Diese Allianz ist einzigartig in der Bundesrepublik: Der Standort Bergisches Städtedreieck (Remscheid, Solingen und Wuppertal) und die China International Investment Promotion Agency unterzeichneten in Hannover die Deutsch-Chinesische Automotive-Allianz. Ziel: Austausch und Zusammenarbeit für ein zukünftiges Automotive-Cluster in der Region – für Nordrhein-Westfalen.

Das Städtedreieck ist Zulieferregion. Allein 250 von insgesamt 800 nordrhein-westfälischen Zulieferunternehmen sind hier angesiedelt. Beim 1. Deutsch-Chinesischen Automobilkongress im letzten September in Wuppertal zu den Themen „Neue und Elektro-Mobilität“ wurden die Weichen gestellt: Beide Seiten befinden sich in intensivem Austausch. Diese Kooperation soll verstetigt werden, das stand bereits am Ende des Kongresses fest. Da in China schnelle Entwicklungen im Bereich der Neuen Mobilität zu erwarten sind, gilt es besonders im Städtedreieck die Branche auf die Zukunft vorzubereiten

„Absichtserklärung über die partnerschaftliche Zusammenarbeit und die gemeinschaftliche Gründung einer Deutsch-Chinesischen Automotive-Allianz“ lautet der genaue Titel der Vereinbarung, die Stephan A. Vogelskamp, Geschäftsführer der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (BSW), die für die Region die Kooperation organisiert, und Wenlong ZHU, Stellvertretender Abteilungsleiter der Investitionsförderungsagentur des Handelsministeriums der Volksrepublik China auf der Hannover Messe unterzeichneten.

Ziel der Allianz ist es, die chinesischen und deutschen Automotive-Netzwerke regelmäßig zusammenzubringen und somit bilaterale Projekte und Investitionen zu fördern. Auf diese Weise entsteht eine Plattform für einen fachlichen Austausch. Für den Aufbau eines Automotive-Clusters Bergisches Städtedreieck und eines NRW-Clusters ist das ein wichtiger Baustein.

Denn das Städtedreieck ist auf einem guten Weg, um sich auf die Produkt-Erfordernisse der Neuen Mobilität vorzubereiten: Seit 2017 sind die Zulieferunternehmen in dem Netzwerk „Bergischer Zukunftssalon Automotive“ organisiert. Die Weiterentwicklung des Standortes ist zudem mit einer vom nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium finanzierten Studie auf den Weg gebracht worden. Sie stellt die Basis für ein Automotive-Cluster für ganz NRW dar.

 

Die Unterzeichner: Wenlong ZHU, Stellvertretender Abteilungsleiter der Investitionsförderungsagentur des Handelsministeriums der Volksrepublik China und Stephan A. Vogelskamp, Geschäftsführer BSW. Dahinter: Dr. Johannes Bauerdick, Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW, Weidang WANG, Botschaft VRChina, Dr. Jürgen Friedrich, Geschäftsführer Germany Trade and Invest (GTAI), Yong LI, Vize-Direktor der CIPAGG China. © Hanno Rademacher