Vernetzte Mobilität als Gemeinschaftsaufgabe von Landespolitik und Region

Gestiegene Pendlerzahlen, Klimaschutzziele, demographischer Wandel, flexiblere Arbeitswelt – all diese Entwicklungen stellen Regionen beim Thema Mobilität vor Herausforderungen. Wie man ihnen begegnen und sie meistern kann, darüber diskutierte der Verbund regionen.NRW am Abend des 5. Juni 2019 beim „Frühjahrsempfang der Regionen“ mit rund 150 Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im Düsseldorfer Landtag. Thema in diesem Jahr: „Vernetzte Mobilität in Regionen“.

„Mobilität ist absolut relevant, um sich als Region zukunftsfähig aufzustellen“, waren sich die Vorstände und Geschäftsführer von regionen.NRW einig. „Denn dadurch sind alle gesellschaftlichen Bereiche am Ende des Tages miteinander verknüpft: Arbeiten, Wohnen, Freizeit, Familie, Daseinsvorsorge. Der Schlüssel liegt in einer gelungenen Kombination von Mobilitätslösungen. Dabei ist uns der Schulterschluss untereinander und mit der Landesregierung besonders wichtig.“

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst griff dies in seiner Keynote auf und betonte die Notwendigkeit für die Regionen, Konzepte und Modellprojekte für die Mobilität im ländlichen Raum und in der Beziehung Stadt-Umland zu entwickeln: „Mobilität ist eine entscheidende Voraussetzung für Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand. Deshalb hat die Landesregierung einen Planungs-, Genehmigungs- und Bauhochlauf für die Verkehrsinfrastruktur ermöglicht. Erhalt, Modernisierung und bedarfsgerechter Ausbau der Verkehrswege sowie die Vernetzung der Verkehrsträger sind die Schritte, die auch im ländlichen Raum individuelle Mobilität gewährleisten. Dabei wollen wir die Chancen der Digitalisierung nutzen.“

Angela Freimuth, 2. Vizepräsidentin des Landtags NRW, begrüßte die Gäste. „Wir freuen uns, dass wir die Regionen NRWs mit ihrem jährlichen Frühjahrsempfang wieder in unserem Hause begrüßen können. Als Ort des Austausches und der Diskussion bietet der Landtag auch in diesem Jahr wieder gerne eine Plattform zum Thema Mobilität.“

Auf dem Frühjahrsempfang warf darüber hinaus Professor Hans Jeekel von der Eindhoven University of Technology einen Blick auf die Niederlande und stellte den Anwesenden verschiedene Best-Practice-Beispiele rund um Smart Mobility, E-Mobilität und Nachhaltige Mobilität vor. Den Sprung in die Praxis wagten anschließend die regionalen Akteure Professor Peter Urban (RWTH Aachen), Professor Uwe Schneidewind (Wuppertal Institut) und Manfred Müller (Landrat Kreis Paderborn). Sie stellten Mobilitätsprojekte in den Bereichen „Stadt“, „Stadt-Umland“ und „Land“ vor und machten deutlich, wie unterschiedlich die Gegebenheiten je nach Region sind und wie entsprechende Mobilitätsangebote im jeweiligen Lebensraum gestaltet sein müssen.

Bei Bier und Brezel tauschten sich die Akteure anschließend intensiv mit den Gästen aus.

Fotos: regionen.NRW/Arne Pöhnert

Die Vorstände und Geschäftsführer von regionen.NRW mit Verkehrsminister Hendrik Wüst.

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst sprach über die Zukunft der Mobilität.

Rund 150 Gäste waren in den Landtag gekommen.

Angela Freimuth, 2. Vizepräsidentin des Landtags NRW, hielt ein Grußwort.

Dorothee Feller, Regierungspräsidentin der Bezirksregierung Münster, sprach unter anderem über das Kooperationsprojekt Reallabor Mobiles Münsterland.

Durch den Abend führte Moderatorin Eva-Maria Jazdzejewski.

Moderatorin Eva-Maria Jazdzejewski

Professor Hans Jeekel von der Eindhoven University of Technology warf einen Blick auf die Niederlande.

In der Statement-Runde kamen verschiedene regionale Akteure zu Wort.

Professor Peter Urban von der RWTH Aachen

Professor Uwe Schneidewind vom Wuppertal Institut

Manfred Müller, Landrat Kreis Paderborn

Fragen gab es auch aus dem Publikum.

150 Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren gekommen.

Im Anschluss gab es Zeit zum gegenseitigen Austausch.