Langer Tag der Region 2018 – das regionale „Familientreffen“ der Region Köln/Bonn – tagte im Deutzer Hafen in Köln

Mit dem jährlich stattfindenden „Langen Tag der Region“ am 21. Juni existiert seit 2001 ein Veranstaltungsformat mit Tradition, in dessen Rahmen sich die Akteure der Region Köln/Bonn Jahr für Jahr darüber austauschen und verständigen, wie die Zukunft gemeinsam gestaltet werden kann.

Der 18. Lange Tag der Region fand im Deutzer Hafen in der ehemaligen Holzlagerhalle (in der jetzigen Nutzung durch die Firma Steil) statt und wurde vom Region Köln/Bonn e.V. in Kooperation mit der Stadt Köln und der moderne stadt GmbH realisiert und durch die RheinEnergie AG unterstützt.

Mit dem Ort des Deutzer Hafens verbinden sich mehrere strukturpolitische Aspekte, die für die ganze Region von Bedeutung sind, wie beispielsweise Konversion und Transformation von innerstädtischen Lagen, Umbau und Wiedernutzung von Brachen, innovative Stadt- bzw. Quartiersentwicklung, kommunale Trägerschaft von Konversion und Stadtentwicklung, Funktionswandel der lokalen und regionalen Häfen u.v.w.m.
Gründe genug also, dieses hochspannende Areal der Region im Rahmen des Langen Tages der Region 2018 nahezubringen!

Rund 700 Interessierte aus Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit nutzten in diesem Jahr die Gelegenheit und nahmen über den Tag verteilt das abwechslungsreiche Programm der Veranstaltung wahr, um Einblicke in die Entwicklung der Region zu gewinnen.

Geübter Dreiklang im Programmablauf: Exkursionen, Fachforum und Empfang
Die Veranstaltung gliederte sich in einen über die Jahre etablierten Dreiklang von Exkursionen, Fachforum und Empfang.

Exkursionen
So startete die Veranstaltung mit Exkursionen vom Veranstaltungsort zu Orten in der Stadt Köln, in deren Rahmen die aus regionaler Perspektive interessanten Themen vor Ort unmittelbar beleuchtet/besucht werden.
Die jeweilige Gruppenstärke der Exkursionen richtete sich dabei zum einen nach den Kapazitätsbegrenzungen der Orte bzw. Touren und zum anderen nach der Nachfrage im Rahmen der Anmeldungen.
Insgesamt fanden 11 Exkursionen mit jeweils unterschiedlicher Teilnehmerzahl statt. Diese führten beispielsweise als Schiffsexkursion durch die Hafenlandschaft Kölns, die die Bedeutung der Stadt als Handelsmetropole von europäischem Rang reflektiert und nachhaltig zu ihrer Entwicklung beigetragen hat; als Fuß- und Busexkursion mit dem Fokus auf die Entwicklung von qualitätvollen Quartieren in Köln Nippes (Clouth-Quartier) und am Butzweilerhof; als geführte Fahrradtour um das Hafenareal über die Industrie- und Baugeschichte des Deutzer Hafens und Erkundung des stillgelegten Abschnitts von Europas einst größter Mehlmühle als Zentraler Entwicklungsschwerpunkt Kölns für ein neues und zukunftsweisendes Stadtquartier; durch die Koelnmesse als eines der größten Messegelände der Welt mit dem Fokus auf den Wirtschaftsfaktor für Köln und die Region; im Linienelektrobus der KVB zum Einstieg in den Fernwärmetunnel unter dem Rhein durch und zum EU-Förderprojekt Stegerwaldsiedlung und über das Lingens Areal; im Rundgang über die Baustelle der Bühnen Kölns mit Einblick in den aktuellen Projektstand: Architektur / moderne Technik etc.; zeigte die innere und äußere Grüngürtel-Vernetzung mit der Region/Infrastruktur (Einbeziehung der Grün‐Stiftung/Adenauer; in den Forschungs‐ und Bildungsstandort: DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin, DLR-Institut für Solarforschung, Europäisches Astronautenzentrum (EAC) und Nutzerzentrum für Weltraumexperimente (MUSC); durch die Historische Mitte, die Via Culturalis und das MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln; durch den Zoo mit Themenschwerpunkten Artenschutz und Klimaschutz, welche Hand in Hand gehen und in den Rheinauhafen, das neueste Viertel Kölns fasziniert durch die unverkennbare Herkunft als Hafengelände, welches sich in ein hochwertiges Geschäfts- und Wohnviertel gewandelt hat.

Fachforum
An die Exkursionen schloss sich das Fachforum an, welches in diesem Jahr das Thema „(Großmaßstäbliche) Transformations- und Konversionsaufgaben in der Stadt und der Region“ aufgriff und damit den inhaltlichen Fokus bildete. Hierzu wurden Beispiele aus der Region vorgestellt; ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Vorstellung der für Köln und die Region bedeutsamen Transformationsaufgabe des Deutzer Hafens. Nach einer Begrüßung von Kölns Baudezernenten Markus Greitemann führten Impulsvorträge des Geschäftsführers der moderne stadt Gmbh Andreas Röhrig und des Geschäftsführenden Vorstandsmitglieds des Region Köln/Bonn e.V. Dr. Reimar Molitor in das Thema ein. In einer Podiumsrunde tauschen sich dazu Akteure und Vorhabenträger aus der Region Köln/Bonn aus.

Empfang
Dem Fachforum folgte unmittelbar der Empfang unter dem Motto „Köln – Region – Kooperation“. Nach einer Begrüßung von Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker, dem Vorstandsvorsitzenden des Region Köln/Bonn e.V., Landrat Jochen Hagt/Oberbergischer Kreis, und dem Vorstandsvorsitzenden der RheinEnergie, Dr. Dieter Steinkamp, wurde in einer anschließenden weiteren Podiumsrunde über die Notwendigkeit der Forcierung der Koope-rationen zu ausgewählten Themen innerhalb der Region diskutiert.

Der Lange Tag der Region klang traditionell mit guten Gesprächen und Verabredungen bei Getränken und einem Imbiss aus.

Begleitende Ausstellung und Information
Am Tagungsort präsentierten sich die Stadt Köln, die moderne stadt GmbH, die RheinEnergie AG, das Kölner Netzwerk der Daseinsvorsorge, die Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR und das Historische Archiv der Stadt Köln sowie die Landesgesellschaften KlimaEx-po.NRW und Energieagentur.NRW rund um die Themen Brachflächen, Transformation von innerstädtischen Lagen, Umbau, Quartiersentwicklung, Rhein/Stromlagen/Waterfront, Hafennutzung, Klimaschutz u.a.

Der Lange Tag der Region 2019 wird in der Stadt Bergisch Gladbach im Rheinisch-Bergischen Kreis stattfinden.

Foto: Region Köln/Bonn e.V. / Julia Holland