Bei der Transferkonferenz präsentierte der Region Köln/Bonn e.V. ein Strukturkonzept mit Empfelungen für eine nachhaltige räumliche Entwicklung bis 2040. Foto: Annette Etges

Region Köln/Bonn. 24. September 2019. Im Rahmen einer Transferkonferenz präsentierte der Region Köln/Bonn e.V. am 23. September 2019 in Köln ein Strukturkonzept mit Empfehlungen für eine nachhaltige räumliche Entwicklung bis 2040. Fest steht, dass in der Region bis 2040 in weiten Teilen mit einem Anstieg der Bewohnerzahlen zu rechnen ist. Damit einher geht eine hohe Nachfrage nach Wohnraum und Gewerbeflächen. Auch die Themen Klimawandel und Mobilität werden tiefgreifenden Einfluss auf die Zukunftsfähigkeit der Region haben.

„Die Lösung für eine `Region in Balance´ kann deshalb nicht sein, dass jede der 61 Kommunen in der Region angesichts dieser Herausforderungen nach individuellen Lösungen sucht“, erklärt Reimar Molitor, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Vereins. „Deshalb brauchen wir einen integrierten Ansatz für die Raumentwicklung, der über den kommunalen Tellerrand hinausschaut. Umso mehr danken wir allen regionalen Akteuren und Entscheidungsträgern aus Stadt- und Regionalplanung, Wissenschaft, Politik sowie Kommunal- und Landesverwaltung, die sich in den letzten drei Jahren an der Erarbeitung des vorliegenden Strukturbild 2040+ beteiligt haben.“

Das Strukturkonzept präsentiert fachlich belastbare und zugleich mutige Positionen zur perspektivischen Entwicklung der Region und dient als informeller Beitrag für die Regionalplanprozesse der Bezirksregierungen Köln und Düsseldorf. Ziel ist es, die Lebensqualität der Menschen in den Ballungszentren entlang der Rheinschiene sowie dem näheren und weiteren, zum Teil auch ländlich geprägten Umland, angesichts drängender Herausforderungen wie Wohnungs- und Flächenknappheit, Sanierungsstau der Verkehrsinfrastrukur oder des Klimawandels weiterhin zu gewährleisten und auch die Entwicklungsfähigkeit der Region als international bedeutsamer Wirtschaftsstandort zu sichern.

Das Agglomerationskonzept legt thematische Teilstrategien vor, die zahlreiche Empfehlungen zu Themen wie Siedlung, Mobilität im Umweltverbund, Motorisierter Individual- und Wirtschaftsverkehr, Wirtschaft, Freiraum und Landschaft beinhalten. Die Transferkonferenz bildet den Auftakt zur weiteren Diskussion des Konzeptes und planerischen Vertiefung
mit den Städten und Kommunen in der Region. Das Konzept wurde aus Mitteln der EU und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und in Kooperation mit der Nahverkehr Rheinland GmbH durchgeführt.