleine Vitus. So heißt der Chatbot, den die Stadt Mönchengladbach demnächst auf ihrer Website anbieten wird. Die KI-Chatanwendung konnte auf dem Summit getestet werden – und trug so auf ihre Weise dazu bei, dass die Besucherinnen und Besucher den Summit mit frischen Bekanntschaften, neuen Eindrücken und interessanten Informationen verließen.
Über den SmartCity-Summit.Niederrhein
Mit der ersten Auflage des SmartCity-Summit.Niederrhein erfolgte 2021 der Startschuss zu einer neuartigen Veranstaltungsreihe, die Mönchengladbach auf der bundesweiten Smart-City-Landkarte platzieren soll. Der SmartCity-Summit.Niederrhein wird veranstaltet von der Stadt Mönchengladbach mit ihrem Programmbereich Smart City, von der Marketing Gesellschaft Mönchengladbach, der Wirtschaftsförderung, der NEW und der mags.
NRW-Innenminister Herbert Reul besuchte am 15.01.2026 die Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort, wo er zum Thema Cybersecurity und Cybercrime referierte. In dem randvoll gefüllten Hörsaal hielt der Minister auf Einladung von Prof. Dr. Matthias Reintjes, Professor für Verwaltungswissenschaft und digitale Transformation, vor rund 100 Studierenden des Studiengangs Verwaltungsinformatik – E-Government, B.Sc., einen Gastvortrag und stellte sich anschließend den zahlreichen Fragen der Studierenden.
In seinem Vortrag an der Fakultät Kommunikation und Umwelt der Hochschule Rhein-Waal beleuchtete Reul die zunehmende Bedeutung von Cybersicherheit für staatliches Handeln und ging dabei insbesondere auf die veränderten Rahmenbedingungen für Polizei- und Strafverfolgungsbehörden ein. Die fortschreitende Digitalisierung staatlicher Prozesse, die wachsende Vernetzung kritischer Infrastrukturen sowie die zunehmende Professionalisierung von Cyberkriminellen stellten den Staat vor neue, komplexe Aufgaben.
„Die Digitalisierung hat zwar viele positive Aspekte, führt aber natürlich auch dazu, dass die bösen Jungs und Mädels ihre kriminellen Aktivitäten zunehmend in das Internet verlagern. Darauf muss man natürlich reagieren. Deswegen haben wir Polizisten auf der Straße und bilden seit einiger Zeit in Nordrhein-Westfalen auch Cybercops aus“, so Reul. Zugleich betonte der Innenminister, dass die Auswirkungen digitaler Bedrohungen weit über den Bereich der inneren Sicherheit hinausgingen, sie bedrohen ebenso die Wirtschaft und die offene Gesellschaft insgesamt.
Ein zentrales Anliegen des Vortrags war die Notwendigkeit, technologische, organisatorische und rechtliche Kompetenzen stärker zusammenzudenken. Gerade an der Schnittstelle von Verwaltung, IT und Recht komme zukünftigen Fachkräften eine besondere Verantwortung zu. Der Staat sei auf gut ausgebildete Spezialisten, wie die Verwaltungsinformatikerinnen und Verwaltungsinformatiker der Hochschule Rhein-Waal angewiesen.
Im Anschluss an den Vortrag stellte sich Herbert Reul rund 45 Minuten lang den Fragen und Diskussionsbeiträgen der Studierenden. In einer lebhaften Debatte wurden zahlreiche Themen angesprochen, darunter die Rolle des Staates bei der Abwehr hybrider Bedrohungen, der Einsatz neuer Technologien in der Polizeiarbeit, Fragen des Datenschutzes sowie die Balance zwischen Sicherheit und Freiheitsrechten. Die intensive Fragerunde verdeutlichte das hohe Interesse der Studierenden an sicherheits- und digitalpolitischen Fragestellungen und bot zugleich Raum für einen direkten Austausch zwischen Politik und akademischem Nachwuchs.
Der Präsident der Hochschule, Prof. Dr. Oliver Locker-Grütjen, dankte dem Innenminister für die Gelegenheit zur Begegnung und zum Austausch. Der Besuch leiste einen wichtigen Beitrag zur Verbindung von Wissenschaft, Praxis und politischer Entscheidungsfindung. Gleichzeitig stärke ein Austausch zwischen politischen Entscheidungsträgern und Studierenden die gesellschaftliche Relevanz der Hochschullehre.
Bei dem Studiengang Verwaltungsinformatik – E-Government, B.Sc., handelt es sich um ein duales Studium im Blockmodell. E-Government bedeutet, innovative IT-Lösungen für die Verwaltung und die Wirtschaft zu entwickeln. Studierende erwerben neben informations- und kommunikationstechnischem Fachwissen auch soziale, kommunikative und organisatorische Kompetenzen. Sie lernen die besonderen Anforderungen der Verwaltung kennen, erwerben das nötige Know-how, um betriebswirtschaftlich angemessene Lösungen zu finden und sind mit dem rechtlichen Rahmen, in dem sie arbeiten werden, vertraut. Das interdisziplinär angelegte Studium bildet Experten und Expertinnen aus, denen nahezu alle Branchen offenstehen. Es befähigt die Absolvent*innen zur Anwendung neuer Technologien in Kommunen, auf Landes- und Bundesebene, bei europäischen Institutionen sowie in der Wirtschaft.
Hochschule Rhein-Waal
Die Hochschule Rhein-Waal wurde 2009 gegründet und steht mit ihrem Konzept für eine innovative, interdisziplinäre und internationale Ausbildung junger Menschen. An den Standorten Kleve und Kamp-Lintfort bietet die Hochschule insgesamt 25 Bachelor- und elf Master-Studiengänge an vier Fakultäten – „Technologie und Bionik“, „Life Sciences“, „Gesellschaft und Ökonomie“ und „Kommunikation und Umwelt“ – an. Die Studieninhalte an der Hochschule Rhein-Waal sind wissenschaftlich, anwendungsorientiert und international ausgerichtet. Sie zeichnen sich durch eine hohe Qualität und Praxisnähe in Lehre und Forschung aus. Etwa 75 Prozent der Studiengänge werden in englischer Sprache gelehrt und inzwischen lernen knapp 6.250 Studierende aus mehr als 120 Nationen gemeinsam in einem Umfeld, das viele gezielt wegen der kulturellen Vielfalt und Internationalität gewählt haben. Dadurch werden den Studierenden ein interkultureller Austausch sowie eine optimale Vorbereitung auf den nationalen und internationalen Arbeitsmarkt eröffnet.
Pressekontakt Hochschule Rhein-Waal
Dr. Petra Radtke
Leitung der Stabsstelle des Präsidiums
Hochschule Rhein-Waal
Campus Kleve
Marie-Curie-Straße 1
D-47533 Kleve
Tel.: +49 (0) 2821 806 73-326
E-Mail: presse@hochschule-rhein-waal.de
Internet: www.hochschule-rhein-waal.de
Die Reederei Deymann zählt zu den etablierten Akteuren der europäischen Binnenschifffahrt und ist insbesondere im Transport von flüssigen und trockenen Gütern auf den deutschen und niederländischen Wasserstraßen aktiv. Als moderner Logistikdienstleister setzt das Unternehmen seit Jahren auf effiziente, verlässliche und zunehmend emissionsärmere Transportlösungen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Straßenverkehre und zur Reduktion von CO₂-Emissionen.
Andreas Stolte, Vorsitzender des Fördervereins EcoPort813 mit Sitz in Wesel, betont die strategische Relevanz des Beitritts der Reederei Deymann für den Verein: „Mit der Reederei Deymann gewinnt EcoPort813 einen führenden Akteur der europäischen Binnenschifffahrt. Insbesondere die langjährigen Kompetenzen im Flüssiggut- und Containertransport ergänzen die logistischen Kompetenzen unserer Mitglieder in Häfen, Logistik und Infrastruktur in idealer Weise und stärken die Fähigkeit des Vereins, belastbare Transportlösungen für Wasserstoff und dessen Derivate ganzheitlich abzubilden“, so Stolte.
Die Reederei Deymann ist dem EcoPort813 Förderverein Wasserstoff & nachhaltige Energie e.V. zum Jahresanfang beigetreten. Mit dem Beitritt unterstreicht das traditionsreiche Familienunternehmen sein Engagement für eine nachhaltige Transformation der Binnenschifffahrt und der Logistik entlang der Wasserstraßen.
Vor dem Hintergrund der energie- und klimapolitischen Ziele gewinnt die Nutzung erneuerbarer Energien, insbesondere von Wasserstoff und seinen Derivaten, zunehmend an Bedeutung. Die Reederei Deymann sieht in der Binnenschifffahrt ein zentrales Bindeglied für künftige Wasserstofftransportketten zwischen Häfen und Industriezentren bzw. Verbrauchsregionen entlang des Rheinkorridors.
„Mit dem Beitritt zum EcoPort813 wollen wir unsere Erfahrungen aus der Praxis der Binnenschifffahrt in das Netzwerk einbringen und gemeinsam mit Häfen, Reedereien und weiteren Logistik- und Industriepartnern an tragfähigen Lösungen für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft arbeiten“, erklärt die Geschäftsführung der Reederei Deymann. „Gerade die Binnenschifffahrt bietet große Potenziale, um erneuerbare Energieträger sicher, effizient und großvolumig zu transportieren.“
Ziel der Mitgliedschaft ist es, gemeinsam Schnittstellen zwischen Schifffahrt, Häfen, Industrie und Energiewirtschaft weiterzuentwickeln und konkrete Projekte für eine klimaneutrale Logistik voranzubringen. Der EcoPort813 bietet hierfür eine Plattform, um Know-how zu bündeln, Pilotvorhaben zu initiieren und den notwendigen Markthochlauf von Wasserstoff als zentralem Element der Energiewende aktiv zu unterstützen.
Der vor rund zweieinhalb Jahren gegründete Förderverein EcoPort813 vereint namhafte, international tätige Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kommunen und bietet vielfältige Kooperations- und Projektmöglichkeiten zum Aufbau von Wasserstoff-Wertschöpfungsketten – insbesondere im Transport- und Logistikbereich. Die inhaltliche und geografische Ausrichtung des Vereins erstreckt sich dabei über eine Gebietskulisse, die mittlerweile von den niederländischen Seehäfen über die Metropolregionen an Rhein und Ruhr bis zur Metropolregion Rhein-Neckar reicht. Im Fokus dabei: Der Aufbau einer Supply Chain für den Transport von Ammoniak/Wasserstoff von den Import- Seehäfen in den Niederlanden/Belgien über den Rheinkorridor mit seinen Häfen als Hubs bis hin zu zentralen Verbrauchszentren. Damit soll eine hybride und flexible Versorgung, insbesondere auch der mittelständischen Industrie, die nicht über Pipelines versorgt werden kann, aufgebaut werden.
Um die H2-Aktivitäten zunächst in der Region Niederrhein zu bündeln, haben sich die DeltaPort Niederrheinhäfen bereits 2021 mit dem Hafen Rotterdam und weiteren Unternehmen und Institutionen der Region zur Arbeitsgemeinschaft „EcoPort 813 – H2UB DeltaPort“ zusammen-geschlossen. Mit Blick auf den Wasserstoff und CO2-freie Energieträger hat sich der Verein zum Ziel gesetzt, seine Mitglieder zu vernetzen, gemeinsame Projekte zu initiieren und umzusetzen sowie Synergien zu fördern. Denn die Abkehr von fossilen Energieträgern ist nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch für alle Wirtschaftsregionen eine zentrale Herausforderung der Zukunft. Dabei wird grüner Wasserstoff (H2) eine Schlüsselrolle im Energiemix der Zukunft spielen.
ÜBER DEN VEREIN
Der „EcoPort813 – Förderverein Wasserstoff und nachhaltige Energie e.V.“, kurz EcoPort813, fördert die branchenübergreifende nationale und internationale Zusammenarbeit im Interesse der Mitglieder und im Kontext einer nachhaltigen und klimaschonenden nationalen Entwicklung. Der Verein tritt hierbei als Unterstützer, Treiber und Partner von Projekten auf, zur Förderung einer fachübergreifenden Zusammenarbeit und zur Initiierung, Entwicklung und Umsetzung von wasserstoffbasierten Projekten und Kooperationen der Mitgliedsunternehmen.
Kontakt:
EcoPort813 – Förderverein Wasserstoff und nachhaltige Energie e.V. Moltkestraße 8
D-46483 Wesel
Telefon: +49 (281) 300 230 3 – 0
Telefax: +49 (281) 300 230 3 – 33 www.ecoport813.de E-Mail: office@ecoport813.de
Förderung für vier REGIONALE-2025-Projekte – Mittel kommen von Land NRW und EU aus dem EFRE/JTF-Programm NRW
Wie kann eine eigene KI-Datenplattform aus der Region Unternehmen in Südwestfalen helfen, unabhängiger zu werden? Wie wird die Ausbildung im Metallbau moderner? Warum braucht es mehr Kreislaufwirtschaft? Vier neu ausgezeichnete Projekte der REGIONALE 2025 aus Südwestfalen geben darauf Antworten. Die Vorhaben können bald umgesetzt werden. Dafür stehen Fördergelder in Höhe von gut 12 Millionen Euro aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027 zur Verfügung. Das Geld kommt aus Mitteln des Landes NRW und des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) der EU.
„Den Projektverantwortlichen ist es erneut gelungen, kluge Lösungen für Herausforderungen von Unternehmen, aber auch Kommunen und Azubis zu adressieren. Ihre Vorhaben in der REGIONALE 2025 sind digital, nachhaltig und authentisch – und so gut durchdacht, dass dafür weitere Fördermittel nach Südwestfalen fließen“, betonte Thomas Grosche, Landrat des Hochsauerlandkreises und Vorsitzender des REGIONALE-2025-Ausschusses. Die REGIONALE 2025 wird gefördert durch Neben den bereits im Dezember kommunizierten 3-Sterne-Projekten aus den Bereichen Mobilität, Kultur- und Stadtentwicklung erhielten auch vier weitere Projekte durch den Ausschuss den dritten Stern. Das bedeutet: Für sie gibt es Rückhalt aus der Region und eine Förder- und Finanzierungsperspektive.
Knapp über 12 Millionen Euro aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) der EU stehen für die Projekte aus dem Aufruf „REGIONALE Südwestfalen – Projekte für eine digitale, nachhaltige und authentische Zukunft in Südwestfalen“ zur Verfügung, für die der EFRE-Begutachtungsausschuss eine Förderempfehlung gegeben hat.
3. Stern: „AKIS – Adaptive KI-Infrastruktur für Innovation in Südwestfalen“ (Siegen / Südwestfalen)
Künstliche Intelligenz verändert Arbeit, Bildung und Innovation auch in Südwestfalen. Mit dem Projekt „AKIS – Adaptive KI-Infrastruktur für Innovation in Südwestfalen“ soll im Rahmen der REGIONALE 2025 eine vielseitige Plattform entstehen, die Forschung und Industrie verbindet und kleinen sowie mittleren Unternehmen niederschwelligen Zugang zu modernen KI-Technologien erleichtert. Die Universität Siegen und zahlreiche Unternehmen wollen mit „AKIS“ das Thema Künstliche Intelligenz aus der Theorie in die Praxis holen. Ziel ist, in Südwestfalen eine flexible und anpassbare KI-Forschungsinfrastruktur aufzubauen, die über die Angebote klassischer Cloud Anbieter oder Modelle wie Chat GPT hinausgeht. Sie soll Forschung, Mittelstand und Industrie gleichermaßen befähigen, KI eigenständig, sicher und nachhaltig zu nutzen.
Förderung: Das Projekt „AKIS“ wird voraussichtlich mit 5,8 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen über den Aufruf „REGIONALE Südwestfalen – Projekte für eine digitale, nachhaltige und authentische Zukunft in Südwestfalen“ gefördert.
3. Stern: „Meisterstück DIGITAL“ (Lippstadt / Südwestfalen)
Die Hochschule Hamm-Lippstadt und viele Partner wollen die Ausbildung im Metallbau modernisieren. In der REGIONALE 2025 haben sie das Projekt „Meisterstück DIGITAL“ entwickelt. Entstehen soll eine praxisnahe Lern- und Assistenzplattform, von der Betriebe und Azubis gleichermaßen profitieren und die die Ausbildung digitaler, ressourceneffizienter und attraktiver macht. Die Plattform soll über den PC und über eine App abrufbar sein. Sie bündelt dann verschiedene Lernorte wie Berufsschule, Betrieb und überbetriebliche Ausbildung und integriert bereits existierende Technologien wie Augmented Reality und KI sowie bestehendes Wissen in einer Anwendung.
Förderung: Das Projekt „Meisterstück DIGTIAL“ wird voraussichtlich mit 1,44 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen über den Aufruf „REGIONALE Südwestfalen – Projekte für eine digitale, nachhaltige und authentische Zukunft in Südwestfalen“ gefördert.
3. Stern: „ReCirclE“ (Attendorn / Südwestfalen)
Mit dem Projekt „ReCirclE“ soll in Attendorn eine offene Transferplattform für Kreislaufwirtschaft entstehen. Ziel ist es, Unternehmen zu helfen, Methoden zu entwickeln, um bereits bei der Konstruktion von Produkten oder Werkzeugen die Demontage und Weiterverwertung der Materialien automatisiert mitzudenken und diese dann von Beginn an in die Produktionsprozesse zu integrieren. Entstehen sollen modulare, kostengünstige Lösungen, die Unternehmen Ressourcen sparen, CO₂- Emissionen senken und ihnen neue Geschäftsmodelle eröffnen. Umgesetzt werden soll das Projekt im Automotive Center Südwestfalen (ACS) – einem Projekt der Regionale 2013 – von der Uni Siegen, der FH Südwestfalen und dem ACS.
Förderung: Das Projekt „ReCirclE“ der REGIONALE 2025 wird voraussichtlich mit 3,6 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen über den Aufruf „REGIONALE Südwestfalen – Projekte für eine digitale, nachhaltige und authentische Zukunft in Südwestfalen“ gefördert.
3. Stern: „#wieneu-Kreislaufwirtschaftszentrum“ (Arnsberg / Südwestfalen)
Die Stadt Arnsberg baut ein kommunales Kreislaufwirtschaftszentrum auf, das Reparatur, Wiederverwendung, Tausch und Leihsysteme für Haushalts- und Alltagsprodukte unter einem Dach vereint. Weniger wegwerfen, mehr reparieren und weitergeben oder auch neu auf- und verarbeiten. Das geplante Zentrum bietet Raum für Werkstätten, Beratungsangebote und Lernformate. Sie sollen Gesellschaft und Wirtschaft anschaulich zeigen, wie Kreislaufwirtschaft im Alltag funktioniert. Viele Unternehmen aus Arnsberg und Umgebung stehen hinter dem Projekt. Sie bringen ihre Produkte ein, lernen mit und helfen bei der Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft vor Ort.
Förderung: Das Projekt „#wieneu-Kreislaufwirtschaftszentrum“ der REGIONALE 2025 wird voraussichtlich 1,2 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Nordrhein-Westfalen über den Aufruf „REGIONALE Südwestfalen – Projekte für eine digitale, nachhaltige und authentische Zukunft in Südwestfalen“ gefördert werden.
Für zukunftsweisende, nachhaltige und innovative Vorhaben in Nordrhein-Westfalen stehen aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027 EU-Mittel in Höhe von 1,9 Milliarden Euro des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Just Transition Fund (JTF) zur Verfügung. Hinzu kommen eine Ko-Finanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen und Eigenanteile der Projekte. Unterstützt werden Vorhaben aus den Themenfeldern Innovation, Nachhaltigkeit, Mittelstandsförderung, Lebensqualität, Mobilität, Strukturwandel in Kohlerückzugsregionen sowie Strategische Technologien und Wettbewerbsfähigkeit. Weitere Informationen unter www.efre.nrw.
52 Projekte der REGIONALE 2025 in Südwestfalen bereits mit dem dritten Stern ausgezeichnet
Mit den vier „Neuzugängen“ steigt die Zahl der Projekte, die eine Förderung sicher oder in Aussicht haben, in der REGIONALE 2025 auf 52! „Das ist schon jetzt ein toller Erfolg für die Region. Denn es bedeutet, dass sich 52-mal zahlreiche Akteure aus den Kreisen, Städten, Dörfern, Hochschulen, Vereinen, aus Tourismus, Kultur oder der Wirtschaft zusammengetan haben und gemeinsam an relevanten Lösungen für die Region arbeiten“, sagten Dr. Stephanie Arens und Hubertus Winterberg von der Südwestfalen Agentur GmbH. Die Agentur koordiniert und betreut die REGIONALE 2025 in der Region und sucht mit den Projektverantwortlichen und Partnern wie der Bezirksregierung Arnsberg nach Förderoptionen. Insgesamt konnten so bislang für Projekte der REGIONALE 2025 in Südwestfalen rund 125 Millionen Euro an Fördergeldern nach Südwestfalen geholt werden. Die letzte Gremienrunde der REGIONALE 2025 ist für Sommer 2026 vorgesehen.
Einen Überblick über alle Projekte der REGIONALE 2025 in Südwestfalen finden Interessierte auf www.regionale-suedwestfalen.com.
Die REGIONALE 2025 ist ein Strukturprogramm des Landes NRW. Sie wird aus Mitteln der Städtebauförderung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.
Stephan Müller
PR Manager
REGIONALE 2025 / Regionalmarketing
Südwestfalen Agentur GmbH
Martinstraße 15
57462 Olpe
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Regierungspräsident übergibt Förderbescheide für „Arbeitgeberschmiede Südwestfalen PLUS–Global Connect“ – Zusammenarbeit von Hochschulen, Wirtschaftsförderungen und Südwestfalen Agentur – Start im Januar 2026
Erstmals bündeln zahlreiche Partner aus Südwestfalen ihre Kräfte, um gezielt internationale Fachkräfte für die Region zu gewinnen und zu integrieren. Das Projekt „Arbeitgeberschmiede Südwestfalen PLUS – Global Connect“ soll dafür die notwendigen Strukturen schaffen, digitale Ansätze erproben und Wissen in der Region teilen. Profitieren sollen vor allem kleine und mittlere Betriebe. Heinrich Böckelühr, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Arnsberg, übergab nun sieben Förderbescheide in Höhe von insgesamt 3,78 Millionen Euro an die Projektpartner rund um die Südwestfalen Agentur. Das Projekt kann damit zum Jahresbeginn 2026 starten.
„Im Mittelpunkt des Projekts steht die Frage, wie Unternehmen erfolgreich internationale Fach- und Arbeitskräfte gewinnen und integrieren können. Gerade in Zeiten des umfangreichen Transformationsdrucks ist das für Betriebe Chance und Herausforderung zugleich. „Südwestfalen ist wirtschaftlich enorm stark. Die zahlreichen mittelständischen Familienunternehmen haben oft nicht die Kapazitäten, sich strategisch um internationale Fachkräfte zu kümmern“, betonte Regierungspräsident Heinrich Böckelühr. „Die regionale Allianz aus Hochschulen, Wirtschaftsförderungen und Südwestfalen Agentur schafft einen ganzheitlichen Ansatz. Das ist wichtig für unser Bundesland, da für die Arbeit der ,NRW Fachkräfteagentur International‘ strategische Ansprechpersonen in den Regionen benötigt werden“, ergänzte Heinrich Böckelühr bei der Übergabe der Förderbescheide.
Zusammengeschlossen haben sich die Universität Siegen, die Fachhochschule Südwestfalen, die Hochschule Hamm-Lippstadt, die FernUniversität Hagen, die agentur mark GmbH, die wfg Wirtschaftsförderung des Kreises Soest sowie die Südwestfalen Agentur. Jede Organisation greift einen anderen Aspekt auf. Sie haben erkannt: In Südwestfalen gibt es vereinzelte Ansätze zur Integration und zum Anwerben internationaler Fach- und Arbeitskräfte, aber weder eine gemeinsame Linie, noch einen koordinierten Erfahrungsaustausch. Dafür: viel Potenzial. Hier setzt „Arbeitgeberschmiede Südwestfalen PLUS – Global connect“ an.
Netzwerk aufbauen, KI nutzen, neue Angebote schaffen & Wissen teilen
Marie Ting, Leiterin des Regionalmarketings bei der Südwestfalen Agentur, freute sich über die Förderung dieses gemeinsamen Ansatzes. „Das kooperative Vorgehen in Südwestfalen ist ein echtes Plus der Region.“ Aufgabe der Agentur im Projekt ist es, regionale Akteure zu vernetzen, die gemeinsamen Aktivitäten zu kommunizieren und Erkenntnisse an die Unternehmen in Südwestfalen weiterzugeben. „Wir orientieren uns an den Bedarfen der Unternehmen und schauen, wo Versorgungslücken sind und wie sie sich schließen lassen“, sagte Saskia Haardt-Cerff, Projektleiterin des laufenden Förderprojekts „Arbeitgeberschmiede Südwestfalen“ von der Südwestfalen Agentur GmbH. Marie Ting ergänzt: „Unser Ziel muss es sein, dass Südwestfalen landes- und bundesweit als Region bekannt ist, die sich gut strukturiert um internationale Fachkräfte kümmert.“
Mit tausenden internationalen Studierenden verfügen die vier beteiligten Hochschulen über wertvolles Wissen über Bedarfe und Hürden in der Region. Sie schaffen außerdem – auch mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz – neue Angebote und tragen ihre Forschungserkenntnisse zusammen. Stellvertretend für die Region Südwestfalen dienen der Märkische Kreis und der Kreis Soest als Experimentierräume. Dort werden Lösungsansätze erprobt und geprüft, wie lokale und teilregionale Unterstützungssysteme funktionieren können.
Projektpartner aus Südwestfalen arbeiten bereits zusammen
Nahezu alle Projektpartner sind erprobt in der Zusammenarbeit. Im derzeit laufenden Förderprojekt „Arbeitgeberschmiede Südwestfalen“ arbeiten sie bereits gemeinsam und arbeitsteilig. Mit praxisnahen Angeboten werden kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützt, sich als attraktive Arbeitgeber aufzustellen. In dem Projektverlauf wurde das Potenzial internationaler Fachkräfte deutlich.
Die Region Südwestfalen ist mit ihrem neuen Projekt „Arbeitgeberschmiede Südwestfalen PLUS – Global connect“ nicht allein. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt die Region Köln/Bonn. Was Köln für den großstädtischen Bereich testet, erprobt Südwestfalen für den ländlichen Raum. Beide Regionen haben einen engen Austausch vereinbart.
Das Projekt „Arbeitgeberschmiede Südwestfalen PLUS – Global connect“ wird über den Aufruf „Regio.NRW – Transformation“ gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie des Landes Nordrhein-Westfalen.
Auszeichnung für Projekte aus Werl, Schalksmühle, Bad Berleburg, Attendorn und Warstein – Förderperspektive für weitere Wirtschaftsprojekte folgt
Die REGIONALE 2025 steuert auf ihr letztes Jahr zu – die Auszeichnung von Projekten geht indes unentwegt weiter, damit möglichst viele Projekte noch umgesetzt und gefördert werden können. In der jüngsten Sitzung hat der REGIONALE-Ausschuss fünf weitere Vorhaben mit dem dritten Stern ausgezeichnet. Für diese Projekte fließen in Summe 14,7 Millionen Euro aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der EU in die Region.
Unter den neu ausgezeichneten Projekten ist ein Mobilitätsvorhaben aus Werl, aber auch ein Naturprojekt an der Bigge, die Umwandlung einer Kirche zum Kulturort in Schalksmühle, ein neues Quartier in Warstein und ein Wirtschaftsprojekt aus Bad Berleburg. Sie alle stehen für unterschiedliche Facetten des REGIONALE-Leitmotivs, die Region digital – nachhaltig – und authentisch, also zu den Herausforderungen Südwestfalens passend, weiterzuentwickeln.
3. Stern: „8Giebel“ (Schalksmühle / Südwestfalen)
In der REGIONALE 2025 sind derzeit 35 Projekte unterwegs, die bereits umgesetzt werden oder alsbald starten. Und es kommen noch weitere hinzu. Natur- und Mobilitätsprojekte zählen genauso dazu wie Kultur-, Stadtentwicklungs- und Bildungsprojekte. Die Gastgeber:innen-Touren können beispielsweise in Form von Spaziergängen, Radtouren o.ä., organisiert werden. Alle Gastgeber:innen erhalten eine attraktive Starter-Ausrüstung, die ihnen hilft, ihre Tour gut ausgestattet mit passenden Materialien und Tourinspirationen zu einem persönlichen Highlight werden zu lassen. Zudem ist für sie am 23. Mai noch eine exklusive Veranstaltung geplant.
Förderung: Das Projekt wird unter anderem durch Städtebaufördermittel des Landes NRW bis 2028 voraussichtlich mit einem Gesamtvolumen von etwa 9,8 Millionen Euro gefördert, von denen die ersten 2,7 Millionen Euro bereits geflossen sind. Hinzu kommen rund 725.000 Euro aus dem Förderprogramm „Dritte Orte in NRW“.
3. Stern: „waester wohnen warstein“ (Warstein / Südwestfalen)
Mit dem Projekt „www – waester wohnen warstein“ entsteht im Herzen der Warsteiner Innenstadt ein zukunftsweisendes Wohnquartier. Neben barrierefreien Wohnungen für unterschiedliche Generationen entstehen auch ein Gemeinschaftsbereich und ein Wästergarten an der renaturierten Wäster. Die Stadt arbeitet für das nachhaltig gebaute Quartier eng mit einem lokalen Investor zusammen.
Förderung: Die Gesamtkosten des neuen Wohnquartiers belaufen sich auf 5,38 Millionen Euro. Rund 4,46 Millionen Euro stammen aus Mitteln des privaten Investors und Bauunternehmers für das Mehrgenerationenwohnen, für das zukünftig zusätzlich Wohnraumförderung in Anspruch genommen werden soll. Die Stadt steuert 277.000 Euro bei. Für die Herstellung des Quartiertreffs, die Freiraumgestaltung Wästergarten und das Quartiersmanagement fließen in der REGIONALE 2025 voraussichtlich 643.000 Euro aus der NRW-Städtebauförderung.
3. Stern: „Nachhaltige städtische Mobilität für die Wallfahrtsstadt Werl“ (Werl / Südwestfalen)
Erst Kurpark und Sportpark, dann Fußgängerzone – und bald Mobilität. Die Wallfahrtsstadt Werl arbeitet daran, die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt weiter zu erhöhen. Das Projekt „Nachhaltige städtische Mobilität für die Wallfahrtsstadt Werl“ wurde vom zuständigen Ausschuss der REGIONALE 2025 auf Anhieb mit dem dritten Stern ausgezeichnet. Die Stadt plant, ein digitales Verkehrsleitsystem einzuführen, um Fahrzeuge gezielt zu freien Parkflächen zu lotsen. Gleichzeitig soll der Innenstadtbereich entlastet und für alle Verkehrsteilnehmenden sicherer werden. Das Projekt steht damit auch beispielhaft für das Handlungsfeld „Lebendige Ortsmitten“ der Mobilitätsstrategie für Südwestfalen.
Förderung: Das Projekt „Nachhaltige Städtische Mobilität für die Wallfahrtsstadt Werl“ erhält eine Förderung von voraussichtlich rund 1,39 Millionen Euro über den Aufruf „Nachhaltige Städtische Mobilität für alle“ aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Nordrhein-Westfalen.
3. Stern: „COPP – Co-Pilot in der Produktion: Mensch-Technik-Kollaboration in der automatisierten Fertigung“ (Bad Berleburg / Südwestfalen)
In den Produktionsbetrieben in Südwestfalen werden die Prozesse zunehmend digitaler und automatisierter – und dadurch technisch auch komplexer. Für das Bedienpersonal sind dies besondere Herausforderungen. Sie haben mit vielen verschiedenen Datenquellen zu tun und brauchen oft Verständnis für IT-Prozesse. Die BIKAR METALLE GmbH aus Bad Berleburg-Raumland, Spezialist für den Zuschnitt von Aluminium und Nichteisenmetallen, und verschiedene Partner wollen daran arbeiten, mit Künstlicher Intelligenz ein Assistenzsystem aufzubauen. Es soll einerseits die Mitarbeitenden unterstützen und andererseits helfen, Fehler zu minimieren und Unternehmen noch wettbewerbsfähiger zu machen.
Förderung: Das Projekt „COPP – Co-Pilot in der Produktion: Mensch-Technik-Kollaboration in der automatisierten Fertigung“ der REGIONALE 2025 wird mit 2,16 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Nordrhein-Westfalen über den Aufruf „NEXT.IN.NRW“ gefördert.
3. Stern: Biggesee real und digital erleben (Attendorn / Südwestfalen)
Mit dem Projekt „Biggesee digital und real erleben“ setzt die Hansestadt Attendorn als Mitglied der Kooperation Sauerland-Seen ein Vorhaben um, das die Region touristisch, kulturell und technologisch miteinander verbindet. Ziel ist es, den Biggesee als zentralen Lebens-, Freizeit- und Erholungsraum weiterzuentwickeln und für Einheimische wie Gäste neu erlebbar zu machen. Das Vorhaben besteht aus zwei Bausteinen: einer digitalen Erlebniswelt, die mittels Augmented-Reality-Anwendungen Geschichte und Natur des Biggesees erlebbar macht, und einer Nordic-Walking-Arena, die in Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule Köln und dem Deutschen Skiverband entwickelt wurde.
Förderung: Das Projekt konnte sich im Förderaufruf „Erlebnis.NRW“ des Landes Nordrhein-Westfalen durchsetzen und wird mit bis zu 66.500 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie Landesmitteln des NRW-Wirtschaftsministeriums, des NRW-Umwelt- und des NRW-Kulturministeriums unterstützt.
48 Projekte in Summe bereits ausgezeichnet
Nach der jüngsten Sitzung können somit 48 Projekte umgesetzt werden – und weitere sind auf dem Weg. „Uns ist es mit den Projektverantwortlichen gelungen, bereits über 120 Millionen Euro Fördermittel in die Region zu holen – und vor allen Dingen, diese sinnvoll einzusetzen für Projekte, die unsere Region wirklich nach vorne bringen“, sagten Dr. Stephanie Arens und Hubertus Winterberg von der Südwestfalen Agentur GmbH, die den Prozess der REGIONALE 2025 in Südwestfalen steuert.
Neben den vorgenannten Projekten ging es im REGIONALE-Ausschuss und später auch im EFRE-Begutachtungsausschuss um weitere REGIONALE-Projekte – insbesondere aus dem Bereich Hochschule und Wirtschaft. Sie kommen für einen speziellen Fördertopf aus EU-Mitteln in Frage. Die Prüfung ist hierbei zeitintensiver. Eine Entscheidung zur voraussichtlichen Förderung erfolgt in Abstimmung mit den jeweils zuständigen Ministerien in den nächsten Wochen.
Einen Überblick über alle Projekte der REGIONALE 2025 finden Interessierte auf www.regionale-suedwestfalen.com.
Die REGIONALE 2025 ist ein Strukturprogramm des Landes NRW. Sie wird aus Mitteln der Städtebauförderung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.